Wenn der Herbst da ist und sich die kalten Tage anbahnen, heißt es für die meisten Hütten Abschied zu nehmen. Zumindest von der Saison. Denn mit den immer niedrigeren Temperaturen steigt auch immer mehr die Wahrscheinlichkeit auf den Schnee. Und dieser bedeutet für viele Hüttenwirte mehr Aufwand und Gefahren, weshalb sie die Hütte dann lieber über den Winter schließen.

Jedoch ist das Wetter in den Herbstmonaten meist sehr wechselhaft, weshalb es manchmal über die Nacht wieder wärmer werden kann. So entstehen dann teilweise optimale Wanderbedingungen, auch wenn der erste Schnee schon gefallen ist. Damit du nicht vor verschlossenen Türen stehst, stellen wir dir 5 tolle Hütten vor, die mindestens bis in den späten Herbst hinein geöffnet haben.

erfurter huette im rofan

Erfurter Hütte/Rofan

Die Erfurter Hütte liegt auf dem Mauritzköpf im Rofan und bietet von dort aus den gesamten Sommer über bis Mitte Oktober/Anfang November wunderschöne Blicke. Und auch die Tourenmöglichkeiten können je nach Bedingungen auch noch im Herbst zahlreich vorhanden sein.

Dann gibt es nämlich neben vielfältigen Wanderungen und Umrundungen auch die Möglichkeit, spektakuläre Klettersteige oder Skitouren zu gehen. Denn, wenn Ende der Saison so langsam der Herbst in den Winter übergeht, ermöglichen sich hier ganz neue Tourenmöglichkeiten auf verschiedene Gipfel.

Schwarzenberghütte/Allgäu

Wer den bunten Herbst in den Allgäuer Alpen erleben möchte, ist hier an der Schwarzenberghütte genau richtig. Diese liegt nämlich am Fuße des kleinen Daumen und hat das ganze Jahr über geöffnet, wodurch sich hier auch die tollen Übergangszeiten zwischen Sommer und Winter genießen lassen.

Mit einem unglaublichen Blick direkt vor der Hütte, kann man hier an manchen Tagen besonders gut den Übergang zum Schnee sehen, wenn dieser es zum ersten Mal bis auf die hohen Berggipfel geschafft hat. Und auch tolle Tourenmöglichkeiten bieten sich hier mit unter anderem dem Engeratsgundsee, großen Daumen oder Nebelhorn.

Carl von Stahl Haus

Carl-von-Stahl-Haus/Berchtesgadener Land

Das traumhafte Carl-von-Stahl-Haus befindet sich am Torrener Joch auf 1.736m Höhe und liegt damit auf direkter Grenze zwischen dem österreichischen Bundesland Salzburg und Bayern. Dadurch, dass es ganzjährig geöffnet hat, kann man hier auch die tollen Herbsttage verbringen, sollte sich dann allerdings auf schnelle Wetterumschwünge gefasst machen.

Wenn das Wetter jedoch stabil bleibt, kann man hier auch noch im Herbst wunderschöne Touren unternehmen. Dazu gehören dann unter anderem die auf den Schneibstein oder das hohe Brett. Da Steinböcke keinen Winterschlaf halten, hat man in der Region um das Carl-von-Stahl-Haus außerdem große Chancen, einige solcher Tiere zu entdecken.

Wannenkopfhütte/Allgäu

Die Wannenkopfhütte in den Allgäuer Alpen ist besonders an kalten Herbsttagen ein echter Geheimtipp. Dann kann man es sich nach einer farbenfrohen Wanderung nämlich in der warmen Hüttenstube gemütlich machen und dabei die Lagerfeuerromantik mit heißen Allgäuer Käsespatzen genießen.

Außerdem kann man hier im September auch den sogenannten Viehscheid erleben. Dies ist eine alte Tradition der Bauern, die man jedoch auch als Besucher mit anschauen kann. Ähnlich wie bei einer geschmückten Veranstaltung, werden dann die Tiere vom, teilweise schon mit Schnee bedeckten Berg zurück ins warme Tal gebracht.

kalbenalm

Kalbenalm/Pitztal

Wer die Tiroler Bergwelt in den Herbstmonaten von ihrer schönsten Seite aus erkunden möchte, ist auf der Kalbenalm im Pitztal genau richtig. Diese liegt nämlich nur 30 Minuten Gehzeit von der Hochzeiger Mittelstation aus entfernt und kann dadurch auch an sehr kalten Tagen in kurzer Zeit erreicht werden. Wer dann den Blick von der Hütte aus genießt, kann dabei ein warmes Stück selbstgemachten Kuchen mit Kaffee genießen.

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