Der Königsbachfall ist der wahrscheinlich bekannteste und schönste Naturpool im Nationalpark Berchtesgaden. Während er vor einigen Jahren noch ein Geheimtipp der Einheimischen war, steht er mittlerweile bei vielen ganz weit oben auf der Liste der Orte, die sie während ihres Bergurlaubes im Berchtesgadener Land besuchen möchten. Weshalb du ihn allerdings nicht besuchen solltest und warum die Wanderung dorthin zum Alptraum werden kann, erfährst du hier.

Koenigsbachfall

Lebensgefahr

Schon die Wanderung zum Königsbachfall bringt viele Touristen an ihre Grenzen. Da von der Nationalparkverwaltung selber aufgrund der hohen Gefahr nicht gewünscht ist, zu dem wohl bekanntesten Naturpool der Region zu wandern, ist der Weg dorthin auch nicht beschildert. Wer sich davon jedoch nicht aufhalten lässt, trifft immer wieder auf Gefahrenschilder und wandert über unbefestigte sowie schmale Wege.

Doch nicht nur die Wanderung bringt Lebensgefahr mit sich. Auch der neueste Trend, sich im Königsbachfall fotografieren zu lassen hat in den letzten Jahren bereits Todesopfer gefordert. Die nassen Steine, die Strömung und das steile Gelände erfordern absolute Vorsicht und können schon beim kleinsten Fehler zur tödlichen Gefahr werden.

Touristen Hotspot

Wer in die Berge geht, sucht meist die Idylle, einsame Wanderwege und eine wunderschöne Natur. Diese gibt es zwar zahlreich im Nationalpark Berchtesgaden, wer jedoch zum Königsbachfall wandert, wird dort eher auf den Massentourismus mit all seinen verschiedenen Folgen stoßen.

Schlange stehen um ein Foto zu bekommen, lautes Gequatsche und liegengelassener Müll. Statt dem Zwitschern der Vögel zu lauschen, wirst du hier auf zahlreiche Menschen mit Kameras treffen. Denn so schön die Bilder des Naturpools auch aussehen möchten – All das was hinter der Kamera passiert bekommst du als Außenstehender meist gar nicht mit.

kenigsbachfall besuchen oder nicht

Der Natur zuliebe

Laut der Verwaltung des Nationalpark Berchtesgaden sind im Jahre 2020 bis zu 400 Personen täglich zum Königsbachfall gewandert. Eine Masse an Menschen, die der Natur nicht guttun kann. Denn so viele Naturliebhaber es auch geben mag – Unter all den 400 Menschen wird es jeden Tag auch welche geben, die ihren Müll liegen lassen.

Und so käme es schon dazu, dass du auf deiner idyllischen Wanderung durch die Berge des Nationalparks zum Königsbachfall auf leere Zelte mit Schlafsäcken, kaputte Bierflaschen und jede Menge Müll gestoßen wärst. Es ist ein Anblick, der nicht nur unschön für uns Menschen aussieht, sondern der vor allem auch den Pflanzen und Tieren schadet.

Es gibt so viel mehr

Nur weil du der Natur etwas Gutes tun möchtest und darauf achtest, dich nicht in Lebensgefahr zu bringen, bedeutet längst noch nicht, dass du auf irgendetwas verzichten musst. Denn unweit des Königsbachfalls befindet sich eine traumhafte, idyllische und wunderschöne Naturlandschaft, die wie aus dem Bilderbuch zu sein scheint – Der Nationalpark Berchtesgaden mit einer Fläche von 210 km².

Einsame Wanderwege, unglaublich schöne Aussichten und die saubere frische Bergluft erwarten dich, wenn du einfach mal nach etwas neuem suchst. Weit gehen musst du dafür auch nicht. Denn schaust du einmal über den Tellerrand hinaus, wirst du nicht nur den Königsbachfall entdecken, sondern auch viele andere atemberaubende Orte des Nationalpark Berchtesgaden.

koenigsbachfall wanderung

Es betrifft immer mehr Leute

Selbst wenn man die Absperrungen übertritt und die Gefahrenschilder umgeht, wünscht man niemandem, dass ihm etwas auf der Wanderung zum Königsbachfall passiert. Leider kann man dies jedoch nicht beeinflussen. Falls du dich also in ein solch gefährliches Gelände begibst, denke vorher bitte immer noch einmal darüber nach, dass im Falle eines Unfalls nicht nur du betroffen bist.

Bei ihrer Rettung würde die Bergwacht ihr eigenes Leben für dich aufs Spiel setzen und vermutlich möchtest du auch nicht, dass jemand deiner Familie und Freunden eine schlechte Nachricht überbringen muss. Bevor du also dem Fotowahn folgst, informiere dich über weitere Orte, die du besuchen könntest und werde dir den Gefahren auf der Wanderung zum Königsbachfall bewusst.

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