Mit dem Herbst beginnt bald schon wieder eine der schönsten Jahreszeiten in den Bergen. Dann kann man nämlich nicht mehr nur noch Wandern und Klettern gehen, sondern in einigen hohen Gebirgsregionen sogar schon die Skier auspacken. Denn im Herbst sinken so langsam auch die Temperaturen und die Tage werden kürzer.

Nichtsdestotrotz, kann man in der wohl buntesten Zeit des Jahres auch bei Sonnenschein noch viele wunderschöne Bergmomente einsammeln. Dann färben sich nämlich die Blätter der Bäume, der erste Schnee fällt schon hoch oben in den Bergen und auch so einige Tiere kann man während der Übergangszeit zum Winter wieder entdecken. Worauf du beim Wandern im Herbst achten solltest, erzählen wir dir hier.

herbst in den bergen

Die Tage werden kürzer

Besonders auf langen Wanderungen macht die Länge des Tages einen großen Unterschied aus. Denn während man im Sommer bis spät in die tiefen Nachtstunden hinein im hellen die Natur genießen kann, verabschiedet sich die Sonne im Herbst manchmal sogar schon um 18:00 Uhr, weshalb man unbedingt eine gute Stirnlampe mit dabei haben sollte.

Die kürzeren Tage bedeuten allerdings nicht, dass man weniger vom Tag hat. Denn in der schönsten Zeit des Jahres, wenn sich die Blätter der Bäume bunt färben, bleibt das Wetter meist stabiler als in den Sommermonaten zuvor. Dadurch kann man öfter in die Berge gehen und auch viele tolle Ausblicke genießen.

Das Ziel liegt im Schnee

Sobald sich der Sommer verabschiedet hat und der Herbst an der Türe klopft, kann es in den Bergen manchmal sogar zu schneien beginnen. Besonders in den Höhen fällt in den frühen Morgenstunden gerne mal ein wenig weißes Gold, wodurch dann die Gipfel mit einer weißen Kuppe überdeckt werden.

Doch was für die Einen zum Segen wird, ist für die anderen der Fluch. Denn in den schon kälter werdenden Herbstmonaten sollte man sich daher immer etwas Warmes zum Anziehen mitnehmen und im Zweifelsfalle sogar die Steigeisen einpacken, da der frisch gefallene Schnee beim Schmelzen zur rutschigen Gefahr werden kann.

wanderung in den bergen im herbst

Bitte nicht stören

Nicht nur wir Menschen machen es uns bei kälteren Temperaturen gerne mal gemütlich. Auch verschiedenste Alpentiere wie das Murmeltier mögen lieber die wärmeren Monate und machen sich daher schon im Herbst winterfit. Sie suchen energiereiche Nahrung und gute Quartiere, um dann dem langen zähen Winter über mit einem Winterschlaf zu entkommen.

Während ihrer Nahrungs- und Quartiersuche, sollten wir Menschen die Tiere keinesfalls stören. Daher ist das Bleiben auf den markierten Wanderungen, was ohnehin immer einen wichtigen Punkt darstellt, im Herbst besonders wichtig. Beim Verlassen der Wege könnten Tiere nämlich abgeschreckt oder Bauten zerstört werden.

Klopf Klopf…

Mit dem ersten Schnee oder den ersten kälteren Nächten verabschieden sich auch schon so manche Hütten von der Sommersaison und schließen ihre Pforten. Damit müde Wanderer nicht vor verschlossenen Türen stehen und vergebens an die Holzläden klopfen, sollte man sich daher vor der Wanderung unbedingt über die Öffnungszeiten der Hütten informieren.

Denn selbst wenn Hütten ganzjährig geöffnet haben, legen sie im Herbst manchmal ein paar Wochen Pause ein, um einen gewissen Freiraum zwischen der Sommer- und der Wintersaison zu haben. Wer also die Nacht im warmen Verbringen möchte, muss sich vor der Tour unbedingt über die Öffnungszeiten oder vorhandene Winterräume informieren.

wandern im herbst

Achtung: Rutschgefahr

Nach regenreichen Tagen kann es auf Wanderungen ziemlich schnell rutschig werden. Besonders im Herbst kann dies zur Gefahr werden, da der Boden durch die tieferen Temperaturen dann meist für eine längere Zeit nass bleibt als im Sommer. An besonders kalten Herbsttagen könnte der nasse Untergrund sogar gefrieren und dadurch noch rutschiger werden.

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