Blasen an den Füßen - Das kannst du dagegen tun

Jeder, der schonmal auf einer langen Wanderung war, kennt das plötzlich auftretende Gefühl des Stechens. Die leise Vorahnung verrät dann bereits, dass es nichts Gutes sein kann und der Blick auf die Füße bestätigt es. Denn sobald die ersten Blasen an den Füßen sind, macht das Wandern keinen Spaß mehr - Zumindest, wenn man nichts dagegen tut. Wie du Blasen an den Füßen vermeiden kannst und was du tun solltest, wenn du bereits welche hast, erfährst du hier.

Die richtigen Schuhe

Das wohl wichtigste und beste, was du im Vorfeld machen kannst, um Blasen an den Füßen zu vermeiden, ist es, die richtigen Schuhe auszusuchen. Dabei solltest du vor allem darauf achten, dass sie bequem sitzen und eine gute Qualität haben. Wenn du bereits Erfahrungen mit trockener Haut an den Füßen gemacht hast, kannst du auch eine passende Fußcreme kaufen oder dich im Schuhgeschäft über Einlegesohlen informieren.

Solltest du die passenden Schuhe gefunden haben, ist ein weiterer wichtiger Punkt, dass du sie vor deiner geplanten Wanderung auf kurzen Spaziergängen einläufst. Denn besonders bei Lederschuhen ist es häufig so, dass sie sich zunächst an deine Füße anpassen müssen, um keine Schmerzen zu verursachen.

Doppelt hält besser

Nicht nur der passende Wanderschuh mit einem angenehmen Tragekomfort ist wichtig, sondern auch das, was man darunter trägt. In manchen Fällen ist es so, dass erst die Socken darüber entscheiden, ob sich Blasen an den Füßen bilden können oder nicht. Ein kleiner Geheimtrick von vielen Wanderern ist es, zwei Socken übereinander anzuziehen. Die sich unten befindende Socke dient dann dazu, die Reibung vom Schuh abzufangen und am Fuß zu minimieren.

Wem dieser Geheimtipp jedoch nicht so ganz geheuer ist, der kann sich auch direkt ein Blasenfestes Sockenpaar zulegen. Die Firma Wrightsock Beispielsweise hat genau dieses Prinzip umgesetzt und in ihren Socken integriert. Dadurch hat man zwar das Gefühl, nur eine Socke anziehen zu müssen, auf die Funktion verzichtet man allerdings trotzdem nicht. Ihre doppellagigen Socken sind so aufgebaut, dass sich die Innen- und Außensocke entgegengesetzt zueinander bewegen können. Dadurch reiben dann zwar die Socken aneinander, die Haut bekommt davon allerdings nichts ab.

Schuhe zuschnüren

Ein wichtiger Punkt, auf den man häufig gar nicht so wirklich achtet, ist es, wie man die Wander- Lauf- oder Kletterschuhe zuschnürt. Denn besonders bei dünnen, Beispielsweise Kletterschuhen, kann die richtige Schnürung einen großen Unterschied ausmachen.

Ist der Schuh zu locker zugeschnürt, führt es dazu, dass die Blasenbildung begünstigt wird. Denn sobald mehr Spielraum im Schuh vorhanden ist, kann der Fuß auch immer stärker verrutschen und Reibung aufbauen. Ist der Schuh hingegen zu fest zugeschnürt, kann dies zu schmerzhaften Druckstellen am Fußrücken führen. Daher sollte man ein gutes Mittelmaß finden und sich beim Tragen des Schuhs immer wohlfühlen.

Den Fuß vorbereiten

Tatsächlich ist es auch möglich, die Füße auf lange Wanderungen vorzubereiten. Dies geht ganz einfach, indem man regelmäßig barfuß geht und die Füße vor der Tour mit einer speziellen Fußcreme versorgt. Das regelmäßige Barfußgehen sorgt dafür, dass die Füße „spüren,“ welche Stellen beim Wandern besonders stark beansprucht werden und diese mit einer Schutzschicht, der Hornhaut, bedecken.

Weißt du bereits, dass sich an bestimmten Stellen an deinen Füßen besonders leicht Blasen bilden, hilft es auch, diese Stellen vor der Wanderung oder dem nächsten Lauf abzudecken. Dies kann man ganz einfach mit speziellen Blasenpflastern oder ganz normalem Tape tun.

Was tun bei Blasen an den Füßen?

Wenn du bereits Blasen an den Füßen hast, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, etwas dagegen zu unternehmen. Besonders wichtig ist es, dass du darauf achtest, wie groß und schmerzhaft die Blase ist. Denn diese beiden Faktoren haben Einfluss darauf, was man in dem Fall am besten tun sollte.

Kleine Blasen

Bei ganz kleinen Blasen reicht es manchmal sogar aus, wenn du die Schuhe wechselst und abwartest, bis die Blase von ganz alleine verschwindet. Da die meisten jedoch nicht den ganzen Tag barfuß rumlaufen können, ist es hilfreich, wenn du auch die kleinen Blasen mit Blasenpflastern oder Tape bedeckst. Pflaster mit Hydrokolloid-Technologie können im Falle des Aufplatzens das Blasensekret aufnehmen und dadurch schlimmere Entzündungen vorbeugen.

Größere Blasen

Größere Blasen machen das Laufen in manchen Fällen sogar unmöglich. Wenn du spürst, dass du eine so große Blase hast, kannst du diese aufstechen, um zumindest wieder besser auftreten zu können. Sehr wichtig dabei ist allerdings, dass du sehr sauber und vorsichtig arbeitest. Sollte Dreck in die Blase kommen, könnte dies zu schlimmeren Entzündungen führen.

Um die Blase aufstechen zu können, sollte man zunächst die Hände und den Fuß im besten Falle mit einem Desinfektionsspray sauber machen. Anschließend kann man eine sterile oder heiße Nadel verwenden, um die unangenehme Stelle aufzustechen und diese zum Schluss mit einer Kompresse abzutupfen. Steril verbunden, wird die Stelle dann nach einigen Tagen von ganz alleine verheilen.

Auf Tour

Zwar ist die Theorie immer ganz einfach, in der Praxis sieht es dann allerdings meist ganz anders aus. Daher kannst du schon vor der Tour ein kleines Erste-Hilfe-Set zusammenstellen, in dem alle wichtigen Dinge in Wander-Format drinnen sind. Wenn du nach den ersten Kilometern Blasen an den Füßen spüren solltest, ist es das Beste, wenn du deine Schuhe ausziehst, eine kleine Pause einlegst, die Füße eventuell ins kalte Wasser hältst und anschließend darüber nachdenkst, ob du die Tour wirklich weiter gehen kannst.

Wrightsock Testbericht

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