4.478 m

matterhornDas Matterhorn ist wohl das Wahrzeichen der Schweiz. Fast jeder kennt es und unter Bergsteigern ist es weltberühmt. Außerdem sticht es vor allem wegen seiner ungewöhnlichen Form von den anderen 4000ern in der Umgebung hervor.

Anreise zum Matterhorn

matterhornMit dem Auto

Wenn Sie mit dem Auto anreisen möchten, müssen Sie zunächst bis nach Täsch fahren. Täsch ist ungefähr 5 km von Zermatt entfernt und dient mit den über 2.000 öffentlichen Parkplätzen vor allem als Parkmöglichkeit für jeden, der nach Zermatt möchte.

Da Zermatt autofrei ist, müssen Sie nun von Täsch aus mit der Bahn noch weiter bis nach Zermatt fahren. Vom Hauptbahnhof aus können Sie nun bis zur Hörnlihütte laufen, von wo aus die Tour startet.

Mit der Bahn

Da Zermatt autofrei ist, haben Sie mit der Bahn einen Vorteil bei der anreise. Sie müssen keinen Parkplatz suchen, sondern können zunächst bis nach Visp fahren, wo Sie dann umsteigen müssen. Von Visp aus können Sie mit dem Zermatt Shuffle Zug bis zum Hauptbahnhof in Zermatt fahren.

Vom Hauptbahnhof aus müssen Sie dann nur noch bis zur Hörnlihütte laufen, von wo auch Ihre Tour auf’s Matterhorn startet.

Mit dem Bus

Mit dem Bus können Sie auch vorerst bis nach Visp fahren, wo sie dann umsteigen müssen, um mit dem Zermatt Shuffle Zug bis zum Hauptbahnhof in Zermatt fahren zu können.

Am Hauptbahnhof angekommen können Sie dann zu Fuß weiter bis zur Hörnlihütte wandern, von wo aus die Tour auf’s Matterhorn startet!

Geschichte

Matterhorn Nordwand

  • 1862

     

    Besteigung der Südwestschulter durch John Tyndall, Johann Josef Benet, Anton Walter, Jean-Jacques und Jean-Antoine Carrel

  • 1865

    Erstbesteigung der 7er-Seilschaft Whympers. Dabei verunglücken 4 der Alpinisten tödlich!

     

    1865

  • 16. Juli 1865

     

    Josef Marie Lochmatter findet mithilfe einer Rettungsmannschaft 3 der 4 Leichen. Die Leiche von Lord Francis Douglas wurde nie gefunden!

  • 17. Juli 1865

    Carrel, Jean-Baptiste Bich und Amé Gorret gelang 3 Tage nach der Erstbesteigung eine erneute Besteigung des Matterhorns.

     

    17. Juli 1865

Allgemeines

ZermattTrotz der Schönheit und Beliebtheit des Berges, werden Jahr für Jahr die Schattenseiten des Berges sichtbar. Seit der Erstbesteigung im Jahre 1865 verging kein Jahr ohne tödliches Unglück am Matterhorn.

Pro Jahr verunglücken ca. 8 bis 10 Menschen tödlich. Seit 1865 sind bis zum heutigen Zeitpunkt über 500 Menschen am Matterhorn gestorben. Die hohen Zahlen kommen vor allem wegen Abstürzen, Steinschlag und Erfrierungen zustande!

Diese Routen gibt es

matterhorn HoernligratÜber den Hörnligrat

Die meist begangene Route am Matterhorn ist die über den Hörnligrat. Die Tour startet direkt hinter der Hörnlihütte und führt mithilfe von Fixseilen in das Schuttfeld und weiter zum ersten Couloir!

Diesen Weg müssen Sie im Dunkeln zuerst finden und wenn man dann an Punkten wie dem „Faulen Eck“ und dem „Gebiss“ vorbeigegangen ist, erreicht man nach rund zwei Stunden die Solvayhütte, welche die einzige Notunterkunft auf dieser Tour ist.

Von der Solvayhütte aus, müssen Sie dem Grat weiterhin folgen und bis zur Moseleyplatte (3-/3) gehen, welche zu den Schlüsselstellen der Tour gilt. Wenn Sie die Moseleyplatte überwunden haben, müssen Sie noch über die letzten Felsen bis zum Gipfelschneefeld gehen und von dort aus dann den Gipfel erreichen.

Der Abstieg verläuft über den gleichen Weg wie der Aufstieg!

Über den Liongrat

Zum Start müssen Sie dem beschilderten Weg bis zur Abruzzi Hütte auf 2800m folgen. Bis dahin ist der Weg noch relativ einfach und gut zu begehen. Hinter der Hütte wird der Weg schon etwas anspruchsvoller.

Dort müssen Sie an einem Teich und über Schotterfelder hinweg bis zum „Croce Carell“ gehen, welches ein Kreuz zu Ehren Jean Antoine Carrels, dem Erstbesteiger dieser Route ist.

Kurz hinter diesem Kreuz, haben Sie auf einem Schotterfeld die letzte Möglichkeit Ihre Wasserflasche aufzufüllen. Dahinter müssen Sie über Schneefelder bis zum Grat aufsteigen. Mit der Höhe hin wird der Grat immer schwieriger.

Obwohl es zu Beginn immer noch relativ leicht ist, wird es spätestens beim Kletteraufschwung sehr schwierig. Dort gibt es beim Aufstieg immer wieder Sicherungen wie zum Beispiel Dicke Fixseile und Eisenketten.

Da die Wegfindung in diesem Abschnitt sehr schwierig ist, müssen Sie vor allem auf Haken und Steinmännchen achten, welche den Weg markieren sollen. Weiter Nordseitig müssen Sie dann durch auf-und abklettereien weiter bis zum Pic Tyndall kommen, wo Sie auch eine Rast einlegen können.

Hinter dem Pic Tyndall können Sie dann durch schlecht zu erkennendes Gelände die letzten Meter bis zum Gipfel weitergehen.

Durch die Nordwand

Hinter dem Einstieg müssen Sie durch ein Firnfeld aufsteigen. Kurz vor seinem Ende führt der Weg nach rechts oben. An dem Felsdreieck wird stark erkennbar sein, dass Sie auf dem richtigen Weg sind.

Von dort aus müssen Sie durch markante Engstellen bis zur Schulter, wo auch Ueli Steck bei seiner Speed Begehung der Matterhorn Nordwand rauskam aufsteigen.

Nachdem Sie herausgekommen sind, müssen Sie weiter durch Mixedgelände bis zu einem sehr gut erkennbaren Wasserfall gehen, auf welchem Sie dann ca. 30 Meter aufsteigen müssen.

Am Ende des Wasserfalls müssen Sie dann noch einmal durch weiteres Mixedgelände bis zum Grat steigen, welchem Sie dann knapp 100 hm bis zum Gipfel folgen müssen!

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