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Matterhorn

Das Matterhorn in den Walliser Alpen ist mit einer Höhe von 4.478m nicht nur einer der höchsten, sondern auch einer der bekanntesten Berge der Alpen. Seine pyramidenartige Form übt auf Bergsteiger und Touristen eine enorme Faszination aus und sorgt dafür, dass das Wahrzeichen der Schweiz von zahlreichen Aussichtspunkten eine echte Sehenswürdigkeit ist.

Als majestätischer Grenzgipfel zwischen dem Kanton Wallis und der Region Aostatal zieht das Matterhorn, aufgrund seiner außergewöhnlichen Form, alle Blicke auf sich. Diese macht den alleinstehenden Felszahn über der idyllischen Gemeinde Zermatt auch zu einem der meist fotografierten Berge der Welt.

Die anspruchsvollen Gegebenheiten des Matterhorns, wie seine steilen, schroffen Flanken, der spitze Gipfel und die von Gletschern bedeckte Umgebung, sorgen zusätzlich dafür, dass der Berg zu einem alpinistischen Highlight wird. Doch obwohl er eine solch gigantische Höhe hat, lässt sich der Berg sogar ohne Gletscherkontakt vom Tal aus besteigen.

Anreise zum Matterhorn

Parkplatz: Adresse: Infos:
Matterhorn Terminal Täsch
Bahnhofplatz 7, 4031 Täsch
Über 2.000 Parkplätze, unter anderem auch mit Elektro-Ladestationen.

Mit dem Auto

Wenn du mit dem Auto zum Matterhorn anreisen möchtest, musst du zunächst bis nach Täsch fahren. Die kleine Gemeinde im Mattertal ist etwa 5 km weit von Zermatt entfernt und mit über 2.000 öffentlichen Parkplätzen die beste Parkmöglichkeit am Fuße des Matterhorn.

Da Zermatt autofrei ist, lässt man das Fahrzeug in Täsch stehen und kann von dort aus mit der Bahn, per Taxi- oder Limousinen-Service durch die einzigartige Gebirgswelt bis nach Zermatt fahren. In der Gemeinde startet bereits hinter dem Bahnhof die Wanderung zur Hörnlihütte, dem Ausgangspunkt der Matterhorn-Besteigung.

Mit der Bahn

Da Zermatt für den Privatverkehr unzugänglich ist, legen die meisten Bergsteiger auf dem Weg zum Matterhorn ohnehin ein Stück mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück. Wer sich dabei für die Bahn entscheidet, startet entweder in Visp oder im nahegelegenen Täsch und fährt anschließend mit der Brig-Visp-Zermatt-Bahn bzw. dem Zermatt Shuffle Zug bis zum Bergsteigerdorf am Fuße des Matterhorn.

Dort angekommen, startet die Wanderung wenige Meter hinter dem Bahnhof, von wo aus man schon zu Beginn faszinierende Blicke auf den bekanntesten Berg der Schweiz genießen kann.

Mit dem Bus

Auch für Busse ist die Region rund ums Matterhorn gut erschlossen. Wer hier aus weiter Ferne anreist, muss zunächst bis nach Visp oder Täsch fahren und anschließend mit der Bahn, per Taxi- oder Limousinen-Service in die autofreie Gemeinde Zermatt fahren.

Dort bieten sich bereits hinter dem Bahnhof unglaublich schöne Blicke aufs Matterhorn. Wer dieses besteigen möchte, wandert bis zur Hörnlihütte und startet an dieser die Bergtour auf den bekanntesten Berg der Schweiz.

Geschichte

Schon früh wurde das Matterhorn in Bergsteigerkreisen als einer der schönsten Berge der Welt angesehen. Seine magische Anziehungskraft lockte immer wieder Alpinisten in den Bann, die beim Versuch, in zu besteigen, jedoch zahlreiche Male scheiterten.

Erst im Jahre 1862 gelang es den Bergsteigern John Tyndall, Johann Josef Benet, Anton Walter, Jean-Jacques und Jean-Antoine Carrel, einen kleinen Meilenstein zu setzen. Sie bestiegen die Südwestschulter des Matterhorns, brachen an diesem Punkt jedoch ihre Tour ab, da der weitere Verlauf zu anspruchsvoll war.

Nur wenige Jahre später, im Jahre 1865, ereignete sich eine der bekanntesten Erstbesteigungen der Alpen. Nachdem die 7er-Seilschaft Whympers den 4.478m hohen Gipfel zum ersten Mal in der Geschichte erreicht hatte, kamen beim tragischen Abstieg 4 der insgesamt 7 Bergsteiger ums Leben.

Am 16. Juli 1865 fand Josef Marie Lochmatter während einer Rettungsaktion drei der vier Leichen auf dem Matterhorngletscher. Die Leiche von Lord Francis Douglas wurde nie gefunden.

Nachdem die 7er-Seilschaft trotz der Tragödie das Unmögliche möglich gemacht hatte, versuchten sich Carrel, Jean-Baptiste Bich und Amé Gorret erneut am Berg. Nur drei Tage nach der offiziellen Erstbesteigung gelang auch ihnen die Besteigung des Matterhorn.

Beeindruckendes Matterhorn - Eine Ikone der Alpen

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Trotz der atemberaubenden Schönheit des Matterhorns sind auch die Schattenseiten des Berges allgegenwärtig. Seit seiner Erstbesteigung im Jahre 1865 verging kein Jahr ohne tödliches Unglück am Matterhorn. Jährlich sterben etwa 8 bis 10 Personen bei dem Versuch, den schönsten Berg der Welt zu bezwingen. Insgesamt haben bis heute über 550 Menschen am Matterhorn ihr Leben verloren, weshalb der faszinierende Felszahn auch zu den gefährlichsten Bergen weltweit zählt.

Trotz dieser hohen Zahl an Unglücken hat die Gemeinde Zermatt das Matterhorn während der Corona-Pandemie als Symbol der Hoffnung genutzt. In dieser Zeit wurde das Wahrzeichen der Schweiz fünf Wochen lang beleuchtet. Die verschiedenen Projektionen sollten den Menschen Mut machen und der ganzen Welt Hoffnung schenken.

Diese Routen gibt es

Hinweis: Unsere Berichte über die Berge enthalten absichtlich keine genauen Angaben zur Schwierigkeit der Routen. Es ist unerlässlich, dass du dir selbst eine realistische Einschätzung der Bedingungen vor Ort machst. Wir sind kein Tourenportal und wollen lediglich aufzeigen, über welche Wege eine Besteigung möglich ist.

Das majestätische Matterhorn verzaubert Bergsteiger aus aller Welt, die danach streben, seinen Gipfel über eine Vielzahl von Routen zu erklimmen. Jeder Pfad bietet ein unvergleichliches Abenteuer und enthüllt dabei die atemberaubende Schönheit des Berges sowie eine spektakuläre Aussicht auf die umliegende Alpenlandschaft.

Die unterschiedlichen Routen variieren in Länge und Charakter, wobei jede einzelne ein maßgeschneidertes Erlebnis bietet. Um die Tour sicher zu gestalten, ist es unerlässlich, gut vorbereitet zu sein und sich je nach eigenen Erfahrungen der Expertise eines erfahrenen Bergführers anzuvertrauen. Besonders empfehlen können wir dir dafür die Bergschule Alpinewelten, die unter anderem geführte Bergtouren aufs Matterhorn anbietet.

Zu den bekanntesten Routen am Matterhorn, gehören folgende:

  • Hörnligrat (Normalweg)
  • Liongrat
  • Zmuttgrat
  • Furggengrat

Weitere Routen führen durch:

  • Die Nordwand
  • Die Ostwand
  • Die Westwand
  • Die Südwand

Ganz egal, welche Route du für dich auswählst - das Erreichen des Matterhorn-Gipfels ist ein unvergessliches Erlebnis und bietet ein Gefühl des Triumphs, das nur wenige andere Berge bieten können. Diese Erfahrung bleibt ein Leben lang im Herzen der Bergsteiger und ist ein traumhaftes Ereignis, auf das man mit Ehrfurcht und purer Freude zurückblickt.

Ein majestätisches Symbol der Alpen

Das Matterhorn, eine der bekanntesten und ikonischsten Bergformationen der Welt, hat im Laufe der Zeit eine tiefe kulturelle und symbolische Bedeutung erlangt. Mit seiner markanten Pyramidenform und seiner majestätischen Erscheinung ist es zu einem Sinnbild der Schweiz, der Alpen und der Faszination des Bergsteigens geworden. Das Matterhorn hat es geschafft, Menschen aus aller Welt in seinen Bann zu ziehen und ihre Vorstellungskraft zu beflügeln.

In der Werbung und im Tourismus wird der Berg oft als Symbol für die Schönheit, Stärke und Unberührtheit der Natur verwendet. Es verkörpert den Abenteuergeist, der tief in der menschlichen Seele verwurzelt ist und vermittelt ein Gefühl von Ehrfurcht und Demut. Als wichtiger Teil der alpinen Szene und einer der meistfotografierten Berge der Welt hat das Matterhorn eine starke Präsenz in der globalen Kultur. 

Es ist zudem auch ein Symbol der nationalen Identität der Schweiz, indem es die Werte von Präzision, Zuverlässigkeit und Qualität repräsentiert, die oft mit dem Land in Verbindung gebracht werden. Auf diese Weise hat das Matterhorn nicht nur eine natürliche, sondern auch eine kulturelle Landschaft geprägt und bleibt ein inspirierendes Zeugnis der Anziehungskraft und Bedeutung von Bergen in der menschlichen Erfahrung.

Berghütten und Infrastruktur

Das Matterhorn und seine Umgebung bieten Bergsteigern und Naturliebhabern eine Vielzahl von Berghütten und Ferienunterkünften, die als idealer Ausgangspunkt für Aktivitäten in den Alpen dienen. Zu den bekanntesten Hütten am Matterhorn gehören die Hörnlihütte, die Solvayhütte und die Schönbielhütte. Sie bieten nicht nur die Möglichkeit, die Schönheit der Alpen aus nächster Nähe zu erleben, sondern unter anderem auch, die Besteigung des Matterhorn kraftsparend über mehrere Tage zu verteilen.

Ganz egal, ob man in einer rustikalen Berghütte direkt am Berg oder einer gemütlichen Ferienwohnung in Zermatt wohnt, die Infrastruktur rund um das Matterhorn ist darauf ausgelegt, den Bedürfnissen der Gäste gerecht zu werden. Von Restaurants und Geschäften über Bergbahnen und Wanderwege bis hin zu geführten Touren und Outdoor-Aktivitäten - Zermatt und das Matterhorn bieten ein unvergessliches Urlaubserlebnis für jeden Geschmack.

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