Die Natur ist das wahrscheinlich wertvollste, was es auf dieser Welt gibt. Die unglaublich faszinierenden Gebirgszüge, rauschende Flüsse und die satten Farben der Blumen geben den meisten Menschen nämlich genau die Ruhe, nach der sie sich in ihrem Alltag ständig sehnen. Doch wie so vieles, ist auch die Natur vergänglich.

Daher möchten wir dir ein paar Verhaltensregeln an die Hand geben, wenn du das nächste Mal in den Bergen unterwegs bist. Denn wie Richard von Weizsäcker schon sagte, sind wir nicht die Herren der Natur, sondern nur ein Teil von ihr. Und genau deswegen sollten wir auf sie achten, um die Natur in all ihren wunderschönen Farben auch noch in einigen Jahren genießen zu können.

verhaltensregeln in den bergen

1. Bleibe auf den vorgegebenen Wegen

Immer wieder kommt es vor, dass Menschen abseits der vorgegebenen Wege unterwegs sind und dabei seltene Pflanzen zerstören oder Tiere abschrecken. Doch nicht ohne Grund werden die Wege so ausgewählt, wie sie sind. Denn schon wenige Meter abseits dieser können sich Bauten von Scheuen Tieren befinden oder eben sehr seltene Pflanzen wie das Edelweiß wachsen.

Hinzu kommt noch, dass die vorgegebenen Wege auch zur eigenen Sicherheit dienen. Denn schon oft kam es zu schweren Unfällen, weil Wanderer die Wege verlassen haben, dadurch keine Orientierung mehr hatten und dann abstürzten.

2. Hinterlasse die Natur so, wie du sie vorgefunden hast

Das Müll in der Natur ein immer größeres Problem ist, wird den meisten vermutlich klar sein. Und genau deswegen sollte jeder auf sich selbst achten und seinen eigenen Müll wieder mitnehmen. Denn der hat am Berg rein gar nichts zu suchen. Glasflaschen können Waldbrände auslösen und Plastik kann für die dort lebenden Tiere zur tödlichen Gefahr werden.

Nehme dir am besten eine Mülltüte mit, damit du deinen eigens produzierten Müll nach der Wanderung ganz einfach entsorgen kannst. Und auch wenn du Müll von anderen siehst, dann sei bitte so nett, und nehme diesen zum Wohl der Natur wieder mit ins Tal.

verhaltensregeln für die berge

3. Wildcampen ist ein No-Go

Das Wildcampen in den Bergen immer beliebter geworden ist, zeigt sich besonders gut am Schrecksee in den Allgäuer Alpen, bei dem sogar schon die Polizei die dort aufgebauten Zelte kontrollieren muss. Wenn du also unbedingt in der Natur zelten möchtest, dann frage vorher bitte nach einer Sondergenehmigung oder informiere dich, ob das Zelten in dieser Region grundsätzlich erlaubt ist.

4. Mache die Bilder vom Wanderweg aus

Was sich im ersten Moment vielleicht gar nicht so schlimm anhört, wird beim genaueren hinschauen allerdings zum Fluch für Tiere. Besonders in Nationalparks ist das Drohnen fliegen nämlich grundsätzlich verboten. Denn mit dem Gesumme der fliegenden Kamera störst du nicht nur andere Wanderer, sondern kannst auch hier wieder scheue Tiere aufschrecken.

Doch auch beim Drohnen fliegen kannst du vorher nach Sondergenehmigungen fragen oder in Bereiche gehen, wo das Fliegen erlaubt ist.

verhalten in den bergen

5. Kühe sind keine Haustiere

Wenn du an einer Kuhherde vorbeikommst, dann verhalte dich wie gewohnt und mache keine hektischen Bewegungen. Besonders wenn Jungtiere dabei sind, können diese die Muttertiere nämlich schnell aggressiv werden lassen. Und auch wenn du unbedingt ein Bild mit der Kuh machen möchtest, dränge sie nicht dazu, aufzustehen oder zu einem bestimmten Platz zu gehen.

Wenn sie allerdings sowieso auf dem Weg steht oder sogar zu dir kommt, kannst du mit einem gewissen Abstand selbstverständlich ohne Probleme ein schönes Erinnerungsfoto schießen.

6. Gehe nur bei guten Bedingungen auf den Berg

Wenn ein Gewitter vorhergesagt ist, die Bedingungen sehr schlecht sind oder deine Kondition im Eimer ist, dann bleibe einfach mal im Tal und mache dir dort einen schönen Tag. Denn wenn bei solch schlechten Bedingungen Unfälle passieren, bringst du dich nicht nur selber in Gefahr, sondern auch die Bergwacht, die selbst in solchen Situationen ausrückt.

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