Wenn du selber Bergsteigen oder Klettern gehst, hast du dir vielleicht auch schonmal ein paar Sprüche dazu anhören müssen, warum deine Fingernägel immer kurz oder abgebrochen sind, du überall Kreide an den Klamotten hast, warum du mehr Steigeisen als Schuhe hast und wo zum Teufel schon wieder die Zahnbürste hinverschwunden ist.

An einigen bestimmten Dingen merkt man ganz offensichtlich, ob sich die Person vor dir einfach nur seit einiger Zeit keine Haare mehr gekämmt hat oder ob sie doch ein Kletterer bzw. Bergsteiger ist. Diese Merkmale möchten wir dir vorstellen und hoffen, dass du dich, falls du selber ein Bergsteiger bist, in den ein- oder anderen Dingen wiederfindest.

Gewohnheiten von BergsteigernTourenplanung am Arbeitsplatz

Die Bergtour eines echten Bergsteigers beginnt bereits am Arbeitsplatz. Während alle anderen Arbeiten, öffnet man kurz die Karte und guckt sich die aktuellen Verhältnisse am Berg an. Ein traumhafter Moment ist es, wenn man die eigene Tour von vorne bis hinten planen kann. Dabei geht es jedoch letztendlich weniger um den Plan, da man ihn sowieso schon vor mehreren Monaten erstellt hat, sondern mehr darum, sich mit den Bergen beschäftigen zu können.

Yeti oder Mensch?!

Wer mal ein Wochenende auf der Berghütte verbracht hat, fragt sich bei dem ein oder anderen Bergsteiger doch schonmal, ob es sich dabei wirklich um einen Menschen oder doch eher um den Yeti handelt. Zottelige Haare die das Gesicht verdecken und zu große The Mountains are Calling“ T-Shirts, die als Nachthemden benutzt werden sind Standard unter Bergsteigern.

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Kaputte Hände kennt Alexander Megos zu gut! ©RedBull

Kaputte Finger

Jedem Bergsteiger ist es schonmal passiert, dass man sich an einem Felsen oder Klettergriff nicht mehr halten konnte, abgerutscht ist und sich die komplette Haut aufgerissen hat. Kein schöner Anblick, welcher jedoch genau so sehr zum Alltag eines jeden Kletterers gehört wie der Kaffee am Morgen. Manche extremen Bergfexe machen sich die Haut allerdings nicht bei Unfällen kaputt, sondern hängen einfach von morgens bis abends in den Bergen rum und bekommen dann von mehreren Stunden Klettern aufgeschürfte Finger.

Hast du überhaupt ein Zuhause?

Manche Menschen möchten Fluglotsen werden, um die Welt zu sehen und zu bereisen, andere werden einfach Bergsteiger. Wer intensives Bergsteigen betreibt, könnte die Wohnung im Sommer schon fast weitervermieten, da vor allem zu dieser Jahreszeit Berghütten, Zelte und Biwaksäcke der Wohnort eines jeden Bergsteigers ist.

Wo ist schon wieder die Zahnbürste hin?

Hast du dich auch schonmal dabei erwischt, wie du deine Chalk Brush verlegt hast und stattdessen zur Zahnbürste deiner Frau gegriffen hast? Ein beliebter Trick unter Bergsteigern und Kletterern, der bei allen anderen im Haushalt jedoch nicht so gut ankommt. Wenn die Frau das nächste Mal also wieder fragt, wo die Zahnbürste hin ist, sag lieber, dass der Hund sie gefressen hat. Ist einfacher zu erklären ; )

Gewohnheiten von Bergsteigern Bergwelten

Reinhold Messner, der bekannteste Bergsteiger unserer Zeit ©Bergwelten

Karabiner am Gürtel

Egal wo man sich befindet. Sobald ein Bergsteiger den Raum betritt, hört man dies schon von weitem, da das Klimpern der Karabinder nicht zu überhören ist. Manch einer trägt sie als Kette um den Hals, benutzt sie als Flaschenöffner oder hat sie einfach nur dabei, falls man während des Stadtbummels mal in eine Spalte fällt.

Lass da Mal raufgehen

Hast du diesen Satz beim Wandern auch schonmal gehört? Dann kannst du dir ziemlich sicher sein, dass du mit einem Bergsteiger unterwegs warst. Denn nur Bergsteiger kommen manchmal auf die Idee, diesen einen kleinen Hügel, der ja nur 3.000 Höhenmeter hat kurz rauf zu spazieren. Besonders groß ist der Wunsch danach, wenn an diesem Tag kein anderer am Berg unterwegs ist. Was er auf keinen Fall mag sind flache Wege und viele Menschen. Das ist das allerletzte!

Flip Flops und Daunenjacken

Egal ob es gerade Winter, Sommer, Frühling oder Herbst ist. Das Outfit, was ein Bergsteiger beim Klettern immer anzieht sind die bekannten Flip Flops in Kombination mit einer dicken Daunenjacke. Dazu noch eine warme Wollmütze und der perfekte Klettertag kann kommen.

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