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Kann ich Wasser aus dem Bergbach trinken?

Beim Wandern in den Bergen ist es oft verlockend, Wasser direkt aus einem sprudelnden Gebirgsbach oder einem kristallklaren Bergsee zu trinken. Die Szenerie ist atemberaubend und der Gedanke an frisches, kühles Wasser direkt aus der Natur ist besonders verlockend, wenn der Durst groß ist. Doch die Frage, die sich viele stellen, ist: Wie sicher ist es, dieses Wasser zu trinken? Auf den ersten Blick mag das Wasser sauber und rein erscheinen, doch die tatsächliche Qualität lässt sich ohne genaue Untersuchung nur schwer einschätzen.

In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf das Thema. Wir untersuchen, welche Risiken beim Trinken von ungefiltertem Wasser aus Gebirgsbächen und -seen bestehen können und ob es überhaupt ratsam ist, sich darauf zu verlassen. Wir beleuchten auch, welche Maßnahmen ergriffen werden können, um diese Risiken zu minimieren, und geben praktische Ratschläge für Wanderer und Naturliebhaber, die die Bergwelt sicher und verantwortungsvoll genießen möchten.

Bergbach, Bergsee... Was gibt es überhaupt?

In der Bergwelt begegnen uns zwei bekannte Arten von natürlichen Wasserquellen: Bergbäche und Bergseen. Bergbäche, geprägt durch das kontinuierliche Schmelzen von Schnee und Eis, fließen schnell und sammeln auf ihrem Weg natürliche Mineralien. Sie sind oft klar und kalt, was sie auf den ersten Blick als ideale Trinkwasserquellen erscheinen lässt. Bergseen hingegen entstehen oft, wenn Wasser in natürlichen Becken gesammelt wird, oft in Mulden, die von zurückweichenden Gletschern hinterlassen wurden. Obwohl sie ruhiger sind, können auch sie eine Vielzahl von Mineralien enthalten.

Trotz ihrer unberührten Herkunft sind diese Gewässer nicht automatisch frei von Verunreinigungen. Natürliche Einflüsse wie Wildtiere und umliegende Vegetation sowie menschliche Aktivitäten können die Wasserqualität beeinträchtigen. Es ist daher wichtig, nicht davon auszugehen, dass das Wasser aus diesen Quellen immer ohne vorherige Aufbereitung sicher zu trinken ist. 

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Unser Tipp

Wenn es möglich ist, wandere lieber zur nächsten Hütte oder zurück ins Tal, bevor du aus einem Bergbach trinkst.

Für Wanderer und Outdoor-Enthusiasten ist es entscheidend, sich über die Risiken im Klaren zu sein und geeignete Methoden zur Wasserreinigung zu kennen, bevor sie sich entscheiden, Wasser direkt aus einem Bergbach oder Bergsee zu entnehmen. Erst dann kann man für sich entscheiden, ob man aus einem Bergbach trinkt oder eher nicht.

Potenzielle Risiken beim Trinken aus Bergbächen und Bergseen

Das direkte Trinken aus Gebirgsbächen und -seen birgt Risiken, die über das bloße Vorhandensein von Mikroorganismen hinausgehen. Nicht selten verrichten Wanderer, Wildtiere oder Weidevieh ihre Notdurft in der Nähe oder sogar direkt im Wasser. Diese direkten Einträge können das Wasser mit schädlichen Bakterien und Viren belasten, die gesundheitliche Folgen haben können. Auch tote Tiere im oder am Wasser können als Quelle von Krankheitserregern die Wasserqualität erheblich beeinträchtigen.

Bei Bergseen stellt das stehende Wasser ein zusätzliches Problem dar. Im Gegensatz zu fließenden Gewässern können sich in ruhigen Seen Algen und Mikroben ansammeln, die sich unter bestimmten Bedingungen stark vermehren können. Dies kann nicht nur zu einer Verschlechterung der Wasserqualität führen, sondern auch gesundheitliche Risiken wie Hautreizungen oder Magen-Darm-Beschwerden nach dem Trinken des Wassers erhöhen. 

Angesichts dieser Risiken ist bei der Nutzung von Gebirgsgewässern als Trinkwasserquelle Vorsicht geboten. Moderne Aufbereitungsmethoden wie Wasserfilter, chemische Tabletten oder das Abkochen des Wassers sind wirksame Maßnahmen, um die meisten Schadstoffe zu entfernen.

Methoden zur Wasseraufbereitung und -reinigung in der Wildnis

Es gibt mehrere praktische Methoden zur Wasseraufbereitung in der Wildnis, die Wanderern und Outdoor-Enthusiasten den Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen. Tragbare Wasserfilter sind eine beliebte Wahl, da sie die meisten Bakterien und Protozoen effektiv entfernen können. Ihre Handlichkeit und einfache Handhabung machen sie zu einem unverzichtbaren Begleiter auf Touren, bei denen Gewicht und Platz eine Rolle spielen. Trotz ihrer Wirksamkeit bei der Entfernung von Mikroorganismen können sie jedoch nicht alle chemischen Verunreinigungen herausfiltern.

Chemische Tabletten, oft auf der Basis von Chlor oder Jod, bieten eine alternative Methode zur Wasserdesinfektion. Sie sind klein, leicht und einfach anzuwenden, erfordern jedoch eine Wartezeit, bevor das Wasser sicher getrunken werden kann. Ein Nachteil dieser Methode kann der veränderte Geschmack des Wassers sein, der von manchen Nutzern als unangenehm empfunden wird. 

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Unser Tipp

Gesunder Menschenverstand ist immer wichtig. Du alleine entscheidest, ob du die potenziellen Risiken am Ende in Kauf nimmst. Wir würden empfehlen, bei den kleinsten Bedenken lieber auf das Trinken des Wassers zu verzichten.

Das Abkochen von Wasser gilt als eine der sichersten Methoden der Wasseraufbereitung, da es viele Arten von Krankheitserregern zuverlässig abtötet. Diese Methode ist besonders in Situationen zu empfehlen, in denen die Wasserqualität stark in Frage gestellt ist. Sie erfordert jedoch eine Wärmequelle und Zeit, was sie auf langen Wanderungen weniger praktikabel macht als Filter oder chemische Behandlungen.

Zur Not: Darauf solltest du achten

Wenn man in eine Situation gerät, in der man nicht mehr bis zur nächsten Hütte wandern oder ins Tal absteigen kann, um zu trinken, gibt es einige Regeln, die man befolgen sollte, um das Risiko zu minimieren. In solchen Situationen ist es ratsam, Wasser aus einer möglichst sauberen Quelle zu entnehmen. Als Faustregel gilt: Je näher an der Quelle, desto besser. Wasser, das direkt aus einer Quelle kommt, ist in der Regel weniger belastet als Wasser, das bereits einen langen Weg zurückgelegt und dabei möglicherweise Schadstoffe aufgenommen hat.

Fließendes Wasser ist zu bevorzugen, da in stehenden Gewässern wie Seen oder Tümpeln die Gefahr der Anreicherung von Mikroorganismen und Algen größer ist. Fließendes Wasser hingegen ist durch die ständige Bewegung weniger anfällig für eine solche Anreicherung. Achte auch auf die Umgebung: Gewässer, die weit entfernt von Weiden oder beliebten Campingplätzen liegen, sind in der Regel sauberer. 

Wenn du dennoch aus einem natürlichen Gewässer trinken musst, versuche, möglichst klares Wasser zu finden. Vermeide Gewässer in der Nähe von abgestorbenen Bäumen, großen Ansammlungen von Blättern oder anderem organischen Material, da diese die Wasserqualität beeinträchtigen können. Dies ist zwar keine perfekte Lösung, aber im Notfall können diese Tipps helfen, das Risiko von Gesundheitsproblemen zu verringern.

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