Mit 16 Jahren auf den höchsten Berg Europas!

Elbrus Ueberschreitung

Die Nordseite des Elbrus ist oft Menschenleer und einsam. So liebe ich die Berge 🙂

In wenigen Wochen ist es soweit. Ich werde den Berg Elbrus überschreiten und bezwinge damit meinen ersten 7 Summit! Ich freue mich sehr und bin mega-gespannt, was ich erleben werde. Meine persönliche Rekordhöhe liegt bei 4.554 m, welche ich letztes Jahr auf der Signalkuppe aufgestellt habe. Und in diesem Jahr werde ich sie auf dem Elbrus (5.642 m) toppen.

Das bin ich auf dem Gipfel der Vincentpyramide 😉

In diesem Beitrag möchte ich euch die Tour zunächst einmal vorstellen, damit ihr euch einen Überblick verschaffen könnt, da ihr auf Instagram bestimmt schon viel von dieser aufregenden Tour gehört habt!

Vor Sturm und Kälte kann ich mich mit einer guten Ausrüstung schützen.

Vom 12. bis zum 25. Juli werde ich am höchsten Berg Europas unterwegs sein. In diesen 2 Wochen haben wir (eine Gruppe von maximal 12 Bergsteigern und Ich) genügend Zeit, um uns für den Aufstieg bis in eine Höhe von fast 6.000 m zu akklimatisieren.

Die Höhe ist beim Elbrus jedoch nicht die größte Gefahr, sondern Sturm und Kälte, welche auch im Sommer für Temperaturen bis zu -30°C sorgen können! Daher, so lese ich überall, ist eine gute Ausrüstung unbedingt notwendig. Die letzten Jahre habe ich mir hochwertiges Equipment zusammengespart, vom Eispickel bis zu den Steigeisen. Ich bin gerüstet!

Elbrus ueberschreitung Gipfel

Der Gipfel des Elbrus. Das Ziel, auf das ich schon seit einem Jahr hinarbeite.

So verläuft die Tour

Tag 1: Am ersten Tag fliege ich von Frankfurt bis nach Moskau. Dort habe ich 2 Stunden Zeit, um zum nächsten Flieger zu gelangen, der mich dann weiter in’s berühmte Bergsteigerdorf Mineralnye Vody bringt. Dort treffe ich meine Gruppe, mit der wir unsere Ausrüstung nochmal durchgehen.

 

Tag 2:  Morgens können wir in Mineralnye Vody die letzten Einkäufe erledigen, bevor wir für die nächsten 2 Wochen keinen Supermarkt mehr vor Gesicht bekommen. Später werden wir mit einem Geländewagen zum Elbrus fahren. Dort werde ich den weißen Riesen zum ersten Mal sehen! Nach der Anreise ins nordseitige Basislager werden wir die erste Akklimatisationstour zu den warmen Quellen machen, in denen wir dann hoffentlich auch schwimmen können : )

 

Tag 3: Am 3. Tag steigen wir bis ins Lager an der Gletscherzunge am Elbrus auf, wo wir unser Material deponieren können. Auch dieser Tag dient vor allem der Akklimatisation.

 

Tag 4: Nach einer Nacht im Zelt steigen wir in das sogenannte Camp Nicolja / Severnyi Hut bis auf 3720m auf. Dabei bewältigen wir 1100 hm in ungefähr 4 Stunden!

 

Tag 5: An diesem Tag überschreiten wir noch nicht den Elbrus, sondern die 4000 m Marke ; ) Darüber hinaus üben wir noch einmal das Sichern am Gletscher und die Spaltenbergung, was ich total wichtig finde, da ich Touren auf 5000er auch mal ohne Bergführer machen möchte.

 

Tag 6: Am 6. Tag geht der Aufstieg weiter. Wir steigen bis zu den Lenzfelsen (4.600 m) auf, wo wir auch eine Nacht im Zelt verbringen können. Diese wird dann aber höchstwahrscheinlich sehr kalt und ungemütlich. Wenn die Gruppe fit ist, können wir sogar schon an diesem Tag den Ostgipfel des Elbrus ( 5.620 m) erreichen.

 

Tag 7: Ein eher gemütlicher Tag. Vor dem Gipfelaufstieg legen wir einen ganzen Tag Ruhe ein. Dies dient vor allem der Regeneration. An diesem Tag werde ich viele Bilder und Videos für euch machen.

 

Tag 8: Der große Tag ist gekommen. Um 0:00 Uhr stehen wir auf, queren den Elbrus-Sattel (5300m), wo wir unser Material deponieren können, erleben hoffentlich einen tollen Sonnenaufgang am Gletscher und steigen die letzten Meter bis zum Westgipfel (5.642 m), dem Dach von Europa auf. Über die Pastuchov-Felsen steigen wir bis zu den bekannten Botschki (tonnenartigen Hütten auf ca. 3200m) ab.

 

Tag 9: Dieser Tag ist ein Reservetag, falls wir den Aufstieg wegen zu schwierigen Bedingungen abbrechen müssen.

 

Tag 10/11: Nach der Besteigung des Elbrus steigen wir ins Baksan Tal ab und erkunden weitere Orte des Kaukasus.

 

Tag 12: Für mich der wohl traurigste Tag, weil an diesem Tag der Heimflug aus dem schönen Kaukasus ansteht ; )

 

In den Bergen kann es immer zu gefährlichen Situationen und Komplikationen kommen. Jedoch hoffe ich, dass die Tour ungefähr nach diesem Plan verläuft.

Ich halte euch auf dem Laufenden und wünsche euch viel Spaß in den Bergen!

Die nächsten Beiträge über die Elbrus Überschreitung