2259m

HoefatsMitten im Allgäu gelegen ragt die mächtige Höfats aus einer wunderschönen Landschaft empor. Sie ist ein 2.259m hoher Berg, dessen Besteigung als eine der schwierigsten im Allgäu gilt. Dies liegt vor allem an der Steilheit des Berges. Wer jedoch am Gipfel angekommen ist, kann eine atemberaubende Aussicht auf viele Gipfel in der Region genießen. Dazu gehört unter anderem auch das Nebelhorn.

Mit einigen weiteren Gipfeln wie dem Rauheck, trennt die Höfats das Oytal vom wunderschönen Dietersbachtal, welches ein Seitental des Trettachtales bei Oberstdorf im Allgäu ist. Nicht nur die Besteigung der Höfats, sondern auch der Anblick von entfernten Gipfeln lohnt sich, da sie von weitem einer wunderschönen Krone gleicht.

Anreise zur Höfats

HöfatsMit dem Auto

Wenn Sie mit dem Auto zur Höfats anreisen möchten, empfiehlt es sich zunächst über die B19 nach Oberstdorf zu fahren. Dort angekommen müssen Sie der Beschilderung zum Golfplatz folgen. Die letzte Parkmöglichkeit befindet sich auf dem kostenpflichtigen Parkplatz Renksteg, wo dann auch die Tour zum Gipfel beginnt.

Mit der Bahn

Wer mit der Bahn anreisen möchte, kann zunächst bis nach Oberstdorf fahren. Dort müssen Sie dann mit dem Linienbus 9763, welcher auch als Bergsteigerlinie bekannt ist bis zum Christlessee fahren. Dadurch verkürzen Sie die Tour um 5 km.

Mit dem Bus

Wenn Sie sich dazu entscheiden mit dem Bus anzureisen, können Sie zunächst bis nach Oberstdorf fahren. Auch dort müssen Sie dann umsteigen und mit dem Linienbus 9763, welcher als Bergsteigerlinie bekannt ist weiter bis zum Christlessee fahren. Dadurch verkürzen Sie die Tour zum Gipfel um 5km.

Mit dem Fahrrad

Wenn Sie eine sehr sportliche Tour unternehmen möchten, können Sie auch mit dem Fahrrad den Weg um einige Kilometer verkürzen, indem Sie bis zum Bergbauerndorf Gerstruben fahren, von wo aus Sie dann die Tour starten. Dadurch entfällt allerdings der schöne und spektakuläre Steig durch den Hölltobel, welcher unter Wanderern und Bergsteigern sehr beliebt ist.

Geschichte

HoefatsNachdem im Jahre 1848 durch den Botaniker Otto Sendtner der Gipfel der Höfats bestiegen wurde, wurde im Jahre 1853 bekannt, dass der Westgipfel der Höfats schon vor der Besteigung des Botaniker Otto Sendter von Einheimischen aus Gerstruben erreicht wurde.

Früher dachte man viel darüber nach, woher die Höfats ihren Namen hatte. Dabei versuchte August Kübler bereits im Jahre 1909 die Erklärung durchzusetzen, dass sich der Name vom Sprichwort „Wo alles sich hebt, wo alles emporragt herleitet. Diese Vermutung konnte jedoch Thaddäus Steiner nach langer Forschung widerlegen.

Später, im 21. Jahrhundert stellte Thaddäus Steiner die Vermutung auf, dass sich Höfats von „Höchatz“ ableitet, was übersetzt so viel wie hochgelegene Weide bedeutet. Nach Oberstdorfer Mundart wird ein mittelhochdeutsches „ch“ oft als „f“ ausgesprochen, was seine These bisher als die plausibelste darlegt.




Allgemeines

höfatsWegen ihrer geringen Höhe wird die Höfats von vielen Bergsteigern oft unterschätzt. Immer wieder kommt es zu Abstürzen und Orientierungsfehlern beim Auf- oder Abstieg, was deutlich macht, dass die Besteigung nur für erfahrene Bergsteiger und Wanderer geeignet ist.

Die Gefahren an der Höfats sind vor allem die exponierten Stellen, sowie die Steilheit und die Vegetation. Da die Hänge der Höfats von Gras überzogen sind, können diese vor allem bei Regen und Schnee sehr schnell zu tödlichen Gefahren werden, indem sie mit der Zeit nass und rutschig werden.

Diese Routen gibt es

hoefats

Höfats Überschreitung

Die Tour startet am Christlessee und führt zunächst über die Trettachbrücke in Richtung Hölltobel. Nachdem Sie das Tobel durchquert haben, müssen Sie dem Weg vorerst noch bis zum wunderschönen Dorf Gerstruben, wo Sie auch eine Rast einlegen können, folgen.

Anschließend führt Sie der Weg dann in das Gerstrubental und später über die Höfatswand bis auf einen Grashang, an welchem Sie weiter aufsteigen müssen. Hinter einigen Kletterpassagen erreichen Sie dann den Gipfel der Höfats.

Nach einer wohlverdienten Pause am Gipfel mit traumhafter Aussicht können Sie wieder über den Falkenberg (2.003 m) und den Älpelesattel (1.780 m) bis zur Dietersbach-Alpe absteigen und von dort aus den Schildern nach zurück durch das Dorf Gerstruben bis zum Augangspunkt am Christlessee wandern.

Die Tour in Daten

Länge: 13,2km
Dauer: 7:00h
Höhenmeter bergauf: 1.045hm
Höhenmeter bergab: 940hm

 

Über den Südgrat

Die Tour über den Südgrat startet auf dem Parkplatz Renksteg, von wo aus Sie zunächst der Straße in Richtung Gerstruben folgen müssen. Durch den Hölltobel und über den Tobelweg geht es immer weiter in Richtung Gerstruben. Vorbei an der Alpe-Dietersbach steigen Sie anschließend weiter durch den Wald zum Älpelesattel auf.

Weiter oben müssen Sie nur noch dem schmalen Pfad folgen, welcher Sie in Richtung Südgrat führen wird. Der immer steiler werdende Südgrat erfordert absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Diesem folgen Sie dann durch die Schlüsselstelle, welche für viele Bergsteiger schon der frühzeitige Umkehrpunkt ist, bis Sie den Südostgipfel der Höfats (2258 m) erreichen.

Die Tour in Daten

Länge: 20km
Dauer: 7:00h
Höhenmeter bergauf: 1.500hm
Höhenmeter bergab: 1.500hm

 

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