6.425m

coropuna

Der Coropuna befindet sich im südlichen Teil Perus und ist mit einer Höhe von 6.425m der höchste Vulkan des Landes. Dies lässt ihn nicht nur schon von weitem aus erkennbar machen, sondern macht den dritthöchsten Berg Perus auch attraktiver für Wanderer und Bergsteiger.

Zwar ist die Bergtour bis zum höchsten Punkt keine technisch schwierige, allerdings darf sie dennoch nicht unterschätzt werden, da der Coropuna sehr hoch liegt und damit ein erhöhtes Gefahrenpotential in Verbindung mit der Höhenkrankheit herrscht.

Doch nicht nur die Höhe macht den 6.425m hohen Berg zu einem der wohl gefährlichsten in den Anden. Auch Höhenstürme und je nach Jahreszeit starker Niederschlag sowie Gletscherspalten erschweren den Aufstieg, der meist in Arequipa beginnt.

Anreise zum Coropuna

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Mit dem Flugzeug

Da der Coropuna in Peru liegt und von Arequipa aus bestiegen wird, muss man zunächst bis in die Hauptstadt der gleichnamigen Region anreisen. Dafür eignet sich am besten ein Flug von zahlreichen internationalen Flughäfen aus bis zum Flughafen Arequipa.

Mit dem Auto

Die eigentliche Besteigung des Coropuna beginnt noch nicht in Arequipa. Zunächst muss man von dort aus nämlich noch ein Stück mit dem Auto zurücklegen. Dieses dauert in etwa 8 Stunden und endet am Laguna Pallacocha, einem See, wo man das Basislager aufschlagen kann. Dafür fährt man zu Beginn über die S1 und 105 nach Chuquibamba, von wo man dann auf einem Schotterweg den See erreicht.

Mit dem Bus

Auch mit dem Bus hat man die Möglichkeit, von Arequipa aus in Richtung Laguna Pallacocha zu fahren. Da der See allerdings auf fast 4.800m liegt und die Schotterstraße je nach Bedingungen nur von Geländewagen befahren werden kann, ist es möglich, dass man bei der Anreise mit dem Bus etwas weiter unten aussteigt und die Schotterstraße bis zum See hochlaufen muss.

Geschichte

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Da der Coropuna ein mittlerweile schlafender Schichtvulkan ist, geht die Geschichte des Berges besonders auf die Ausbrüche zurück. Der letzte bekannte Ausbruch ereignete sich im Holozän, einem Zeitabschnitt der Erdgeschichte, der vor etwa 12.000 Jahren begann.

Aufgrund der enormen Höhe des Berges war auch sein Gipfel schon seit langer Zeit mit Gletschern bedeckt. Da allerdings die Erderwärmung auf allen Teilen des Planeten stattfindet, schmolzen auch hier die Gletscher immer weiter ab.

So gab eine Messung der Gletscher Auskunft darüber, dass diese vom Jahre 1955 bis zum Jahre 2003 um mindestens 54% geschrumpft sind. Das Schmelzen hat allerdings nicht nur Auswirkungen auf die Besteigung des Berges.

Mindestens 50.000 Menschen werden vom Schmelzwasser des Gletschers am Coropuna mit Trinkwasser versorgt. Würde der Berg Messungen zufolge tatsächlich schon im Jahre 2120 Eisfrei sein, hätten auch die Bewohner rund um den Berg große Probleme mit der Trinkwasserversorgung.

Routen auf den Coropuna

coropuna besteigen

Vom Laguna Pallacocha auf den Coropuna

Die Besteigung des Coropuna beginnt am Laguna Pallacocha, wo man am Tag vorher das erste Lager aufschlagen konnte. Je nach Schneelage, ist es auch möglich, vorbei am See bis auf eine Höhe von ca. 5.100m zu fahren.

Wer allerdings vom See aus startet, wandert zu Beginn über die Schotterstraße, Steine und Vulkansand, einige Zeit später über das Eis bis zum Hochlager. Dieses befindet sich auf ungefähr 5.500m und bietet unglaublich schöne Blicke über die umliegende Bergwelt.

Auch hier verbringt man aufgrund der Akklimatisation wieder eine Nacht, bevor es am nächsten Morgen über den Gletscher weiter bergauf geht. Da der Gletscher teilweise mit Spalten bedeckt ist, ist hier besondere Vorsicht geboten.

Am besten wandert man am steilen Hang relativ weit westlich auf, da es dort nicht ganz so gefährlich ist. Der Weg auf diesem Hang ist gut an den Felsen zu erkennen, die teilweise aus dem Eis hinausragen.

Nachdem man dann den Gipfel erreicht hat, wo man wunderbare Blicke bis zum Chachani und darüber hinaus genießen kann, führt der Weg zurück zum Hochlager und von dort aus bis zum Basecamp, wo man dann mit dem Auto nach Arequipa, dem Ausgangspunkt zurückfahren kann.

Die Tour in Daten

Tage: 3-4
Länge: 18km
Höhenmeter bergauf:
1.600hm
Höhenmeter bergab: 1.600hm

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