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Ausangate

Der Ausangate ist ein 6.384m hoher Berg in Peru und liegt südöstlich von Cusco am westlichen Rande der Cordillera Vilcanota. Seine gewaltige Höhe macht ihn zum fünfthöchsten Berg Perus und damit gleichzeitig auch zu einem der interessantesten Berge des Landes.

Der Ausangate Trek, der die wahrscheinlich schönste Tour am Berg ist, beeindruckt vor allem dadurch, dass man für die insgesamt sechs Tage lange Tour kein Permit benötigt und den Großteil der Wanderung in völliger Einsamkeit gehen kann.

Hier, wo das einfache Leben auf mächtige Naturgewalten trifft, kann man während einer Wanderung die fast unberührte Natur genießen und die Zivilisation hinter sich lassen.

Anreise zum Ausangate

Mit dem Flugzeug

Wer aus dem Ausland zum fünfthöchsten Berg Perus anreisen möchte, muss zunächst bis zum Aeropuerto Alejandro Velasco Astete, dem internationalen Flughafen in Cusco fliegen. Besonders gängig ist dabei die Reiseroute über Lima, die Hauptstadt des Landes, bis zum Zielflughafen.

Mit dem Auto

In Cusco angekommen, kann man über die beiden Orte Urcos und Ocongate in ca. 5 Autostunden bis nach Tinqui fahren. Bereits hierbei spürt man anhand der teilweise sehr holprigen Straße, wie sich die Zivilisation immer weiter entfernt.

Mit dem Bus

Wer sich kein eigenes Auto mieten möchte, kann auch mit dem Bus von Cusco bis nach Tinqui fahren. Die Busse fahren dafür jeweils um 7 Uhr morgens in der Nähe des “Coliseo Cerrado” ab und erreichen das Ziel nach 6-7 Stunden.

Geschichte

Mathias Rebitsch war im Jahre 1952 der erste Mensch, der einen Besteigungsversuch auf den 6.384m hohen Ausangate unternahm. Obwohl er zu seiner Zeit zu den bekanntesten sowie besten Bergsteigern gehörte, scheiterte er bei dem Versuch, den Gipfel zu erreichen.

Bereits ein Jahr später, 1953, gelang es einer Gruppe von Bergsteigern, den Ausangate über den Westgrat zu besteigen. Somit wurde die Gruppe, die aus Jürgen Wellenkamp, Fritz März, Heinrich Harrer und Heinz Steinmetz bestand, zu den Erstbesteigern des fünfthöchsten Berges Perus.

Bereits seit dem späten 18. Jahrhundert findet 20km nördlich des Ausangate auf dem Berg „Qullqipunku" das „Quyllur Rit'i" oder auch „Schneesternfest“ statt. Dabei pilgern tausende Indigene und Quechua, Völker des Tieflandes und Völker der Anden, bis zur Kirche von Sinakara. Dort bringen sie dem Bildnis des „Herrn von Quyllur Rit'i“ Opfer, um die Kartoffelernte und einen reichen Viehertrag für das kommende Jahr zu sichern.

Video: Peru's Snow Star festival „Quyllur Rit'i" brings music to the hills

Bei diesem traditionellen Fest opfern die Völker Kerzen, tanzen in bunten Kostümen und lassen ihre Wünsche symbolisch zur Realität werden. Bei dem Umzug und den Zeremonien laufen die Indigene und Quechua mit großen Fahnen und Trommeln in ganzen Scharen über die Berge und machen dabei laute Musik.

Diese Routen gibt es

Ausangate Besteigung von Cusco

Die meist begangene Tour am Berg startet in Cusco, der Hauptstadt der gleichnamigen Region und Provinz Cusco. Von dort aus kann man entweder mit dem Auto oder mit dem Bus nach Tinqui fahren. Die Fahrt dauert in etwa 5-6 Stunden mit dem Auto und 6-7 Stunden mit dem Bus.

Tinqui liegt auf etwa 3.900m und ist die erste Übernachtungsmöglichkeit während der Besteigung. Von dort aus führt die erste Etappe in ca. 5 Stunden hinauf bis nach Upis (4.300m), was nicht mehr weit vom Gletscher des Ausangate entfernt ist. Bevor es über diesen immer weiter bergauf geht, empfiehlt sich auf gleicher Höhe ein Bad in den heißen Quellen.

Aufgrund der nötigen Akklimatisierung legen die meisten Bergsteiger auch an dieser Stelle eine Nacht Ruhe ein, um am nächsten Morgen in 5 Stunden die weitere Etappe über den 4.800m hohen Arapa Pass bis zur 4.600m hohen Laguna Hatunpucacocha zurücklegen zu können.

Bevor man anschließend zwei weitere Pässe überquert, übernachtet man an der Laguna Hatunpucacocha, von der aus man in 7 Stunden das Basislager des Ausangate erreicht. Das Basecamp liegt auf 4.750m und bietet faszinierende Blicke auf die umliegende Gebirgswelt.

Vom Basislager aus sind Sie, wenn alles gut läuft, nur noch zwei weitere Nächte vom Gipfel des Ausangate entfernt. Zu Beginn führt Sie ein sehr steiles Stück über die Moräne bis ins 5.700m hoch gelegene Hochlager, wo man auf die ersten Schneereste trifft.

Da man am nächsten Morgen eine 45 bis 60 Grad steile Wand überqueren muss, geht man nach der Nacht im Hochlager bereits im Schein der Stirnlampen los.

Sobald man die Wand, die von Bergführern auch mit Fixseilen gesichert werden kann, überwunden hat, erreicht man nach weiteren 3-4 Stunden Aufstieg den Gipfel des Ausangate (6.384m). Der Abstieg erfolgt nach einem fantastischen Gipfelpanorama über den gleichen Weg.

Der Ausangate Trek

Der Ausangate Trek ist eine sehr anspruchsvolle Trekkingtour in den ausgesetzten Gebieten der Anden und führt einmal um den Ausangate herum. Auch diese Wanderung startet in Cusco, von wo aus man mit einem Bus, der in der Nähe des “Coliseo Cerrado” abfährt, bis nach Tinqui fahren muss.

Dort angekommen, kann man in wenigen Stunden über eine Fahrtstraße für Autos und einige Abkürzungen bis in das kleine Dorf Upis aufsteigen. Der Weg dorthin ist leider nicht sehr gut ausgeschildert.

In Upis verbringt man eine weitere Nacht, um am nächsten Morgen weiter bis zum Pass Arapa (4.750m) wandern zu können. Von dort aus geht es den Wegspuren und Steinmännchen entlang bis zum Pass Ausangate (4.950m), von wo aus man über den steilen und teils rutschigen Abstieg ins Camp gelangt.

Am nächsten Tag erreicht man mit dem Pass Palomani (5.200m) schon den höchsten Punkt Ihrer Tour. Von dort oben hat man eine unglaublich schöne Aussicht auf die Berge des Cordillera Vilcanota, unter anderem auch auf den 6.384m hohen Ausangate. Nach einer wohlverdienten Pause führt Sie der Weg anschließend durch das wunderschöne Pampacancha-Tal bis zum Campingplatz von Soracocha.

Von dort aus wandert man über den Pass Jampa (5.050m) bis nach Pacchanta, wo man eine weitere Nacht verbringen kann, bevor es am nächsten Tag über die Fahrtstraße zurück nach Tinqui geht.

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