3.970 m

EigerMit den beiden anderen Bergen Jungfrau und Mönch gehört der Eiger zum bekannten Dreigestirn. Er ist der Berg für die Profis, die neue Rekorde aufstellen möchten und über sich hinauswachsen wollen.

Anreise zum Eiger

EigerbahnMit dem Auto

Wer mit dem Auto zum Eiger anreisen möchte, kann über Bern in die Jungfrau Region fahren. In Grindelwald können Sie in einem der zwei öffentlichen Parkhäuser (Parkhaus Eiger, Parkhaus Sportzentrum) parken, von wo aus Sie dann zum Eiger gelangen.

Mit der Bahn

Wenn Sie mit der Bahn anreisen möchten, können Sie von so gut wie überall bis nach Basel fahren. Dort müssen Sie dann umsteigen und mit einem der Intercity-Zügen bis in die Jungfrau Region fahren.

Von dort aus fahren dann regelmäßig Züge und Busse zum Ausgangspunkt der Eigerbesteigung.

Mit dem Bus

Alle, die mit dem Bus anreisen, können zunächst bis nach Basel fahren. Dort müssen Sie dann umsteigen und mit einem der Intercity-Zügen bis in die Jungfrau Region fahren, von wo aus Sie dann zum Eiger gelangen.

Geschichte

Eiger Nordwand

  • 11. August 1858

     

    Erstbesteigung durch die Grindelwalder Bergführer Christian Almer und Peter Bohren und ihrem Gast Charles Barrington

  • 1864

    Die erste Frau, Lucy Walker, besteigt den Eiger.

     

    1864

  • 14. Juli 1871

     

    William A. B. Coolidge, Christian Almer und weiteren Führern gelingt die Erstbegehung des Südwestgrat

  • 31. Juli 1876

    George E. Foster, Hans Baumann und Ulrich Rubi gelingt die Ersteigung des Südgrates

     

    31. Juli 1876

  • 1890

     

    Mead, Woodroffe, Ulrich Kaufmann und Christian Jossi gelingt zum ersten Mal die Besteigung des Eiger im Winter

Allgemeines

EigerDer Eiger gehört vor allem mit seiner Nordwand zu den gefährlichsten Bergen der Alpen. Bisher sind weit mehr als 50 Menschen am Eiger ums Leben gekommen.

Auch Felsstürze gehören am Eiger zu den Gefahren. In der Vergangenheit gab es immer wieder kleinere und größere Felsstürze, die das Bergsteigerdorf Grindelwald sogar für mehrere Stunden in eine Staubwolke einhüllten.

Die Universität Lausanne beobachtete in den letzten Jahren eine Felsnase und machten dabei überraschende Entdeckungen. Ihre Untersuchungen ergaben, dass sich die Felsnase innerhalb eines Jahres um 15 Meter talwärts bewegte.

Diese starken Bewegungsmuster lassen erahnen, dass auch diese Felsnase in den nächsten Jahren sehr wahrscheinlich in sich zusammenfallen wird.

Diese Routen gibt es

EigerÜber Mittellegigrat

Die Tour über den Mittellegigrat startet an der Station Eismeer, wo Sie am besten schon angeseilt losgehen. Durch das Stollenloch, welches bei Vereisung sehr rutschig sein kann, müssen Sie zunächst bis zum Challifirn absteigen.

Mit einem ausreichenden Abstand zur Ostwand, in der es oftmals zu Steinschlag kommen kann, gehen Sie nördlich über den Gletscher Richtung Mittellegihütte.

Folgen Sie dem Weg durch eine Verschneidung im Schwierigkeitsgrad IV- (UIAA) bis zu einem Felsband, wo Sie durch wegloses Gelände (Schwierigkeitsgrad I bis II) bis zur Mittellegihütte steigen können.

In der Hütte können Sie eine Pause oder sogar eine Nacht einlegen, um am nächsten Tag genug Energie für den Aufstieg zu haben.

Hinter der Hütte müssen Sie über einen schmalen Grat zum ersten Aufschwung aufsteigen, wo Sie mit der Kletterei im III Schwierigkeitsgrad beginnen können. Bleiben Sie über einen längeren Zeitraum auf dem Grat, bis Sie zu dem großen Felsturm gelangen.

Dort können Sie das Aufsteigen durch dicke Seile erleichtern. Hinter dem Turm geht die Kletterei im II bis III Schwierigkeitsgrad weiter, bis Sie zu einer 45 Grad steilen nach rechts abfallenden Firnschneide gelangen.

Folgen Sie dieser unter Berücksichtigung von Wechten bis zum Gipfel des Eiger.

Durch die Westflanke

Diese Tour startet an der Station Eigergletscher auf 2320m. Folgen Sie dem Weg zunächst rechts der Jungfraubahn bis zum Geröllschutt, wo der Einstieg für diese Route ist.

Von dort aus müssen Sie über Schnee – und Geröllfelder bis zu den Fixseilen aufsteigen, die das Überklettern der ca. drei meterhohen Felsstufen um einiges erleichtert.

Über diese müssen Sie in Richtung einer sehr gut zu erkennenden Rinne bis zum Hängegletscher steigen, bei dem der Weg immer steiler wird. Ab einer Höhe von 2800m bleibt der Weg durchgehend >40° steil, was diese Tour um einiges anspruchsvoller macht.

Steigen Sie auf der linken Seite des Couloirs bis zu einem Gletscherfeld oberhalb des Eisbalkons auf, welches Sie zu weiteren Felsbändern führt, über die Sie bis zum Gipfelfirnfels des Eigers steigen können.

Durch das Gipfelfirnfeld müssen Sie am Ende noch in den Westgrat einsteigen, der Sie dann schließlich zum Gipfel führt.

Eiger Nordwand über die Heckmair Route

Sehr erfahrene Bergsteiger können auch durch die Nordwand, in der es verschiedene Routen gibt zum Gipfel des Eiger aufsteigen. Die berühmteste unter den Routen ist die klassische Heckmair Route.

Hier finden Sie eine genaue Topo der Heckmair Route.

Für die Durchsteigung der Eiger Nordwand über die Heckmair Route sollten Sie eine Nacht im Portaledge einlegen, da diese Tour bis zu 24 Stunden dauern kann.

Die ersten 800 Meter bis zum sogenannten „schwierigen Riss“ werden meist ohne Seil gegangen, da sie noch zu der einfachsten Stelle gehören. Die weiteren 1000 m werden jedoch mit Sicherung begangen, da ein Fehler hier tödlich enden kann.

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