Ellmauer Halt

©Manuel Bialucha

Die Ellmauer Halt ist mit einer Höhe von 2.344m der höchste Gipfel des Wilden Kaisers und des gesamten Kaisergebirge. Der Wilde Kaiser ist eine Gebirgsgruppe der Nördlichen Kalkalpen und befindet sich in Österreich im Bundesland Tirol. Die Region ist vor allem durch die Arztserie Der Bergdoktor“ bekannt und wird dadurch häufig von Wanderern und Bergsteigern besucht.

Anreise zur Ellmauer Halt

Ellmauer Halt

©TVB Wilder Kaiser

Mit dem Auto

Wenn Sie mit dem Auto zum höchsten Gipfel des Kaisergebirges anreisen möchten, können Sie über Kufstein und Innsbruck zunächst in Richtung St. Johann fahren. Sobald Sie Ellmau erreichen, können Sie am Ortsende rechts in Richtung Wochenbrunner Alm abbiegen und dort parken. Anschließend startet die Tour auf die Ellmauer Halt.

Mit der Bahn

Die Anreise mit der Bahn gestaltet sich als sehr einfach und faszinierendes Spektakel. Fahren Sie dazu bis zum Bahnhof Wörgl. Von diesem aus können Sie mit einer direkten Busverbindung durch die wunderschöne Bergwelt bis nach Ellmau fahren. Dort steigen Sie aus und wandern in Richtung Wochenbrunner Alm, von der aus der Aufstieg beginnt.

Mit dem Bus

Auch mit dem Bus kann man relativ einfach und angenehm zur Ellmauer Halt anreisen. Dazu fahren Sie über Kufstein und Innsbruck bis nach Ellmau, einer kleinen Gemeinde im Bezirk Kufstein. Von dort aus können Sie bis zum Ortsende zur Wochenbrunner Alm wandern und dort den Aufstieg zum Gipfel in Angriff nehmen.

Geschichte

Ellmauer Halt Gipfel

©Manuel Bialucha

Nachdem die Ellmauer Halt schon im früheren 19. Jahrhundert von Bauern und Jägern erstiegen wurde, bekam der höchste Gipfel des Wilden Kaisers eine immer größere Bedeutung für Wanderer und Bergsteiger. Schon am 29. Juni 1869 wurde der erste bekannte Tourist, Karl Hofmann, von der Wochenbrunner Alm aus über die Rote-Rinn-Scharte zum Gipfel geführt.

Später entschied sich der Münchner Steinmetzmeister und Stadtrat Karl Babenstuber dazu, auf dem Gipfel der Ellmauer Halt ein Gipfelkreuz aufzustellen. Schon am 30. Juni 1883 stand es auf dem 2.344m hohen Gipfel. Zusätzlich wurde am 26. Juli 1894 auch eine kleine Schutzhütte in unmittelbarer Nähe des Gipfels errichtet.

Diese Routen gibt es

Ellmauer Halt besteigen

©Manuel Bialucha

Über den Gamsängersteig

Die Route über den Gamsängersteig startet an der Wochenbrunner Alm am Ortsende von Ellmau. Dort steigt man gemächlich über einen beschilderten Wanderweg zur Gruttenhütte auf. Dies ist eine bewirtschaftete Alpenvereinshütte der Sektion Turner-Alpen-Kränzchen. Anschließend wird der Weg ein wenig alpiner und führt zu einem Schuttkar.

Dort beginnt dann auch der Gamssängersteig. In diesem Klettert man im leichten Schwierigkeitsgrad zunächst bis zu einer Drahtseilversicherten Passage, von der aus man die Jägerwand erreicht. Durch die Wand geht man nun über Tritthilfen aus Stahlstiften und Stahlseilversicherungen, bis man wieder in felsigeres Gelände gelangt, wo auch die Schlüsselstelle der Tour ist.

Man kann nun links durch eine kleine Schlucht mit Leitern oder rechts über eine senkrechte, Drahtseilversicherte Wand weiter aufsteigen. Nach einiger Zeit erreicht man dann die Babenstuber Hütte und kann die letzten Meter über einfacheres Gelände bis zum Gipfel zurücklegen.

Über die Rote-Rinn-Scharte

Wer der Route über die Rote-Rinn-Scharte folgen möchte, kann durch diese zum Gipfel aufsteigen. Die Tour beginnt am Parkplatz im Ortsteil Sparchen. Von dort aus geht man über eine Forststraße und das Hans-Berger-Haus bis zum Beginn der Seilsicherung am Ende des Kar’s. Dort geht man dann zunächst über Schutt bis auf die Scharte.

Anschließend kann man auf der Südseite zum Gamsängersteig queren und über diesen weiter bis zum Gipfel aufsteigen.

Über den Kopftörlgrat

Mit ungefähr 1.400 Klettermetern gehört die Route über den Kopftörlgrat sowohl zu den schönsten, als auch zu den schwierigeren Touren an der Ellmauer Halt. Auch hier steigt man von der Wochenbrunneralm aus über die Gruttenhütte bis in nördlicher Richtung zum Kopftörl auf, wo die Kletterei beginnt.

Der Gratanstieg verläuft dann über 7 Türme. Die Schwierigkeiten liegen im oberen dritten Grad und sind hauptsächlich am 3. sowie 6. Turm vorzufinden. Da es an schönen Tagen viele Kletterer auf den Kopftörlgrat zieht, kann es vor allem am letzten Turm zu einem kleinen Stau kommen, bei dem man warten muss. Dort befindet sich mit einem relativ glatten Kamin auch die Schlüsselstelle der Tour, bevor man den Gipfel erreicht.

Über den Kaiserschützensteig

Die Tour über den Kaiserschützensteig startet am Parkplatz in Kufstein und führt zunächst über eine Forststraße nach Hinterbärenbad zum Anton-Karg-Haus. Anschließend steigt man in Richtung Hans-Berger-Haus auf, zweigt jedoch zuvor nach rechts auf den Kaiserschützensteig ab, den man über den Oberen Scharlinger Boden erreicht.

Noch vor dem Oberen Scharlinger Boden befindet sich der Einstieg in den Klettersteig. Dort steigt man auf der relativ gut zu findenden Route über ausgesetztem Fels und einigen Drahtseilversicherungen bis zur Grünen Rinne“ auf. Dies ist die schwierigste Stelle der gesamten Tour. Nach einiger Zeit und vielen Drahtseilversicherungen erreicht man eine Grasmulde zwischen Gamshalt und Ellmauer Halt.

Durch diese Mulde kann man über Grasspuren bis zum Gipfel der Gamshalt aufsteigen. Schon dort hat man traumhafte Aussichten, bevor man über den Verbindungsgrat zur Ellmauer Halt, dem höchsten Gipfel des Wilden Kaisers aufsteigt.

Hilfreiche Karten und Bücher für diese Region
Weitere Beiträge, Sie interessieren könnten