2607m
Hochkalter

©Berchtesgadener Land Tourismus

Der Hochkalter gehört mit 2607 m zu den bekanntesten und höchsten Bergen Deutschlands! Im Schatten des Watzmann sieht der Hochkalter nach einem relativ kleinen Berg aus. Dies täuscht jedoch nur. Am Fuße des Hochkalters gelegen gibt es den Zauberwald und den Hintersee, der jedes Jahr sehr viele Touristen anlockt!

Auf dem Weg nach oben kommt man an der Blaueishütte, die für ihren Kuchen bekannt ist vorbei. Außerdem trifft man auf die wunderschön gelegene Schärtenalm!

Auf dem Hochkaltermassiv liegt das Blaueis. Der nördlichste Gletscher der Alpen und der einzige Gletscher im Nationalpark Berchtesgaden!

Anreise zum Hochkalter

Hochkalter

Blick vom Predigtstuhl Bad Reichenhall zum Hochkalter. (©Berchtesgadener Land Tourismus)

Mit dem Auto

Wenn Sie mit dem Auto anreisen möchten, empfiehlt es sich über die A8 von München Richtung Salzburg zu fahren. Bei der Ausfahrt Bad Reichenhall müssen Sie abfahren und der Beschilderung Richtung Ramsau folgen. Hinter Ramsau liegt der Hintersee, wo Sie auf dem Parkplatz am Ostufer parken können.

Mit der Bahn

Für alle, die mit der Bahn anreisen, empfiehlt es sich nach Berchtesgaden anzureisen. Von dort aus müssen Sie mit der Buslinie 846 Richtung Hintersee fahren und dort aussteigen. Wie auch mit dem Auto beginnt die Tour auf dem Parkplatz am Ostufer des Hintersees. Ab da ist der Weg auch beschildert.

Mit dem Bus

Bei dem Bus ist es ähnlich wie mit der Bahn. Am besten buchen Sie direkt einen Bus, der zum Hintersee fährt, oder Sie müssen zuerst nach Berchtesgaden fahren und von dort aus mit der Buslinie 846 zum Hintersee fahren. Auch hier beginnt die Tour auf dem Parkplatz am Ostufer.

Mit dem Fahrrad

Mit dem Fahrrad können Sie zum Parkplatz am Ostufer des Hintersees fahren. Dort stellen Sie Ihr Fahrrad am besten ab und beginnen von dort aus die Tour!

Geschichte

Hochkalter

©Berchtesgadener Land Tourismus

1830 wurde der Hochkalter zum ersten Mal von dem Bergsteiger Bischof Fürst Schwarzenberg und seinem Führer Gemminger bestiegen. Sie gingen die Route durch die Hochkalter-Westflanke, welche aber nie populär wurde, da sie nur sehr schwer zu finden ist!

Am Hochkalter kam es immer wieder zu sehr starken Bergstürzen. Am 24. August 1908 stürzte ein ganzer Teil des Gipfels ab und veränderte dadurch extrem die Höhe und das Aussehen des Hochkalters. Die Felsen stürzten mit so einer starken Wucht ins Tal, dass dies sogar als Erdbeben im Ramsauer Tal zu spüren war!

Vor rund 3500 Jahren stürzten mehrere Millionen Kubikmeter Gestein aus dem Blaueiskar ins Tal. Durch diesen Felssturz wurde der Hintersee aufgestaucht. Am 25. Juli 1954 stürzte der nächste Teil der Blaueisspitze in sich zusammen!

In den nächsten Jahren folgten immer wieder kleinere und größere Felsstütze am Hochkalter. Dadurch wird deutlich, wie zerbrechlich das Gestein im Wimbachtal ist.

Allgemeines

Die Schärtenalm

Die Schärtenalm (©Berchtesgadener Land Tourismus)

Der Blaueisgletscher liegt im oberen Blaueiskar zwischen den Felswänden vom Hochkalter (2607 m) und der Blaueisspitze (2480 m). Durch die geringe Höhenlage, auf der der Blaueisgletscher liegt, hat er in den letzten Jahren rapide an Größe verloren.

Im Jahre 1820 fand man heraus, dass der Blaueisgletscher eine Größe von 25 ha hatte. Diese schrumpfte immer weiter, bis im Jahre 1953 bei einer neuen Messung herauskam, dass das Blaueis nur noch 13,1 ha groß sei. Damit ist das Blaueis in etwas mehr als 100 Jahren fast um die Hälfte geschrumpft!

Diese Routen gibt es

Hochkalter

©Berchtesgadener Land Tourismus

Hochkalter Normalweg

Die Tour startet auf dem Parkplatz am Ostufer des Hintersees. Zuerst geht es über die Schärtenalm, wo man etwas Essen und Trinken kann zu der Blaueishütte, welche, wie der Name schon sagt, am Fuße des Blaueis liegt! Von dort aus geht es über einen zum Teil gesicherten Steig in die Scharte „Schöner Fleck“.

Von dort aus folgt man einem langen Grat um den Rotpalfen und über den Kleinkalter bis hin zum Gipfel vom Hochkalter. Auf der Route gibt es immer wieder leichte Kletterpassagen, die zu überwinden sind! Der Abstieg erfolgt über die gleiche Route!

Über das Blaueis

Die Tour startet auch auf dem Parkplatz am Ostufer beim Hintersee. Hier folgt man zunächst auch dem beschilderten Weg über die Schärtenalm bis zur Blaueishütte. Von der Blaueishütte geht es dem beschilderten Weg nach weiter zum Blaueisgletscher.

Am Blaueisgletscher angekommen empfiehlt es sich die Sicherheitsausrüstung (sprich: Steigeisen…) anzulegen und dem Weg auf dem Gletscher nach oben zu folgen! Im oberen Teil des Gletschers befindet sich eine steile Passage, die bei ca. 50 Grad zu bezwingen ist.

Danach steigen Sie in die Blaueisscharte ein, gehen ein Stück über ein Schneefeld und steigen dann weiter auf den Hochkalter auf. Nach einigen Kletterpassagen im unteren Bereich sind Sie schon auf dem Gipfel.

Durch das Ofental

Die Tour startet am Parkplatz an der Hirschbichlstraße südlich des Hintersees! Folgen Sie zunächst der Hirschbichlstraße nach Süden. Später müssen Sie auf der Höhe von Lahnwald-Diensthütte nach Osten abzweigen und in kleinen Serpentinen dem Weg folgen.

Später verengt sich der Weg und wird in östlicher Richtung immer steiler. Bis zu diesem Punkt können Sie im Frühjahr auch mit dem Mountainbike auffahren. Folgen Sie anschließend dem Ofental in Richtung Ofentalscharte. Dort können Sie durch die steile Südwestflanke aufsteigen. Bei guten Verhältnissen ist auch eine Abfahrt mit Ski in der Ofentalscharte möglich.

Die Blaueisumrahmung

Die Tour startet auf dem Parkplatz am Ostufer des Hintersees. Folgen Sie zunächst den Schildern über die Schärtenalm bis zur Blaueishütte. Von der Blaueishütte aus folgen Sie den Schildern bis zur Schärtenspitze. Dort müssen Sie in die Westseite des 1. Blaueisturm einsteigen. Die letzten Meter durch die Scharte müssen Sie über eine Platte klettern.

Die Schlüsselseillänge führt an einem Riss gerade nach oben und danach in flacheres Gelände. Danach müssen Sie die letzten Meter einfach weiter auf den 2. Blaueisturm gehen und westlich haltend wieder ein Stück nach unten gehen. Nachdem Sie den 3. Blaueisturm bestiegen haben, müssen Sie schon wieder westseitig abklettern.

Hinter dem Kamin mit den 2 Klemmblöcken geht es über den Grat weiter zur Blaueisspitze. Hinter der Blaueisspitze müssen Sie durch Geröll bis zur Blaueisscharte gehen. Dort steigen Sie wieder auf, gehen ein Stück in die Nordflanke und erreichen den Hochkalter!

Hochkalter Überschreitung

Die Tour startet auf dem Parkplatz am Ostufer des Hintersees. Folgen Sie zunächst den Schildern über die Schärtenalm bis zur Blaueishütte. Hinter der Blaueishütte müssen Sie durch die Scharte „Schöner Fleck“ aufsteigen. Wie bei dem Normalweg müssen Sie um den Rotpalfen und über den Kleinkalter hinweg weitergehen. Damit erreichen Sie den Hochkalter.

Der Abstieg erfolgt durch das Ofental hinab und führt wieder zum Hintersee.

Meine Empfehlung an Sie

*Berchtesgadener Alpen: Alpenvereinsführer für Wanderer und Bergsteiger.*

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