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Der Alpamayo erhebt sich im Norden der peruanischen Cordillera Blanca und gilt seit Jahrzehnten zu den schönsten Bergen der Welt. Seine nahezu perfekte Eis- und Firnpyramide fällt in mehrere Richtungen steil ab, während darunter türkisfarbene Bergseen liegen. Mit seiner Höhe von 5.947 Metern ist der Alpamayo zudem ein beliebtes Ziel für Bergsteiger, die ihn der Regel über das Santa-Cruz-Tal oder das Los-Cedros-Tal besteigen.
Inhaltsverzeichnis
Rund um den Alpamayo verschränken sich Hochgebirgsklima, gewaltige Gletscher und die Quechua-Kultur zu einer besonderen Landschaft. Er ist für Trekker ein klarer Orientierungspunkt, für Alpinisten eine anspruchsvolle Bergtour und für Fotografen ein sich ständig wandelndes, doch stets vorhandenes Motiv. Durch seine einzigartige Form könnte man den Alpamayo auch als das Matterhorn Perus bezeichnen.
Alpamayo
Cordillera Blanca · Ancash · Peru

Im Herzen der peruanischen Anden, in der Cordillera Blanca, der höchsten Gebirgskette des amerikanischen Kontinents, ragt der Alpamayo empor. Er liegt im Huascarán-Nationalpark in der Region Ancash und ist von tief eingeschnittenen Tälern, hochalpinen Moränen und schimmernden Gletscherseen umgeben. Von der Stadt Huaraz aus eröffnet sich der Zugang zu dieser alpinen Landschaft, in der schroffe Felsgrate nahtlos in weite Eisflächen übergehen.
Der Alpamayo gehört durch seine einzigartige, fast perfekte pyramidenartige Form zu den wohl schönsten Bergen der Welt. Rundherum steigen Gipfel wie Quitaraju, Artesonraju und Sentilo bis nahe an die 6.000-Meter-Marke auf, während darunter Flüsse milchig-türkis durch Geröllfelder fließen. Dabei wechseln die Höhenstufen rasch, von trockenen Hochebenen bis zu vergletscherten Gletschermassiven.
Es gibt zahlreiche Angebote für eine geführte Besteigung des Alpamayo.
Geologisch prägen Granit und metamorphe Gesteine die Struktur des Gebirges, das von Jahrtausenden glazialer Aktivität geformt wurde. Die Flanken des Alpamayo fallen fast senkrecht ab und gehen in zerklüftete Gletscherzungen über. Diese Kombination aus Form, Lage und Umgebung macht den Berg zu einem der prägnantesten Gipfel der gesamten Cordillera Blanca.
Warum ist der Alpamayo so berühmt?

Die Popularität des Alpamayo gründet sich zunächst auf seine außergewöhnliche Form, die in der Bergwelt fast einzigartig ist. Seine fast gezeichnet wirkende Eispyramide steigt symmetrisch aus dem Hochgebirge auf und ähnelt aus vielen Blickwinkeln einem perfekt geschliffenen Kristall. Aufgrund dieses Erscheinungsbildes wird er seit jeher immer wieder als einer der „schönsten Berge der Welt“ bezeichnet und ist zu einem beliebten Fotomotiv geworden.
Hinzu kommt seine Lage inmitten der Cordillera Blanca, wo er von anderen spektakulären Gipfeln und türkisfarbenen Lagunen umgeben ist. Gerade diese Kombination aus klarer Silhouette, vergletscherten Flanken und dramatischer Umgebung verstärkt seine Wirkung und macht ihn auf Bildern sofort erkennbar. Selbst aus großer Entfernung bleibt der Alpamayo ein natürlicher Blickfang, der die gesamte Landschaft strukturiert.
Auch bergsteigerisch besitzt er einen besonderen Stellenwert. Diese Mischung aus ästhetischer Perfektion, landschaftlich besonderer Lage und alpinistischer Herausforderung erklärt, warum der Alpamayo weit über die Berge in Peru hinaus berühmt geworden ist.
Klima & beste Reisezeit

Rund um den Alpamayo herrscht ein hochalpines Tropenklima. Morgens breitet sich oft kristallklare Kälte aus, mittags brennt die Sonne ungefiltert und abends weht der Wind über Firn und Fels. In den Nächten fallen die Temperaturen deutlich unter den Gefrierpunkt, während die Luft tagsüber überraschend trocken bleibt und eine gute Fernsicht ermöglicht.
Die verlässlichste Phase ist die Trockenzeit von Mai bis September, wenn stabile Hochdrucklagen für blauen Himmel und die bekannten Andensommer sorgen. Wer den Alpamayo besteigen oder besuchen möchte, sollte in dieser Zeit verreisen, da das Wetter hervorragend für Trekking, Wandern & Bergsteigen geeignet ist. Zwischen Oktober und April prägt dagegen die Regenzeit das Bild mit häufigen Wolkenaufzügen, kräftigen Gewittern und weicherem Schnee in den höheren Lagen.
Für Trekkingtouren rund um den Alpamayo eignen sich vor allem die Monate Juni, Juli und August. April und Oktober können sich auch lohnen, bleiben jedoch wechselhaft. Unabhängig vom Zeitpunkt ist eine langsame Höhenanpassung und Akklimatisierung entscheidend. Zudem sollte man immer auf spontane Wetterwechsel vorbereitet sein, die im Hochgebirge keine Seltenheit sind.
Geschichte des Alpamayo

Die Geschichte des Alpamayo ist eng mit der frühen Erkundung der Cordillera Blanca verbunden. Diese rückte erst im 20. Jahrhundert systematisch in den Fokus internationaler Bergsteiger. Lange Zeit war der Gipfel vor allem den Menschen aus den umliegenden Quechua-Gemeinden vertraut, für die die vergletscherten Berge Teil ihrer Landschaft und Spiritualität waren. Erst mit den ersten europäischen Expeditionen begann der Alpamayo auch außerhalb Perus wahrgenommen zu werden.
Im Jahr 1957 gelang schließlich, nach bereits drei gescheiterten europäischen Expeditionen, die Erstbesteigung durch eine deutsche Seilschaft, die über den Südgrat aufstieg. Dieser Erfolg machte den Berg schlagartig bekannt, da er nicht nur technisch anspruchsvoll, sondern auch ästhetisch beeindruckend war. Im jähre 1966 wurde der Alpamayo sogar im Rahmen eines Fotowettbewerbs zum schönsten Berg der Welt gewählt.
Mit dem wachsenden Interesse entwickelte sich rund um den Berg eine lebendige Bergsteigertradition. Es entstanden neue Routen, während gleichzeitig der Huascarán-Nationalpark für mehr Besucher sorgte. Heute steht der Alpamayo für die Verbindung aus Naturwunder, alpinistischer Geschichte und dem kulturellen Erbe der Anden und ist noch immer ein beliebtes Ziel für Bergsteiger.
Routen am Alpamayo

Die Routen am Alpamayo spiegeln seine besondere Mischung aus steilem Eis, komplexem Gelände und wechselhaften Bedingungen wider. Viele Routen führen über vergletscherte Flanken, schmale Firnbrücken und exponierte Grate. Daher ist der Berg vor allem für erfahrene Hochtouren- und Eisalpinisten geeignet. Je nach Jahreszeit verändern Wind, Schneeverfrachtung und Spaltenbildung den Charakter der Aufstiege spürbar, sodass kaum eine Besteigung der anderen gleicht.
Typischerweise geht man zuerst einige Touren in der Region, um sich zu akklimatisieren. Anschließend wird während der Alpamayo Besteigung hoch oben biwakiert, bevor es in den frühen Morgenstunden auf die letzten Passagen auf dem Weg zum Gipfel geht. Allen Routen gemeinsam ist, dass sie eine solide Technik im steilen Eis, sichere Spaltenrettung und eine gute Höhenanpassung voraussetzen.
Einige bekannte Routen auf den Alpamayo sind:
- French Direct (Voie Française)
- Ferrari-Route
- Nordgrat
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