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Der Vinicunca liegt in den peruanischen Anden, südöstlich von Cusco in der Provinz Quispicanchi, und trägt gleich mehrere Namen: Regenbogenberg auf Deutsch, Montaña de Siete Colores auf Spanisch oder Rainbow Mountain auf Englisch. Bis etwa 2015 war er von Schnee bedeckt. Erst die klimabedingte Gletscherschmelze legte die farbenfrohe Oberfläche frei und ließ ihn damit innerhalb weniger Jahre zu einer der bekanntesten Naturattraktionen Südamerikas werden.
Inhaltsverzeichnis
Seine auffälligen Farben entstehen durch verschiedene Mineralien: Beispielsweise sorgt Eisenoxid für Rottöne, oxidiertes Mangan für Pink und die Reaktion von Kupfer mit Wasser und Sauerstoff für das charakteristische Blaugrün. Der Gipfel des Vinicunca befindet sich auf etwa 5.036 Metern Höhe. Zur Hochsaison besuchen täglich bis zu 2.000 Menschen den Berg, was ihn heute zu einem der beliebtesten Berge in Peru macht.
Vinicunca
Anden · Region Cusco · Peru

Der Vinicunca erhebt sich auf 5.036 Metern über dem Meeresspiegel im Süden Perus, in der Provinz Quispicanchi. Eingebettet in die beeindruckende Bergwelt der Anden, liegt er nahe des Nevado Ausangate, der mit 6.384 Metern der fünfthöchste Berg des Landes ist, und bildet gemeinsam mit zahlreichen weiteren Gipfel der Region eine der eindrucksvollsten Hochgebirgslandschaften Südamerikas.
Was den Vinicunca von anderen Andengipfeln unterscheidet, ist seine außergewöhnliche Farbgebung. Seine Sedimentschichten bildeten sich über Jahrmillionen und wurden durch Plattentektonik in eine bestimmte Position verschoben. Dabei entstehen durch die Mineralien verschiedene Farben. Rosafarben entstehen durch oxidiertes Mangan, Braun durch Magnesium-Gestein, das charakteristische Rot durch Eisenoxid, Grün durch Kupferverbindungen und das Gelb durch Limonit sowie Eisenoxidsulfid.
Gegenüber vom Vinicunca liegt das Rote Tal, das man bei einem Besuch unbedingt anschauen sollte.
Das Besondere dabei ist, dass die Farben bei anderen Bergen tief unter der Oberfläche verborgen bleiben, während am Vinicunca die farbigen Schichten vollständig freigelegt wurden. Je nach Tageszeit und Lichtverhältnissen kommen die Farben anders rüber - ein Naturphänomen, das in dieser Form einzigartig ist.
Woher hat der Vinicunca seine Farben?

Der Vinicunca verdankt seine Farben einem geologischen Prozess, der sich über viele Millionen Jahre erstreckte. Sedimente unterschiedlicher mineralischer Zusammensetzung lagerten sich in Schichten ab. Tektonische Plattenverschiebungen hoben diese Schichten an und richteten sie auf. Durch das Schmelzen des Schnees wurden die Farben freigelegt, wodurch man sie heute sehen kann.
Jede Farbe lässt sich dabei zuordnen. Eisenoxid erzeugt die rötlichen Töne, oxidiertes Mangan sorgt für Pink, Limonit für Gelb und die Verbindung von Kupfer mit Wasser und Sauerstoff bildet die charakteristischen Blaugrüntöne. Hinzu kommen erdige Brauntöne aus braunem Magnesium-Gestein. Insgesamt zeigt der Vinicunca sieben verschiedene Farben, die je nach Witterung unterschiedlich intensiv wirken können.
Dadurch, dass der Vinicunca durch seine sieben verschiedenen Farben so bunt wirkt, wird er auch häufig als der Regenbogenberg bezeichnet. Im Spanischen sagt die Bezeichnung Montaña de Siete Colores direkt, dass es sieben Farben sind, während im Englischen auch wieder mit dem Namen Rainbow Mountain auf den Regenbogen angespielt wird.
Klima & beste Reisezeit

Das Klima am Vinicunca ist geprägt von zwei klar definierten Jahreszeiten, die den Besuch grundlegend unterschiedlich gestalten. Während der Trockenzeit von Mai bis Oktober gibt es sonnige Tage, trockene, eisige Kälte und kaum Niederschlag. In der Regenzeit von November bis April gibt es hingegen häufige Schauer und bewölkte Verhältnisse. Da der Vinicunca allerdings eine Höhe von über 5.000 Metern hat, kann es dort sowohl zur Regen- als auch zur Trockenzeit schneien.
Die zuverlässigsten Bedingungen herrschen zwischen Juni und August, wenn der Himmel klar ist und die Wege in einem guten Zustand sind. Besonders empfehlenswert sind außerdem die Monate Mai und September, denn das Wetter ist nahezu genauso stabil wie in den Hochmonaten, aber der Berg ist deutlich weniger überlaufen. Wer Menschenmassen vermeiden möchte, liegt mit diesen Randmonaten richtig.
Unabhängig vom Reisemonat gilt: Die Temperaturen am Vinicunca schwanken stark - von kühlen Temperaturen in den frühen Morgenstunden bis zu warmen Sonnenschein am Mittag. Das Wetter ist grundsätzlich unberechenbar, weshalb sich ein zusätzlicher Puffertag in Cusco empfiehlt - sowohl zur Akklimatisierung als auch als Reserve für widrige Bedingungen. Zudem sollte man sich bei einem Besuch am besten nach dem Zwiebelprinzip kleiden, um sich den Bedingungen anpassen zu können.
Geschichte des Vinicunca

Für die Bevölkerung der Quechua haben Berge teils eine ganz besondere Bedeutung. In der traditionellen Andenweltanschauung gelten Berge oft als Apu, als Berggottheit, die tiefen Respekt und Verehrung verdienen. Seit jeher begeben sich Pilger auf Wege, insbesondere während des Qoyllur-R'iti-Festivals, das jährlich 60 Tage nach Ostern stattfindet und Tausende Menschen nahe des Vinicunca anzieht.
Die Besonderheit des Berges blieb ziemlich lange verborgen. Erst 2015, als Schneeschmelze den Schnee und das Eis abtrug, wurden die bunten Farben des Vinicunca sichtbar. Danach dauerte es nicht lange, bis sich Fotos auf den Sozialen Medien verbreiteten und den Berg in aller Welt bekannt machten - und einen regelrechten Besucherstrom in den kommenden Jahren auslöste.
Mit dem Tourismusboom wurden aber auch viele Möglichkeiten für Einheimische geschaffen. Seither arbeiten viele von ihnen als Guides oder vermieten Pferde an Wanderer - ein wirtschaftlicher Wandel, der das Leben vor Ort teils grundlegend verändert hat.
Routen am Berg

Den Vinicunca kann man sowohl mit einer organisierten Tour als auch auf eigene Faust besuchen. Wer mit einem Guide unterwegs ist, sollte darauf achten, dass er in Erster Hilfe ausgebildet ist und über einen seriösen Anbieter gebucht wird. Denn auf über 5.000 Metern Höhe können bereits Probleme wie die Höhenkrankheit auftreten, vor allem, wenn man nicht an das Wandern in großer Höhe gewöhnt ist. Der Eintritt kostet für Ausländer derzeit etwa 3 US-Dollar und wird direkt vor Ort bezahlt.
Auf welcher Route man landet, hängt oft von der gebuchten Agentur ab und ist den Tourbeschreibungen nicht immer direkt zu entnehmen. Daher lohnt es sich, dies vorab gezielt nachzufragen. Für konditionsstarke Wanderer mit mehr Zeit bieten sich auch mehrtägige Treks an.
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