Geführte Hundewanderung
Wanderwoche mit Hund am Fuße der Drei Zinnen
7 Tage | Naturpark Drei Zinnen | Kleine Gruppen
Zur Tour →
Seit 2009 zählen Teile der Dolomiten zum UNESCO-Weltnaturerbe und gehören mit ihren zerklüfteten Felstürmen, weitläufigen Almwiesen und Höhenlagen bis über 3.000 Meter zu den beeindruckendsten Berglandschaften der Alpen. Was auf den ersten Blick wie eine klassische Wanderregion wirkt, entpuppt sich für Hundebesitzer als echter Traumtipp. Denn Südtirol und die Dolomiten sind erstaunlich hundefreundlich.
Leinenpflicht, Einreisedokumente, Gefahren am Berg und die richtigen Regionen zum Wandern mit Hund - wer gut vorbereitet in die Dolomiten reist, erlebt eine der schönsten Bergregionen der Welt auf eine Art, die kaum ein anderes Reiseziel bieten kann. Entdecke in diesem Artikel alles, was du vor deinem Wanderurlaub mit dem geliebten Vierbeiner in den Dolomiten wissen musst.

Wer mit dem Hund nach Südtirol reist, bewegt sich innerhalb der EU, sodass die Einreise in der Regel unkompliziert ist. Pflicht sind der EU-Heimtierausweis mit eingetragener, gültiger Tollwutimpfung (mindestens 21 Tage alt), eine Mikrochip-Kennzeichnung und ein gesicherter Transport im Auto. Welpen dürfen ab einem Alter von 15 Wochen nach Italien einreisen, da die Tollwuterstimpfung in der Regel erst mit 12 Wochen erfolgen darf und danach noch eine Wartezeit von 21 Tagen einzuhalten ist.
EU-Heimtierausweis
Ein ordnungsgemäßer EU-Heimtierausweis ist Pflicht. Die gültige Tollwutimpfung muss darin eingetragen und mindestens 21 Tage vor Einreise erfolgt sein.
Mikrochip oder Tätowierung
Zur eindeutigen Identifikation ist ein Mikrochip vorgeschrieben. Hunde, die vor dem 3. Juli 2011 erstmals gekennzeichnet wurden, können alternativ eine deutlich lesbare Tätowierung vorweisen.
Kein Einlass für Welpen unter 3 Monaten
Hundewelpen unter drei Monaten dürfen nicht nach Italien einreisen. Ab einem Alter von 15 Wochen mit gültiger Tollwutimpfung ist es erlaubt.
Haftung & Versicherung
In ganz Italien - auch in Südtirol - haftet der Hundehalter für Schäden, die sein Hund verursacht. Eine Hundehaftpflichtversicherung ist zwar keine Pflicht, wird aber wärmstens empfohlen.
Außerdem empfiehlt es sich, vor dem Wanderurlaub mit Hund in Südtirol die Gemeindeverordnung des jeweiligen Reiseziels zu prüfen, da einzelne Gemeinden eigene Regelungen festlegen können. Eine Hundehaftpflichtversicherung wird zudem dringend empfohlen - gerade im alpinen Gelände, wo unvorhergesehene Situationen schnell entstehen können.

Wer mit seinem Hund durch die Dolomiten wandert, sollte einige lokalen Regeln kennen - nicht nur, um Bußgelder zu vermeiden, sondern auch, um das Erlebnis für alle Wanderurlauber so angenehm wie möglich zu halten. Seit 2009 gilt in ganz Italien eine flächendeckende Leinenpflicht: Die Leine darf maximal 1,5 Meter lang sein und muss überall und zu jeder Zeit verwendet werden, auch auf Wanderwegen und außerhalb von Ortschaften. Hinzu kommt eine erweiterte Maulkorbpflicht, die bedeutet, dass ein Maulkorb stets mitgeführt werden muss.
Dieser ist zwar nicht dauerhaft vorgeschrieben, muss aber griffbereit sein, beispielsweise für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder Seilbahnen, wo er in der Regel gemeinsam mit der Leine verpflichtend ist. Im Auto muss der Hund zudem so gesichert sein, dass er den Fahrer nicht behindern kann. Bei mehreren Hunden ist ein Trennnetz oder ein Transportkäfig gesetzlich vorgeschrieben.
Wer zudem Hundekot liegen lässt, riskiert Strafen, denn die Entsorgungspflicht wird in vielen Gemeinden kontrolliert. Darüber hinaus können einzelne Gemeinden eigene Verordnungen erlassen, die über die landesweiten Regelungen hinausgehen - ein kurzer Blick auf die Bestimmungen des jeweiligen Urlaubsortes lohnt sich daher immer vor der Abreise.
Die Dolomiten erstrecken sich über mehrere Provinzen in Norditalien - von Südtirol über das Trentino bis nach Belluno - und bieten somit eine enorme landschaftliche Vielfalt. Doch nicht alle Regionen sind gleich gut für Hundewanderungen geeignet, denn das Höhenprofil, die Wegbeschaffenheit und das Besucheraufkommen unterscheiden sich teils erheblich.

Der Naturpark Drei Zinnen zählt nicht umsonst zu den bekanntesten Gebirgslandschaften der Alpen. Die drei markanten Felstürme der Drei Zinnen, die sich auf eine Höhe von knapp 2.999 Metern erheben, sind das Wahrzeichen der Dolomiten schlechthin. Sie prägen eine Landschaft von ungewöhnlicher Schönheit, die von Lärchenwäldern, Almwiesen und Bergseen geprägt ist. Rund um Sexten und Toblach gibt es Wege, die abseits der Hauptrouten spektakuläre Ausblicke bieten.
Das Gebiet ist sehr gut für Wanderungen mit dem geliebten Vierbeiner geeignet. Das Gelände kann je nach Tour anspruchsvoll werden und setzt eine gute Grundkondition voraus, da lange Aufstiege, felsige Passagen und große Höhenunterschiede keine Seltenheit sind. Mit Blick auf die zerklüfteten Felsen lohnt sich hier aber jeder Meter. Da die Höhe allerdings einige Herausforderungen mit sich bringen kann, empfehlen wir dir, eine geführte Tour zu gehen. Wir können dir dafür die Hundewelt Kleinwalsertal empfehlen, die einige traumhafte Touren mit Hund in den Dolomiten im Programm hat.
Geführte Hundewanderung
Wanderwoche mit Hund am Fuße der Drei Zinnen
7 Tage | Naturpark Drei Zinnen | Kleine Gruppen
Zur Tour →St. Vigil in Enneberg liegt auf 1.200 Metern Höhe im Gadertal. Der Ort ist der ideale Ausgangspunkt für Wanderungen in den Naturpark Fanes-Sennes-Prags, der zu den wildesten Schutzgebieten der gesamten Dolomiten zählt. Karstplateaus, weitläufige Hochweiden und kristallklare Bergseen wie der bekannte Pragser Wildsee prägen eine Landschaft, die trotz ihrer Schönheit in einigen Teilen weniger überlaufen ist als die bekannteren Hotspots der Region. Genau das macht St. Vigil für Hundehalter so interessant: Die Wege sind ruhiger und man trifft seltener auf andere Wandergruppen.
Das Gelände im Naturpark ist abwechslungsreich und fordert sowohl Mensch als auch Hund. Moderate Aufstiege wechseln sich mit offenen Hochflächen ab, von denen aus man traumhafte Blicke auf die umliegenden Berge genießen kann. Zu beachten ist, dass innerhalb des Naturparks Leinenpflicht gilt.
Unsere Empfehlung
Geführte Wanderung mit Hund in St.Vigil
7 Tage | St.Vigil | Kleine Gruppen
Zur Tour →Das Grödnertal ist ein malerisches Dolomitental, das im Winter vor allem für die Skirunde Sellaronda bekannt ist. Es gilt als eines der landschaftlich vielseitigsten Täler der gesamten Dolomiten. Eingerahmt von Langkofel, Sellagruppe und den Geislerspitzen trifft hier alpine Schönheit auf traumhafte Wandermöglichkeiten mit dem geliebten Vierbeiner.
Almwiesen in mittleren Lagen wechseln sich mit felsigeren Passagen auf den Hochplateaus ab. Letztere bieten konditionsstarken Hunden echte Herausforderungen. Besonders reizvoll ist, dass sich die Region selbst in der Hochsaison noch ruhige Ecken bereithält - man muss nur wissen, wo man abbiegen muss. Genau hier liegt der Vorteil einer geführten Tour, bei der man die schönsten und ruhigsten Ecken gezeigt bekommt.
Unsere Empfehlung
Geführte Hundewanderung im Grödnertal
7 Tage | Grödnertal | Kleine Gruppen
Zur Tour →Der 1978 gegründete Naturpark Puez-Geisler umfasst 10.722 Hektar und wird im Westen vom Villnösstal, im Osten vom Gadertal und im Süden vom Grödnertal eingegrenzt. Verkarstete Hochflächen, steil aufragende Felswände, grüne Almwiesen und dichte Bergwälder schaffen eine landschaftliche Vielfalt, die auf so engem Raum nur selten zu finden ist. Bei einer Wanderung mit dem Hund durch den Naturpark Puez-Geisler kann er sich austoben, findet an jeder Ecke etwas Neues und kann sich an sprudelnden Quellen erfrischen.
Das Gelände wechselt zwischen breiten Almwegen in den Tälern und felsigeren Passagen auf den Hochflächen. Gämsen, Steinadler und Murmeltiere können den Jagdinstinkt mancher Vierbeiner auf die Probe stellen. Wer von hier aus in Richtung Osten aufbricht, erlebt die Dolomiten in ihrer vollen Bandbreite - Landschaft, Geschichte und Stille inklusive.
Unsere Empfehlung
Von West nach Ost: Dolomiten Durchquerung
7 Tage | Dolomiten Durchquerung | Kleine Gruppen
Zur Tour →
Beim Bergwandern mit Hund gibt es Risiken, an die man auf flachen Wanderwegen nicht denkt. In den Dolomiten mit ihren teils ausgesetzten Pfaden und großen Höhenunterschieden verdienen diese Risiken jedoch besondere Aufmerksamkeit. Eine häufige und oft unterschätzte Gefahrenquelle ist die Begegnung mit Weidevieh: Kühe, insbesondere solche mit Kälbern, reagieren instinktiv schützend auf Hunde und können aggressiv werden. Die empfohlene Vorgehensweise ist dabei eindeutig: Bei einem Kuhangriff sollte man den Hund von der Leine lassen, damit er selbst ausweichen kann und normalerweise Abstand halten und die Herde in Ruhe lassen.
Ebenso wichtig ist die richtige Einschätzung des Geländes. Viele Wege in den Dolomiten sind gesichert und gut begehbar. Für Menschen stellen einige Hindernisse auch keine Hürde dar, für Hunde sind sie jedoch oft unpassierbar. Daher lohnt es sich vor der Tour, den Schwierigkeitsgrad eines Weges nicht nur für sich selbst, sondern auch explizit für den Hund zu prüfen. Wir würden dir empfehlen, eine geführte Hundewanderung zu gehen, wo du die schönsten Orte, die man mit Hund in den Dolomiten besuchen kann, siehst.
Ein weiterer, oft unterschätzter Faktor ist die Hitze: Bei höheren Temperaturen steigt die Belastung für Hunde am Berg erheblich, da sie kaum schwitzen und sich hauptsächlich durch Hecheln abkühlen. In den Sommermonaten sind frühes Starten, ausreichend Wasser und regelmäßige Pausen im Schatten daher Pflicht.
Die beste Wandersaison in den Dolomiten erstreckt sich grob von Mitte Juni bis Mitte Oktober. Die einzelnen Monate sind für Hundebesitzer jedoch sehr unterschiedlich zu bewerten. Als attraktivste Monate gelten Juni und September: Die Wege sind oft schneefrei, die Temperaturen bewegen sich tagsüber meist zwischen 15 und 22 Grad und es sind deutlich weniger Besucher unterwegs als im Hochsommer. Für Hunde sind diese Bedingungen ideal: Es gibt kein überhitztes Gelände, ausreichend Wasser in Bächen und Quellen und die Belastung ist auch für ältere oder weniger konditionsstarke Tiere gut verträglich.
Der Hochsommer im Juli und August bringt hingegen Temperaturen mit sich, die auf exponierten Hängen und in felsigem Gelände schnell gefährlich werden können. Dunkles Fell und fehlende Schweißdrüsen machen Hunde deutlich hitzeanfälliger als Menschen. Wer in dieser Zeit unterwegs ist, sollte zwingend früh starten, ausreichend Wasser mitführen und schattige Wegabschnitte bevorzugen.
Neuigkeiten aus den Bergen, Gewinnspiele und neue Beiträge — erfahre als Erster davon, direkt in deinem Postfach.
