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Berg- und Talfahrten auf dem E-Bike:
Fahrradfahren in den Bergen hält fit und ist eine nachhaltige Fortbewegungsweise, die die Umwelt schont. Allerdings ist für Radtouren in bergigem Terrain ein gewisses Fitnesslevel erforderlich. E-Bikes können die Belastung reduzieren und auch Menschen mit eingeschränkter Fitness Bergtouren auf dem Rad ermöglichen.
Inhaltsverzeichnis
▼ E-Bike-Abenteuer in den Bergen: Modellwahl und Fahrtipps
▼ Steigungsbewältigung per E-Bike: Worauf es ankommt
▼ E-Bike-Handling: Wie man sicher bergauf und bergab fährt
Denn die motorunterstützten Räder erlauben die Zuschaltung von Motorkraft, falls einzelne Steigungen den Fahrer überfordern. Doch Vorsicht: Das richtige Fahrverhalten mit E-Bikes will gerade in den Bergen gelernt sein. Hier einige Tipps zum richtigen E-Bike-Modell und der Trail-Fahrt mit Motorunterstützung.
E-Bike-Abenteuer in den Bergen: Modellwahl und Fahrtipps

Ob für den Alltag oder für die Berge: Vom E-Citybike bis hin zum E-Mountainbike findet sich in dem mittlerweile umfangreichen E-Bike-Sortiment ein Modell für jeden Anspruch. Dank Marken-E-Bikes zum Gebrauchtpreis muss die Anschaffung eines motorunterstützten Fahrrads heutzutage auch den Geldbeutel nicht allzu sehr belasten.
Wer Interesse daran hat, muss sich zunächst für ein passendes Modell entscheiden. Will man regelmäßig Berg- und Talfahrten mit motorunterstützten Rädern unternehmen, wählt man in der Regel zwischen E-Trekking-, E-Cargo- und E-Mountainbikes. Dabei sind
- E-Trekkingbikes vor allem für längere Strecken auf mal befestigten und stellenweise eher unbefestigten Wegen geeignet.
- E-Mountainbikes ideale Begleiter für Trail-Fahrten auf Offroad-Pfaden im Berg-Terrain.
- E-Cargobikes eine gute Wahl für Familien, weil damit notfalls auch Kinder oder Ausrüstungsgegenstände durch die Berge transportiert werden können.
Am häufigsten fällt die Wahl auf E-Mountainbikes, wenn es um motorunterstützte Räder für Bergtouren geht. Vollgefederte E-MTB Fullys können jedes Gelände in einen Radweg verwandeln. Dabei behalten Fahrer auch unter hoher Belastung die Kontrolle, ob es nun um Offroad-Fahrten oder Touren über überwachsene Waldwege geht.
Dank breiter und stark profilierter Reifen, leistungsstarker Scheibenbremsen, stabiler Rahmenkonstruktionen und langer Federwege sorgen die E-Bike-Modelle für besondere Sicherheit. Zudem sind sie mit einem leistungsfähigen Akku ausgestattet, der im Gelände nicht plötzlich schwächelt. Übrigens sind im Reich der E-Mountainbikes Cross-Country-E-MTBs von All-Mountain-E-Bikes und Downhill-E-Mountainbikes zu unterscheiden.
Letztere sind für extrem steile Abfahrten geeignet und auf Extremsportler ausgelegt. Cross-Country-E-MTBs sprechen eher sportliche Alltagsfahrer an und sind für etwas sanfteres Gelände vorgesehen, etwa für kleinere Bergtouren mit Offroad-Abschnitten. Für Überquerungen der Alpen und andere Touren mit mal waldigem, mal alpinem Terrain wählt man am besten All-Mountain-E-Bikes.
Steigungsbewältigung per E-Bike: Worauf es ankommt

Das Drehmoment des E-Bike-Motors und die eigene Trittfrequenz bestimmen, welche Steigungen man bewältigen kann. Wenn das Radmodell und der Fahrer zusammen 100 Kilogramm wiegen, schafft man ohne Treten bis zu 25-prozentige Steigungen, sofern das Drehmoment des Motors bei 40 Newtonmetern liegt.
Wer Berge mit steileren Anstiegen bequem bewältigen will, sollte sich nach E-Bike-Modellen mit einem Drehmoment von 60 Newtonmetern oder mehr umsehen. Beachtenswert ist auch die Qualität des Untergrunds. Je loser das Terrain, desto höher muss das Drehmoment ausfallen. Wichtig ist zur Steigungsbewältigung per E-Bike allerdings nicht nur das Drehmoment, sondern auch die Wahl des richtigen Ganges. Denn erst der passende Gang sorgt für eine optimale Tretunterstützung, schont die Akku-Reichweite und wirkt sich positiv auf die Motorkraft aus.
Optimalerweise wählt man in den Bergen einen Gang mit einer durchschnittlichen Trittfrequenz von 85 Drehungen pro Minute. Bei einer Trittfrequenz von 50 Umdrehungen arbeitet der Motor unter Volllast, was den Wirkungsgrad senkt. Demzufolge sind für Trail-Fahrten in den Bergen vor allem niedrige Gänge empfehlenswert. Übrigens erreicht man mit 85 Pedalumdrehungen pro Minute beim Bergauffahren unter leichtem Treten ein Tempo von bis zu zehn Kilometern pro Stunde.
E-Bike-Handling: Wie man sicher bergauf und bergab fährt

Vorbereitung ist entscheidend, wenn man mit einem E-Bike Trail-Fahrten in den Bergen unternehmen will. Idealerweise beginnt man mit einfachen Touren und steigert sich langsam. Wichtig ist vor jedem Trail die richtige Einstellung der Sattelhöhe. Bei der Fahrt sollten die Beine im Sitzen fast, aber nicht völlig durchgestreckt sein.
Vor dem Aufbruch sollte zudem der E-Bike-Akku aufgeladen werden, wobei der Reifendruck idealerweise bei 1,8 (Vorderreifen) und 2,2 bar (Hinterreifen) liegt. Wer weiche Kies-, Feld- und Waldwege befahren will, tut gut an einem noch geringeren Luftdruck. Sind diese Vorbereitungen getroffen, steht mit dem Anfahren am Berg die erste Herausforderung an. Damit sich das Vorderrad nicht aufbäumt und das hintere nicht wegrutscht, sollten Fahrer
- schon vor dem Bergauffahren den richtigen Gang wählen. Denn unter Last kann nicht geschaltet werden.
- immer sitzend Berge anfahren.
- das E-Bike schräg zum Hang aufstellen. Dabei steht die Pedalkurbel mit darauf ruhendem Fuß parallel zum Unterrohr.
- bei extrem steilen Anstiegen nach vorne rutschen und den Oberkörper vorne über beugen.
geschmeidig treten und ruckartige Bewegungen vermeiden. - die Körperhaltung an die Steigung anpassen.
Nicht nur die Fahrt bergauf will gelernt sein, sondern auch die Talfahrt. Am besten schont man beim Bergabfahren den Akku, indem man den Motor auf die kleinste Stufe schaltet. Statt sitzend fährt man stehend bergab, wobei man die Füße fest auf die Pedale stellt. Der Sattel wird idealerweise abgesenkt, damit man das Gewicht gut verlagern kann.
Bei steilen Bergabfahrten rutscht man zudem möglichst weit nach hinten, sodass der Lenker nicht absteigt. Die größte Herausforderung beim Bergabfahren sind die Kurven. Die Geschwindigkeit sollte beim Kurvenfahren nicht zu hoch ausfallen. Am besten bremst man kurz vor Biegungen per Hinterrad ab und beschleunigt anschließend sanft. Grundsätzlich sollten Vorder- und Hinterradbremse bei Bergtouren übrigens abwechselnd eingesetzt werden, um Überhitzung zu vermeiden.




