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Heute ist es leider schon soweit. Nach einer tollen Tourenwoche in der Schweiz geht es heute über den Gornergletscher zurück nach Zermatt und dann mit dem Zug raus aus den Bergen auf den Weg nach Hause!

Sonnenaufgang in den Alpen

Die Sonne geht gerade auf.

Es ist ein toller Morgen. Trotz der Höhe habe ich keine Probleme beim Aufstehen. Alle anderen aus der Gruppe sind schon wach und packen ihre Sachen. Ich muss noch den Hüttenschlafsack einpacken und das Bett ordentlich hinterlassen. Das ist die Regel, wenn man in der Hütte schläft.

Nachdem ich alles erledigt habe gehe ich die beiden Stockwerke nach unten und stelle meinen Rucksack an die Bank, die unten an der Rezeption steht. Jetzt gibt es erstmal Frühstück.

Ich muss zugeben, dass ich morgens nie viel Hunger habe. Das ist vor allem auf dieser Höhe ein Problem. Appetitlosigkeit kann sogar ein Anzeichen der Höhenkrankheit sein. Deswegen muss ich ein bisschen etwas essen, damit ich auch gut in Zermatt ankomme 😉

Matterhorn

DIe Aussicht vermisse ich jetzt schon!

Wenn ich so darüber nachdenke will ich noch nicht nach Hause fahren. Das ist aber immer so, wenn ich in den Bergen bin 🙂

Ich freue mich natürlich auf mein Bett und endlich mal wieder auf eine warme Dusche 🙂  Aber ich würde hier gerne noch für ein paar Wochen oder Monate bleiben. Es ist einfach so schön, wenn man morgens aufsteht und aus dem Zimmerfenster die Gletscher der 4000er sieht.

Zum Frühstück gibt es in den Hütten oft das gleiche. Ich esse morgens aber auch immer das gleiche 🙂 Das Buffet ist groß und man hat viel Auswahl. Es gibt Käse, Joghurt, Tee, Kaffee, Brötchen und noch vieles mehr. Ich nehme mir aber trotzdem nur einen Multivitaminsaft und eine Schüssel Früchtemüsli 😉 Das schmeckt mir immer!

Der Rückweg

Matterhorn vor Sonnenaufgang

Das Matterhorn zwischen dem Lyskamm und der Dufourspitze

Nachdem wir fertig mit dem Essen sind geht es auch schon los. Innerhalb von ca.3 -4 Stunden werden wir von 4.554 m. auf 1.608 m runtergehen. Das wird ziemlich anstrengend sein. Aber da kommen wir aber nicht drum rum.

Wir ziehen unsere Steigeisen an, holen unsere Eispickel, füllen unsere Thermoskannen mit Marschtee und heute müssen wir schon wieder die warmen Jacken anziehen.

Gornergletscher

Hier sind wir den ganzen Weg zurückgegangen

Ich bin bereit für den Abstieg. Der Raum hat sich so langsam gefüllt und ich beschließe schonmal rauszugehen. Ich gehe zur Tür, öffne sie und sehe den wohl schönsten Sonnenaufgang, den ich je in meinem Leben gesehen habe. Der ganze Himmel war rot. Die Berge sahen so spitz wie Messer aus und unter uns waren die Wolken.

Alles war ruhig. Ich konnte nichts hören. Die Menschen in Pedemonte sind noch am schlafen. Das erkenne ich daran, dass ich auch noch keine Autos sehen kann. Normalerweise würden wir die Lichter sehen.

Das einzige, was ich jetzt hören kann ist das Klirren von den Steigeisen. Unser Bergführer kam raus und seilte uns an. Hier oben war es wirklich kalt. Es wehte ein starker Wind und es war keine Wolke am Himmel. Zumindest nicht über uns 😉

An diesem Tag sind wir über den Gornergletscher zurück nach Zermatt gegangen. Der Gornergletscher zieht sich von der Signalkuppe ganz weit nach unten. An der Monte Rosa Hütte vorbei, fast bis zur Seilstation.

Bergsteiger auf Gletscher

Der Gornergletscher hat sehr viele Gletscherspalten

Auf dem Weg nach unten hatten wir zuerst eine tolle Aussicht. Zwischen dem Lyskamm und der Dufourspitze konnten wir auf das Matterhorn hinunter gucken. Der Gipfel war noch in Wolken umhüllt.

Wir befanden uns in dem Moment über dem Matterhorn und das war, wenn man mal so ein Bild vom Matterhorn gesehen hat ziemlich cool.

Der Mond war noch sehr gut zu sehen. Er war genau neben dem Gipfel des Lyskamms. Er ging aber mit uns unter. Wir sind genau zwischen der Dufourspitze und dem Lyskamm nach unten gegangen. Reschts und Links von uns türmten riesige Eispanzer, die bei der Kälte zum Glück eingefroren waren.

Der Weg nach unten war sehr lang und auf dem Gletscher gab es oft große Gletscherspalten. In diesen Momenten war ich doch ganz froh, dass ich einen lokalen Bergführer dabei hatte. Er kannte sich gut aus und er wusste genau wo die Gletscherspalten sind.

Matterhorn bei Sonnenaufgang

So schön war der Sonnenaufgang am Matterhorn

Nachdem wir für einen Moment keinen Mond und keine Sonne gesehen haben ging sie aber langsam auf. Wir waren in einer Art Kessel zwischen der Dufourspitze und dem Lyskamm. Wir standen also genau im Schatten der Dufourspitze . Auf die ersten Sonnenstrahlen müssen wir also noch ein bisschen warten.

Zuerst können wir die Sonnenstrahlen am Gipfel des Lyskamms sehen. Es sah so schön aus, dass ich die Blase an meinem Fuß nicht gemerkt habe 😉 Nach dem Lyskamm war das Matterhorn dran. Die Wolken sind verschwunden und der Gipfel des  Matterhorns wird angeleuchtet und das war einfach unbeschreiblich schön.

 Schweizer Alpen mit Bergsteiger

Da kann man doch nur neidisch werden 🙂

Auf dem Weg nach unten sahen wir einmal ein Zelt auf einem Felsvorsprung. Das waren bestimmt Fotografen. Sie waren schon wach und sie hatten den perfekten Blick auf’s Matterhorn.

Außerdem flog einmal für längere Zeit ein Helikopter im Gipfelbereich des Lykamms hin und her. Das sind dann die Momente, an denen man nochmal darüber nachdenkt, wie gefährlich Bergsteigen eigentlich ist.

Aber erst zuhause. Im Moment, wenn man auf dem Gletscher ist hat man keine Zeit darüber nachzudenken.

Gornergletscher

Wir sind immer wieder über Gletscherspalten gesprungen. Der Gornergletscher ist ziemlich lang und hat somit auch viele große Gletscherspalten.

Am Ende vom Gletscher gibt es auch ein paar Stellen, bei denen das Eis sehr dünn ist. Dort sind kleine Flüsse unter dem Eis und einmal bin ich sogar in den Fluss eingebrochen. Das ist dann schon ein ziemlich blödes Gefühl. Zum Glück habe ich eine gute Hose an.

Wir gehen am Ende vom Gletscher nach rechts. Dort müssen wir nochmal ein langes Stück durch Steine und Felsen nach unten gehen. Um genau zu sein zur Monte Rosa Hütte. Dort machen wir nochmal eine kurze Pause, um den Rest des Weges schön gemütlich weiterzugehen.

Wandern in der Schweiz

Es war kalt aber trotzdem total schön…

Monte Rosa Hütte

Hier konnten wir das letzte Mal die Monte Rosa Hütte sehen.

Die Monte Rosa Hütte ist sehr modern. Zumindest, wenn man sich so manch andere Berghütten anguckt 🙂

Auf dem Weg zur Hütte haben wir sogar zwei voll bepackte Rucksäcke mitten auf dem Weg gesehen. Es war niemand in der Nähe, aber die Rucksäcke lagen da einfach so rum. In den Alpen würde aber nie jemand auf die Idee kommen, diese Rucksäcke zu klauen 😉

Nach der Monte Rosa Hütte wird der Weg für eine bestimmte Zeit ziemlich uninteressant. Das darf man jetzt nicht falsch verstehen. Die Aussicht war mega schön, aber der Weg war ein bisschen langweilig. Wir sind nur durch Steine und Geröll gegangen und mussten die Steigeisen nur an einer kurzen Stelle anziehen.

Später wurde es aber wieder toll. Wir mussten eine ca. 15 Meter hohe Leiter hochklettern und dann einen steilen Weg zurückgehen.

Von diesem Weg aus hatten wir einen tollen Blick auf’s Matterhorn aber auch auf den Gornergletscher, die Signalkuppe, den Lyskamm, die Dufourspitze, die Monte Rosa Hütte und auf vieles mehr. Es ist einfach wie im Paradies…

Der schlimmste Moment

Gletscher in der Schweiz

Die letzte Aussicht auf die ganzen Gletscher!

Ja es gibt wirklich einen schlimmsten Moment. Es war der Moment, als wir wieder zurück zur Bahn kamen. Es waren plötzlich so viele Menschen da. Alle haben Bilder gemacht und alle Kinder haben rumgeschriehen…

Gornergletscher

Hier konnten wir schon das ‚Ende‘ vom Gornergletscher sehen

Das soll jetzt nicht heißen, dass ich die Leute nicht mag, aber ich mag das Gesamtpaket einfach nicht. In den Hütten war es so schön.

Es waren nur wenige Leute da und alle waren Bergsteiger. Da gab es keine Touristen, die mit der Seilbahn zum Gipfel und wieder zurückgefahren sind. Wir haben Profisportler gesehen und dann plötzlich nur noch Asiaten mit Kameras 😉

Wandern beim Matterhorn

Der Weg zurück.

Da muss man aber auch durch. Und am Ende habe ich mich doch ein bisschen auf Zuhause gefreut. Auch wenn wir bei uns leider keine Berge haben…

 

 

 

 

Signalkuppe Gipfelkreuz

Bei meiner letzten Tour war ich auf dem Balmenhorn. Das war eirklich schön. Heute werde ich aber nochmal ein Stück weiter gehen. Ich werde die Ludwigshöhe und die Signalkuppe besteigen.

Nach meinen ersten beiden 4000ern folgen jetzt die nächsten zwei für diesen Tag. Zum einen werde ich auf die Ludwigshöhe gehen und zum anderen werde ich die Signalkuppe besteigen. Wir werden sie aber nicht nur besteigen, sondern wir werden auch auf ihr schlafen. In der Capanna Regina Margherita. Das ist die Hütte, die direkt auf dem Gipfel der Sigalkuppe steht!

Die Capanna Regina Margherita ist auch die Höchte Schutzhütte in den Alpen!

Signalkuppe

Die Signalkuppe im Hintergrund

Weiter geht’s

Nachdem wir vom Balmenhorn heruntergeklettert sind, mussten wir erstmal auf unseren Bergführer warten. Er unterhielt sich noch kurz mit unserem anderen Bergführer und kam dann auch heruntergeklettert. Bei ihm ging es natürlich viel schneller. Er bindete uns ins Seil ein und wir konnten weiter gehen.


Nach einiger Zeit wurde mir sehr warm. Viel zu warm. Eigentlich hätte ich gedacht, dass es auf 4000 Metern eher kalt sein wird. Doch mit der reflektierenden Sonne wurde es immer wärmer. Sie brannte richtig im Nacken. Gut, dass ich Sonnencreme dabei hatte.

Ein Tipp von mir: Vergiss niemals etwas für den Schutz der Lippen mitzunehmen. Das kann sonst sehr schmerzhaft enden. Einfach mal in der Apotheke nach Sonnencreme für die Lippen fragen.

An diesem Tag waren nicht soviele Leute unterwegs. Zumindest nicht auf der Route, auf der wir unterwegs waren. Manchmal trafen wir vielleicht ein- höchstens zwei Seilschaften, die uns entgegenkamen aber die meisten haben morgens die Vincentpyramide, das Balmenhorn und die Ludwigshöhe übersprungen und sind direkt zur Signalkuppe gegangen.Wir waren also etwas spät dran. 

Trotzdem hatten wir im Gegensatz zu den anderen ein relativ schnelles Tempo drauf. Wir ließen einen nach dem anderen hinter uns und hatten somit am Ende des Tages auch noch genug Zeit für Pausen auf der Hütte.

Aussicht ludwigshöhe

Die Aussicht vom Gipfel der Ludwigshöhe

Dufourspitze

Die Aussicht vom Weg!

Wir gingen schon seit einiger Zeit in der Sonne. Um so mehr freute ich mich, als wir endlich am Grat der Ludwigshöhe ankamen. Vor dem Grat war es ein bisschen schattig.

Der Grat war wirklich sehr schmal. Deshalb konnte ich auf dem Grat auch keine Bilder machen. Das wird nur gehen, wenn ich mit ein oder zwei Personen und ohne Bergführer unterwegs bin.

Der Grat war leider nicht so lang. Das fande ich ein bisschen Schade, weil ich es auf Graten besonders schön finde.

 

 

Geschafft…

Wir haben es geschafft.
Ludwigshöhe (4.341 m)

Mein 4. 4000er in dieser Saison und mein 4. 4000er in meinem Leben.

Wir überlegten, ob wir auf dem Gipfel eine Pause machen sollen. Ich hätte nichts dagegen 🙂 Die Aussicht war super und von hier aus konnten wir schon die Signalkuppe sehen. Unser Ziel für diesen Tag und unser Ziel der ganzen Woche.

Am Ende beschlossen wir aber unten die Pause zu machen. Hier oben wehte ein ziemlich starker Wind und wir wollten keine Ohrenschmerzen bekommen.

Also gingen wir den Grat wieder runter. An so steilen Stellen gingen wir immer am kurzen Seil. Es ist eine schwierige Frage, ob man an so steilen Stellen lieber an kurzem, oder ohne Seil gehen soll. Am Seil könnte man den gestürzten einerseits halten. Andererseits könnte es aber auch passieren, dass er dich mitzieht und beide Abstürzen.

Wie machst du das? Bevorzugst du es lieber am kurzen Seil zu gehen oder lässt du bei so Situationen lieber die Finger vom Seil?

Faszination Berge

Ziel in Sicht! Ein paar Höhenmeter zur Signalkuppe

Unten angekommen gingen wir also noch ein Stück weiter. Links von uns konnten wir das Matterhorn sehen. Es war noch in Wolken umhüllt.

AUf dem Weg nach oben habe ich mich besonders gefreut, da die Signalkuppe höher als das Matterhorn ist. Das bedeutet, dass wir eine Nacht über dem Matterhorn geschlafen haben.

Signalkuppe Gipfel

Das Gipfelkreuz der Signalkuppe. Die Italienische Flagge!

Hier unten haben wir nochmal eine Pause gemacht. Durch das Tal konnten wir bis zum Matterhorn gucken. Von hier aus konnten wir auch sehen, wie weit wir schon gegangen sind. Das war echt weit!

Nach der Pause mussten wir nur noch dem Weg folgen. Es hat sich wieder in die Länge gezogen. Am Ende kam nochmal ein wirklich steiles Stück. Aber dann war es soweit. Wir waren da. Am Gipfel der Signalkuppe!

Signalkuppe (4.554 m)

Mein 5. 4000er in dieser Saison und in meinem Leben.
Ein mega Gefühl. Nach vier Tagen. Fast 50 km und 5000 Höhenmetern waren wir endlich am Ziel angekommen. Wir waren mitten in den Wolken. Nicht drüber und nicht drunter. Mitten in diesen riesigen Wolken, die sich hinter uns aufgetürmt haben…

 

Bergsteigen in der Schweiz

Ich bin ‚leider‘ wieder zuhause und habe die Breithorn Besteigung ohne Probleme bestanden 🙂

Ankunft in Zermatt

Es ist 14:00 Uhr. Endlich ist es soweit. Ich bin in Zermatt angekommen und suche erstmal die Bergführer, die mich bei der Tour begleiten werden. Vorerst sehe ich keinen. Doch nach einiger Zeit kommen beide auf mich zu.

Gandegghütte

Die Gandegghütte,die auf 3030 Metern liegt.Das Breithorn im Hintergrund!

Sie sind schon bereit und wir begrüßen uns.

Da ich mit dem Zug gekommen bin, wechsel ich zuerst meine Schuhe und gehe dann zurück zu ihnen. In der Zeit ist schon die ganze Gruppe eingetroffen. Ziemlich viele Leute…

Nach der Überprüfung der Ausrüstung ziehe ich mich komplett um und es kann losgehen.

Wir gehen ein Stück die Gassen entlang, die in dieser Jahreszeit gut gefüllt sind. Entlang von Mammut und The North Face Shops, die ich ziemlich cool finde, fahren wir heute mit der Seilbahn ein Stück hoch und gehen dann zur Gandegghütte, die auf 3030 Metern liegt.

Das Matterhorn ist immer dabei

Es fühlt sich ein bisschen so an, als ob uns das Matterhorn beobachten würde. Es steht zwar immer an einem Ort, wir können es aber fast die ganze Tour über sehen.

Noch ist es in Nebel umhüllt und es sieht aus wie ein kleiner Berg. Hoffentlich ändert sich das noch. Ich will das Matterhorn unbedingt sehen.

Matterhorn

Das Matterhorn ist noch mit Wolken umhüllt.

Nach einer kurzen Zeit kommen wir bei unserer ersten Hütte an. Es ist eine sehr schöne Hütte, da sie von 4000ern umgeben ist. Von hier aus sehen wir das Ziel für morgen.

Das Breithorn.

Mein erster 4000er. Morgen wir es soweit sein. Wenn alles gut geht, werde ich morgen auf meinem ersten 4000er stehen. Ich freue mich drauf 🙂

Viele Leute auf kleinem Raum…

Gandegghütte Terrasse

Die Terrasse. Ist es nicht ein Traum?!

Bei der Gandegghütte angekommen trinken wir erstmal etwas.

Das Wetter ist bis jetzt noch angenehm und es ist nicht zu heiß. Auf der schönsten Terrasse, die ich je auf so einer Hütte gesehen habe machen wir ein paar Bilder vom Breithorn und trinken zwischendurch etwas Kaltes.

In diesen Hütten bekommt man immer Hausschuhe, die man in der Hütte anziehen soll. Den Pickel legen wir unter eine Bank und die Steigeisen kommen mit rein.

Nach der kleinen Pause bringen wir unsere Rucksäcke in unser Zimmer. Die Treppe ist eng und man passt nur alleine drauf. In der Zeit müssen die anderen warten, bis man zur nächsten Treppe kommt.

Das Zimmer ist nicht viel größer, aber es ist besser als nichts. Die Betten liegen direkt nebeneinander und dort ist es auch sehr eng. Für die eine Nacht sollte es aber reichen…

Bevor wir schlafen gehen, planen wir noch die Tour für morgen. Danach geht es dann aber wirklich ins Bett. Für die Tour sollten wir ausgeschlafen sein.

Breithorn Besteigung

Der Wecker klingelt und wir packen alle Sachen zusammen. Bis jetzt ist noch alles ruhig und jeder ist noch etwas müde. Wir ziehen schon unsere Sachen für die Tour an und gehen mit dem Rucksack runter. Dort ist das Frühstück schon fertig und wir können etwas essen. Ein bisschen Brot mit Marmelade und ein Multivitaminsaft reichen mir.

Breithorn Sonnenaufgang

Das Breithorn bei Sonnenaufgang.

Danach gehen wir noch Zähne putzen und machen uns bereit. Die Berge werden an ihren Gipfeln schon von der Sonne angeleuchtet. Das sieht so schööön aus 🙂

Zuerst gehen wir nochmal zur Seilbahnstation zurück, von der aus wir mit der Gondel auf’s kleine Matterhorn fahren werden. In der Gondel treffen wir sogar Felix Neureuther, der auf dem Gletscher trainiert.

Die Breithorn Besteigung wir enfach mega schön 🙂

Los geht’s

Von der Station aus geht es jetzt aber wirklich los. Wir ziehen die Steigeisen an, werden an’s Seil angebunden und gehen auf den Gletscher. Von hier aus können wir schon Italien sehen.

Zuerst gehen wir noch einen relativ flachen Weg entlang. Steil genug soll es aber noch werden 🙂 Links von uns sehen wir immer wieder das Matterhorn, das so langsam aus den Wolken verschwindet. Nach ca. 20 Minuten machen wir eine kurze Pause. Jetzt müssen wir uns für den steilen Anstieg stärken.

Nach ein paar Riegeln und etwas Marschtee, den wir von den Hütten gestellt bekommen haben, binden wir uns wieder an’s Seil und gehen weiter. Es ist sehr warm. Gut, dass ich genug Sonnencreme dabei habe. Bei der Hitze kann man sich leicht verbrennen. Vor allem auf dem Gletscher!

Bergsteiger

Eine Gruppe vor den Italienischen Alpen.

Wir gehen immer in einem Tempo. Bis zum Gipfel machen wir keine Pause mehr. Das würde uns nur durcheinanderbringen. Es wird immer steiler und steiler, sodass ich den Pickel zur Stütze benutze. Vor uns ist eine relativ langsame Gruppe. Das kann, wenn man ein Tempo beibehält ganz schön nervig sein.

Wir müssen ihnen also folgen, bis wir zu der Kurve vor dem Gipfel kommen. Dort können wir sie dann überholen. In der Zeit fliegt zweimal ein Helikopter von Air Zermatt über uns. Hoffentlich ist nichts Schlimmes passiert…

Denn man darf das Breithorn nicht unterscvhätzen. Auch auf dem Breithorn gibt es Gletscherspalten.

Der Weg zieht sich etwas in die Länge, da ich immer darauf achten muss, wo ich hintreten kann. Ich kann mir nicht mal die schönen Berge angucken 🙂 Wenn ich einen falschen Tritt setze, falle ich. Wenn wir großes Pech haben, ziehe ich alle anderen mit und wir stürzen 150 Meter ab. Es ist aber sehr unwahrscheinlich, dass das passiert 🙂

Alpen

Die Aussicht vom Gipfel.

Da ist es…

Die letzten Meter. Ich kann schon sehen, wie es flacher wird. Von unten sieht es so aus, als ob das Breithorn einen sehr großen Gipfel hat. Umso größer war die Überraschung dann, als wir auf den letzten paar Metern auf einem Grat standen. Hier müssen wir nochmal aufpassen…

Endlich geschafft… Ich stehe auf meinem ersten 4000er. Auf dem Breithorn. 4.164 Meter.

Ich kann es noch nicht so richtig glauben…

 

 

Mit diesem Beitrag mache ich bei der Blogparade von Ousuca mit. Es geht um dein bestes Outdoor Erlebnis 2018. Da darf die Breithorn Besteigung, mein erster 4000er natürlich nicht fehlen 😉

Genauso wichtig wie die Steigeisen beim Bergsteigen ist der Eispickel. Ihn benutzt du nicht nur, um auf Eis klettern zu können, sondern er kann dir auch beim Gehen helfen. Indem du ihn als eine Art Krücke benutzt. Ich habe mir im Oktober letzten Jahres einen Eispickel von Stubai gekauft und möchte dir jetzt die Vor- und Nachteile von ihm erzählen.

Eispickel

Den Eispickel von Stubai habe ich das erste Mal auf dem Dachsteingletscher benutzt. Dort war ich nicht Eisklettern oder sonstiges, sondern ich habe einen Gletscherkurs gemacht, bei dem ich gelernt habe, wie ich jemanden aus einer Gletscherspalte rette. Genau bei diesem Gletscherkurs habe ich gemerkt, dass der Eispickel super ist und das ich ihn dir auf jeden Fall empfehlen würde.

Eispickel

Die Spitze unten am Eispickel. Mit allen Details!

Aussehen

Das Aussehen ist nicht das wichtigste, aber die Details sind wichtig. Die gebe ich dir jetzt. Ich werde den ihn von unten bis oben beschreiben. Ich hoffe auch, dass die Bilder dir dabei helfen.

Unten am Eispickel ist eine Spitze, die aus Metall. An der Seite dieser Metallspitze ist eine geriffelte Seite und in der Mitte ist ein kleines Loch. Darüber ist ein Schutz aus Plastik. Es fühlt sich nach guter Qualität an, aber wie es bei Plastik so ist, bekommt man dort auch schneller Kratzer und Schrammen rein. Das ist aber kein großes Problem, weil dieser Plastikteil nur sehr klein ist.

Eispickel

Schriftzug und Logo von Stubai.

Von dort an bis ungefähr zur Mitte vom Eispickel gibt es dann eine Gummischicht. Diese Gummischicht finde ich total gut, weil es erstens sehr stabiles Gummi ist und weil es zweitens deine Hände vor der Kälte schützt, die sonst sehr stark wäre, wenn man nur das Metall anfassen würde.

Etwas oberhalb dieser Gummischicht ist der Eispickel ein bisschen verbogen. Keine Angst das ist Absicht! Ich finde es auch besser so, als wenn der Eispickel gerade nach oben gehen würde. Ich kann mit so einem ‚Verbogenen‘ Eispickel besser in’s Eis schlagen. Auf dieser Fläche ist dann auch Der Schriftzug und das Logo von Stubai abgebildet.

Darüber kommt dann auch die Spitze, die man dann in’s Eis oder in den Schnee schlägt. Sie ist in der gleichen Farbe wie die untere Spitze. Mehr Details kannst du hier auf dem Bild erkennen.

Eispickel

Der Gummischutz zum Festhalten!

Vor- Nachteile

Jetzt würde ich dir gerne die Vor- und Nachteile von diesem Eispickel erzählen.

Vorteile:

  • Perfektes Gewicht
  • Sehr gute Größe
  • Viel Platz zum Greifen
  • Spitz genug
  • Sieht gut aus ;D

Nachteil(e):

  • Farbe von Metall an der Spitze geht etwas zu schnell ab

Wie du siehst gibt es nur einen Nachteil. Ich habe auch lange überlegt, ob es überhaupt ein Nachteil ist, weil es kein Problem ist, wenn die Farbe abgeht. Das muss aber jeder selber wissen.

Eispickel

Die Spitze oben am Eispickel.

Informationen

  • STUBAI Eisgerät
  • STUBAI Pickel
  • Hochalpines Gerät
  • Einsteigereisgerät
  • Eisklettergerät
  • Gewicht inkl. Verpackung: 680g.

Fazit

Mein Fazit ist, dass es eigentlich der perfekte Eispickel ist. Vor allem wenn du gerade anfängst. Aber auch wenn du Fortgeschritten bist, wirst du bestimmt viel Spaß mit ihm haben.

 

Dachstein Gletscher im Herbst

Ihr wollt vielleicht den Dachstein Gletscher besuchen ? Ist er einen Besuch wert ? Ich sage euch, warum ihr es machen solltet 😀

Ich war im Oktober auf dem Dachstein Gletscher. Es war ein perfekter Tag. Es war schönes Wetter und die Anreise war auch gut. Ich habe im Berghotel Türlwandhütte übernachtet. Die Zimmer waren schön und das Frühstück war sehr lecker. Das Berghotel Türlwandhütte ist ungefähr 100 m. von der Seilbahn entfernt, die auf den Dachstein Gletscher führt. Die Seilbahn hatte ab 7:50 geöffnet und die letzte Fahrt war um 16:50. Das kommt aber auf die Jahreszeit an.  Die Seilbahn bezwingt 1000 Höhenmeter in ungefähr 5-6 Minute. Das tolle an der Seilbahn sind die „Terassen.“ Man kann sich entweder in die Gondel, oder auf die Gondel stellen. Die Gondel war auch an dem schönen Tag nicht sehr voll. Für alle Bergretter Fans ist der Besuch am Dachstein Gletscher natürlich Pflicht ;D Dort werden fast alle Bergretter Folgen gedreht. Auf dem Bild sieht die Fahrt sehr hoch aus, aber dafür hat man in der Gondel eine super Aussicht.

Man kann aber natürlich nur an schönen Tagen auf die Terasse. Wir hatten das Glück und konnten darauf. Es war zwar schön warm, aber es wurde später ein bisschen kühler, weil dort ein starker Wind war. Also wenn ihr mit der Terasse fahren wollt, dann nehmt euch lieber eine Jacke mit.

Oben angekommen ist ein großes Restaurant, bei dem man nach langen, oder kurzen Ausflügen etwas essen kann. Wir hatten natürlich noch kein Hunger. Also gingen wir einfach mal den Weg lang. Dann kamen wir auch endlich zum Schnee. Endlich. Es gab viele Skifahrer, die dort am Trainieren waren.

Deshalb sind wir hier aber nicht hingekommen. Wir gingen also ein bisschen weiter und kamen zu einem kleinen Wanderweg, der im Schnee war. In den Bergen muss man natürlich auch immer aufpassen. Auf dem Dachstein Gletscher gibt es auch Gletscherspalten. Am nächsten Tag habe ich sogar einen Gletscherkurs gemacht. Hier könnt ihr davon lesen. Es gibt auch einen Weg, auf dem es keine gefährlichen Stellen gibt, aber ihr solltet auf jeden Fall auf dem Weg bleiben. Es gibt immer wieder Schilder, die darauf hinweisen. Den Weg kann man aber nicht übersehen, weil diese Schilder am Rand stehen und weil man die Spur auf dem Boden sieht.

Wenn man auf dem gesichertem Weg läuft, dann kann man aber nichts falsch machen. An Tagen, an denen die Sonne scheint, sollte man darauf achten, das man Sonnenschutz mit hat. Es war immernoch kühl, aber die Sonne hat trotzdem gebrannt. Nicht nur an sonnigen Tagen, sondern auch an Bewölkten Tagen.  An manchen Stellen ist der Weg steil, aber er ist nicht schwer. An sonnigen Tagen hat man auch eine super Aussicht. Aber nicht nur das, sondern es laufen auch mehr Leute auf dem Gletscher. Der Weg führt übrigens zu der Seethalerhütte auf 2740 m. Wir sind auch zu dieser Hütte gewandert und tranken dort eine kalte Apfelsaftschorle. Eine kalte Apfelsaftschorle auf 2700m auf einem Gletscher ? Genau. Es wurde so warm, das wir unsere Jacken auszogen und etwas kaltes zum trinken brauchten. Aber jetzt nochmal zum Weg. Schon von der Skipiste aus, hatte man eine super Aussicht.

Man konnte in die Täler gucken, in denen natürlich noch kein Schnee lag. Das dachten wir. Direkt am nächsten Tag, hatte es fast 5 cm. geschneit. Also packt euch auch im Herbst Wintersachen ein.

Man konnte aber nicht nur die Täler sehen, sonder auch die Menschen, welche zur Seethalerhütte oder auf den hohen Dachstein klettern wollten. Hier seht ihr mal, wie es aussieht. Das war auch der Weg, auf dem wir zur Seethalerhütte gingen.

Der Weg sieht aber länger aus, als er ist. Wir waren nach ca. 30 Minuten bei der Seethalerhütte. Der Weg war gar nicht so rutschig wie gedacht. Trotzdem sollte man keine Sandalen anziehen 😀 Zwischendurch kamen uns immer mal wieder Skifahrer entgegen. Manche „liefen“ den Berg sogar mit ihren Skiern hoch. Daran sieht man auch, dass es nicht sehr steil ist. Mit der Höhe hatten wir auch keine Probleme. Ich habe eigentlich keinen Unterschied bemerkt. Doch man sah immer wieder Gletscherspalten, die am Wegrand in den Boden eingeschnitten waren. Wenn man nur wegen den Gletscherspalten zum Dachstein kommt, dann sollte man darauf achten, dass es an den Tagen zuvor nicht geschneit hat. Weil wenn es vorher schneit, dann kan es vorkommen, dass man die Gletscherspalten nicht mehr sieht, weil sie von Schnee überdeckt sind. Wir hatten aber auch immer wieder eine gute Sicht auf die umliegenden Berge.

Das Foto habe ich noch am Anfang gemacht. Hier sieht man die Skilifte, von denen es ein paar auf dem Dachstein gibt.

Hier sieht man noch die Spuren von den Langläufern, die zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich Mittagspause gemacht haben.

Wenn ihr den Weg bei gutem Wetter geht, habt ihr die Chance, den Gipfel vom hohen Dachstein zu sehen. Der hohe Dachstein sah sehr hoch aus, dafür, dass er nur ein paar hundert Meter höher ist. Wir standen mit Staunenden Gesichtern vor ihm. Nach einiger Zeit sahen wir zwei kleine Punkte. Waren das etwa Leute ? Ja. Das waren zwei Bergsteiger, die kurz vor dem Gipfel waren. Wir sahen aber immer mehr Leute. Manche waren gerade am Eisklettern, und manche gingen einen Klettersteig. Ihr könnt mir ja mal in die Kommentare schreiben, ob ihr die beiden Kletterer seht. Eigentlich wollte ich in den nächsten Tagen auch auf den Hohen Dachstein, was aber nicht ging, weil es den ganzen Tag schneite.

Wir haben aber nicht nur Kletterer auf dem Hohen Dachstein gesehen, sondern auch welche, die gerade wieder runtergekommen sind.

Dann ist man nach ein paar Minuten schon bei der Seethalerhütte. Dort gibt es auch ein Gipfelkreuz. Man hat eine sehr weite Sicht. Aber dort will man natürlich auch was essen. Die Seethalerhütte ist eigentlich sehr schön. Die Gebetsflaggen erinnern einen ein bisschen an Nepal.

Aber wir hatten ein Problem. Wir hatten nicht genug Geld mit. Wir haben die Apfelsaftschorlen schon getrunken und merkten dann, dass wir ein paar Euro zu wenig mit hatten. Also gingen wir zum Hüttenwirt und erzähltem ihm das. Er sagte sofort, dass es kein Problem ist, und das wir ihm das Geld im Berghotel Türlwandhütte geben konnten. Da hatten wir sehr viel Glück, dass wir im gleichem Hotel übernachtet haben. Also wenn ihr mal so ein Problem habt, würde ich ihn einfach mal fragen. Dann müsst ihr ihm das Geld aber auch zurück geben. Er arbeitet genau so viel wie ihr dafür. Das ist mein kleiner Geheimtipp ;D

Am Ende kann ich sagen, dass eigentlich jeder auf den Dachstein Gletscher kann. Solange das Wetter stimmt und man auf dem Weg bleibt, sollte es für niemenden ein gefährlich werden. Mit Babys solltet ihr wegen der Höhe aufpassen, aber sonst denke ich, dass die Höhe auch kein Problem sein sollte.

Ich hoffe der Beitrag hat euch gefallen und ihr geht auch mal auf den Dachstein Gletscher.

Bis zum nächsten mal

Oliver