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Die Monte Rosa Tour. Sie war meine erste richtige Tour, auf der ich Bergsteigen war und es war die erste Tour, auf der ich über 4000 Meter war!

Ankunft in Zermatt

In diesem Beitrag möchte ich die Monte Rosa Tour nochmal in 3 Teile zusammenfassen und euch alles genau beschreiben. Ihr könnt euch aber auch jeden einzelnen Beitrag durchlesen.Alpen Sonnenaufgang

Die Tour startete in Zermatt. Um 14:00 Uhr trafen wir uns dort am Hauptbahnhof. Ich bin mit dem Zug von Visp nach Zermatt gefahren (Preis ca.18 Franken) und war somit schon ein bisschen früher da. Das war eigentlich ganz gut, weil ich mich schon ein bisschen umgucken konnte.

Die Läden von The North Face und Mammut habe ich dabei natürlich nicht übersehen 😉 Aber auch sonst ist Zermatt sehr schön. Egal wo man hinguckt. Überall waren Berge und Bergsteiger. Die sind mit der ganzen Ausrüstung durch die Stadt gelaufen!

Ich war fast zehn Minuten früher da. Also ging ich um 14:00 Uhr vor den Hauptbahnhof. In Zermatt waren sehr viele Menschen unterwegs. Dazu gehörten nicht nur die Bergsteiger, sondern auch die Touristen. Es war meiner Meinung nach schon ein bisschen zu voll. Aber das würde sich noch ändern.

Pünktlich um 14:00 Uhr waren alle da. Wegen der langen Zugfahrt hatte ich aber noch meine ’normalen‘ Klamotten an. Mit der Jeans konnte ich natürlich nicht gehen. Also fragte ich, ob ich mich kurz umziehen könne. Die Bergführer sagten, dass wir zuerst das Material kontrollieren würden und das ich mich dann umziehen könnte.

Das machten wir dann auch. Jeder bekam sein ausgeliehenes Material und alles, was man auf der Tour nicht gebrauchen könnte, kam in den Spind. Das war bei mir ein kleines Problem, weil ich es nicht mitbekommen habe. Ich habe die Straßenschuhe usw. mitgenommen 😉

Tipp von mir: Egal ob du die Monte Rosa Tour oder irgendeine andere Tour in der Nähe von Zermatt gehst. Lasse die Sachen, die du nicht gebrauchen könntest im Spind. Dadurch wird der Rucksack viel leichter.

Gandegghütte mit Breithorn im Hintergrund

Die Gandegghütte,welche auf 3030 Metern liegt.
 

 

Tag 1: Wanderung zur Gandegghütte

Nachdem ich mich umgezogen habe ging es auch schon los. Zuerst gingen wir durch die kleinen Gassen in Zermatt zu der Seilbahn, die uns Richtung Gandegghütte bringen würde. (Preis ca.40 Franken) Nur 100 Meter vom Stadtzentrum entfernt waren schon fast keine Touristen mehr da.

Mit der Seilbahn sind wir zwei Stationen weit gefahren. Von der Gondel aus hat man eigentlich eine gute Sicht auf das Matterhorn. An diesem Tag war es aber leider in Wolken umhüllt. Wir konnten es also noch nicht sehen.

Was mich ein bisschen verwundert hat, war, dass ein paar Touristen sogar mit kurzen Hosen und T-Shirts bis nach ganz oben gefahren sind. Vielleicht kann man von der obersten Station auch wieder runtergehen.

Oben angekommen gingen wir erstmal durch das Gebäude an die andere Seite nach draußen. Dort wurden wir dann in zwei Gruppen eingeteilt. Für jeden Bergführer gab es 5 Kunden. Wir bekamen den Tipp, dass wir am besten schon die Jacken anziehen sollen, da es an diesem Tag ein bisschen Windig war.

Ich hätte eigentlich gedacht, dass die Wanderung zur Hütte länger dauert. Aber nach ca.30 Minuten waren wir schon an der Gandegghütte angekommen. Der Weg dorthin war nicht besonders schwierig. Dort lagen nur ein paar Felsen und Steine im Weg rum. In den Schnee oder auf den Gletscher kamen wir bis dahin noch nicht.

Wir kamen auch an einem kleinen See vorbei. Darin spiegelte sich das sogar Matterhorn drinnen. Nach dem anstrengenden Tag wollte ich dort meine Flasche mit Wasser auffüllen aber das Wasser ist nicht zum trinken geeignet..

Tipp von mir: Unser Bergführer hat uns gesagt, dass man Gletscherwasser besser nicht trinken soll. Wir sollen uns lieber eine Quelle suchen. Das wusste ich bis dahin noch nicht. Ich dachte, dass man fast jedes Wasser in den Bergen trinken kann.

Nach einem kurzen Stück, das ein bisschen steiler war kamen wir schon an der Gandegghütte an. Ein paar Bergsteiger saßen schon auf der Terrasse, die auch zum Trinken einlädt. Direkt vor dem Breithorn und mit Fell ausgelegt macht die Terrasse einen schönen Eindruck.

Gandegghütte Terrasse

Die Terrasse. Ist es nicht ein Traum?!

Wir saßen uns auch erstmal hin und tranken etwas. (Preis ca. 7 Franken für eine Apfelsaftschorle)

Tipp von mir: Wechselt vorher unbedingt euer Geld in Franken. Für mich war es zwar möglich mit Euro zu bezahlen. Es hätte dann aber 7 Euro gekostet. Mein Bergführer war aber so nett und hat das für mich übernommen.

Die Gandegghütte ist wirklich schön gelegen. Von der Hütte aus hat man einen perfekten Blick auf alle 4000er in der Umgebung. Und das beste ist natürlich, dass man das Breithorn so gut sehen kann. Da es auch ein Teil der Monte Rosa Tour ist, freut man sich umso mehr auf den nächsten Tag, wenn man das Breithorn vorher schon so gut gesehen hat.

Abends gab es dann etwas zum Essen. Ich weiß leider nicht mehr genau was es war aber es gab immer extra etwas für uns Vegetarier. Das war auf jeder Hütte der Monte Rosa Tour so. Ich habe immer etwas leckeres Vegetarisches zum Essen bekommen.

Das Abendessen war aber sehr spannend. Nicht wegen dem Essen 😉 Es war wegen den ganzen Lawinen. Weil der Tag so warm war haben sich an der Breithorn Nordwand immer mal wieder Lawinen gebildet. Die sind dann bis runter an den Gletscher ‚geflossen‘ und das Knallen davon konnte man einfach nicht überhören.

Sobald es laut geknallt hat, haben sich immer alle Köpfe zur Nordwand gedreht, weil jeder sehen wollte, wie groß die Lawine war.

Hüttenleben

Die Hausschuhe konnten wir direkt in der Hütte ausleihen (Preis: 0 Franken) Die Zimmer sind leider etwas klein aber vielleicht kam es auch nur mir so vor, weil ich vorher noch nie in einem Lager geschlafen habe. Da sind die Betten direkt nebeneinander gereiht. Es gibt also keine Einzelbetten, sondern es sind eher Bettreihen.

Am Abend konnte ich noch ein bisschen rausgehen und ein paar Bilder von der schönen Landschaft machen. Das hat sich auch echt gelohnt. Vor allem, weil Abends fast keiner mehr draußen war. Die meisten haben sich ihre Zähne geputzt, sich umgezogen und sind dann schlafen gegangen.

Breithorn Sonnenaufgang

Das Breithorn bei Sonnenuntergang

Für alle (Hobby)-Fotografen lohnt es sich aber, wenn man Abends nochmal rausgeht. 🙂

Die Nacht war eigentlich ganz okay. Ich bin ein paar mal aufgewacht, aber das war bei jedem so.

Tag 2: Breithorn Besteigung

Der nächste Tag startete schon vor dem Sonnenaufgang. Die Breithorn Besteigung stand an.

Ich zog den Hüttenschlafsack wieder ab, faltete meine Decke ordentlich und legte sie wieder auf das Bett. Die anderen aus der Gruppe waren schon wach. Alle zogen sich an und gingen nach unten. Die Rucksäcke konnten wir schon draußen hinlegen.

Wir frühstückten etwas. Es gab sehr viel. Egal ob Tee, Kaffee, Müsli oder Brötchen. Für jeden war etwas dabei. Draußen auf der Terrasse standen zwei Behälter voll mit Tee und Kaffee. Den konnte man sich in die Thermosflasche füllen. Das ist der sogenannte Marschtee.

Nach dem Frühstück putzen wir uns die Zähne und machten uns Bereit für die Besteigung.

Die Besteigung ging eigentlich erst auf dem kleinen Matterhorn so richtig los. Dafür mussten wir den Weg, den wir am ersten Tag gegangen sind, wieder zurückgehen und mit der Seilbahn auf das kleine Matterhorn fahren. (Preis von allen Seilbahnen in der Gegend insgesamt 50 Franken)

Auf der gesamten Monte Rosa Tour sind wir mit ungefähr 3 Seilbahnen gefahren.

Wir konnten die Karte vom vorherigen Tag benutzen. Die Seilbahn war auch schon da und wir konnten direkt losfahren.

Die Gondel war sehr voll. Das lag vor allem an den ganzen Skifahrern, die dort trainiert haben. Wir haben unter anderem Felix Neureuther in der Gondel getroffen.

Nachdem wir oben aus der Gondel ausgestiegen sind, mussten wir auch erstmal über die Piste bis hin zum Gletscher gehen. Das war aber nur ein kleines Stück auf der Piste. Außerdem war die Piste eigentlich ganz gut, weil wir darauf unsere Steigeisen anziehen konnten.

Bergsteiger im Nebel

Der Weg über die Piste

Dort oben auf der Piste sah es nach eher nebligen Wetter aus. Wir konnten keine 10 Meter sehen. Aber sobald wir auf den Gletscher gegangen sind, wurde es wieder schön. Das Matterhorn war links von uns und das Breithorn war genau vor uns.

Unsere Bergführer kannten sich sehr gut aus. Wir sind also die ersten hundert Meter geradeaus auf dem Gletscher gegangen. Es kann sein, dass wir auch über Gletscherspalten gegangen sind aber die waren dann noch zugefroren.

Nachdem wir ca 40 Minuten gegangen sind, machten wir nochmal eine kurze Pause. Wir tranken etwas, manche gingen auf Toilette und ein Müsliriegel war auch dabei. Mehr Zeit hatten wir aber nicht.

Danach war der Weg immer der gleiche. Es ging die ganze Zeit steil Bergauf. Durch die Spuren der anderen war es aber sehr einfach den Weg zu finden. Das könnte, wenn es schneit aber ziemlich schwierig werden.

Unser Bergführer nahm uns an’s kurze Seil und wir folgten dem Weg nach oben. Kurz bevor wir auf dem Gipfel waren, flog ein Helikopter von der Air Zermatt über uns her. Ich kann nur hoffen, dass nicht schlimmes passiert ist.

Gipfelsieg

Die letzten paar Meter waren die besten. Wir folgten einer scharfen Kurve nach rechts, überholten dabei ein paar andere Bergsteiger und waren dann auf dem Gipfel. Es ist kein großer Gipfel. Es gibt auch kein Gipfelkreuz, aber die Aussicht war der Hammer.

Mit dem Breithorn haben wir den ersten 4000er der Monte Rosa Tour geschafft.Monte Rosa

Schweizer Alpen

Die Aussicht vom Gipfel.

Nächste Woche am Montag kommt der zweite Teil der Monte Rosa Tour online.

 

 

 

 

 

Heute ist es leider schon soweit. Nach einer tollen Tourenwoche in der Schweiz geht es heute über den Gornergletscher zurück nach Zermatt und dann mit dem Zug raus aus den Bergen auf den Weg nach Hause!

Sonnenaufgang in den Alpen

Die Sonne geht gerade auf.

Es ist ein toller Morgen. Trotz der Höhe habe ich keine Probleme beim Aufstehen. Alle anderen aus der Gruppe sind schon wach und packen ihre Sachen. Ich muss noch den Hüttenschlafsack einpacken und das Bett ordentlich hinterlassen. Das ist die Regel, wenn man in der Hütte schläft.

Nachdem ich alles erledigt habe gehe ich die beiden Stockwerke nach unten und stelle meinen Rucksack an die Bank, die unten an der Rezeption steht. Jetzt gibt es erstmal Frühstück.

Ich muss zugeben, dass ich morgens nie viel Hunger habe. Das ist vor allem auf dieser Höhe ein Problem. Appetitlosigkeit kann sogar ein Anzeichen der Höhenkrankheit sein. Deswegen muss ich ein bisschen etwas essen, damit ich auch gut in Zermatt ankomme 😉

Matterhorn

DIe Aussicht vermisse ich jetzt schon!

Wenn ich so darüber nachdenke will ich noch nicht nach Hause fahren. Das ist aber immer so, wenn ich in den Bergen bin 🙂

Ich freue mich natürlich auf mein Bett und endlich mal wieder auf eine warme Dusche 🙂  Aber ich würde hier gerne noch für ein paar Wochen oder Monate bleiben. Es ist einfach so schön, wenn man morgens aufsteht und aus dem Zimmerfenster die Gletscher der 4000er sieht.

Zum Frühstück gibt es in den Hütten oft das gleiche. Ich esse morgens aber auch immer das gleiche 🙂 Das Buffet ist groß und man hat viel Auswahl. Es gibt Käse, Joghurt, Tee, Kaffee, Brötchen und noch vieles mehr. Ich nehme mir aber trotzdem nur einen Multivitaminsaft und eine Schüssel Früchtemüsli 😉 Das schmeckt mir immer!

Der Rückweg

Matterhorn vor Sonnenaufgang

Das Matterhorn zwischen dem Lyskamm und der Dufourspitze

Nachdem wir fertig mit dem Essen sind geht es auch schon los. Innerhalb von ca.3 -4 Stunden werden wir von 4.554 m. auf 1.608 m runtergehen. Das wird ziemlich anstrengend sein. Aber da kommen wir aber nicht drum rum.

Wir ziehen unsere Steigeisen an, holen unsere Eispickel, füllen unsere Thermoskannen mit Marschtee und heute müssen wir schon wieder die warmen Jacken anziehen.

Gornergletscher

Hier sind wir den ganzen Weg zurückgegangen

Ich bin bereit für den Abstieg. Der Raum hat sich so langsam gefüllt und ich beschließe schonmal rauszugehen. Ich gehe zur Tür, öffne sie und sehe den wohl schönsten Sonnenaufgang, den ich je in meinem Leben gesehen habe. Der ganze Himmel war rot. Die Berge sahen so spitz wie Messer aus und unter uns waren die Wolken.

Alles war ruhig. Ich konnte nichts hören. Die Menschen in Pedemonte sind noch am schlafen. Das erkenne ich daran, dass ich auch noch keine Autos sehen kann. Normalerweise würden wir die Lichter sehen.

Das einzige, was ich jetzt hören kann ist das Klirren von den Steigeisen. Unser Bergführer kam raus und seilte uns an. Hier oben war es wirklich kalt. Es wehte ein starker Wind und es war keine Wolke am Himmel. Zumindest nicht über uns 😉

An diesem Tag sind wir über den Gornergletscher zurück nach Zermatt gegangen. Der Gornergletscher zieht sich von der Signalkuppe ganz weit nach unten. An der Monte Rosa Hütte vorbei, fast bis zur Seilstation.

Bergsteiger auf Gletscher

Der Gornergletscher hat sehr viele Gletscherspalten

Auf dem Weg nach unten hatten wir zuerst eine tolle Aussicht. Zwischen dem Lyskamm und der Dufourspitze konnten wir auf das Matterhorn hinunter gucken. Der Gipfel war noch in Wolken umhüllt.

Wir befanden uns in dem Moment über dem Matterhorn und das war, wenn man mal so ein Bild vom Matterhorn gesehen hat ziemlich cool.

Der Mond war noch sehr gut zu sehen. Er war genau neben dem Gipfel des Lyskamms. Er ging aber mit uns unter. Wir sind genau zwischen der Dufourspitze und dem Lyskamm nach unten gegangen. Reschts und Links von uns türmten riesige Eispanzer, die bei der Kälte zum Glück eingefroren waren.

Der Weg nach unten war sehr lang und auf dem Gletscher gab es oft große Gletscherspalten. In diesen Momenten war ich doch ganz froh, dass ich einen lokalen Bergführer dabei hatte. Er kannte sich gut aus und er wusste genau wo die Gletscherspalten sind.

Matterhorn bei Sonnenaufgang

So schön war der Sonnenaufgang am Matterhorn

Nachdem wir für einen Moment keinen Mond und keine Sonne gesehen haben ging sie aber langsam auf. Wir waren in einer Art Kessel zwischen der Dufourspitze und dem Lyskamm. Wir standen also genau im Schatten der Dufourspitze . Auf die ersten Sonnenstrahlen müssen wir also noch ein bisschen warten.

Zuerst können wir die Sonnenstrahlen am Gipfel des Lyskamms sehen. Es sah so schön aus, dass ich die Blase an meinem Fuß nicht gemerkt habe 😉 Nach dem Lyskamm war das Matterhorn dran. Die Wolken sind verschwunden und der Gipfel des  Matterhorns wird angeleuchtet und das war einfach unbeschreiblich schön.

 Schweizer Alpen mit Bergsteiger

Da kann man doch nur neidisch werden 🙂

Auf dem Weg nach unten sahen wir einmal ein Zelt auf einem Felsvorsprung. Das waren bestimmt Fotografen. Sie waren schon wach und sie hatten den perfekten Blick auf’s Matterhorn.

Außerdem flog einmal für längere Zeit ein Helikopter im Gipfelbereich des Lykamms hin und her. Das sind dann die Momente, an denen man nochmal darüber nachdenkt, wie gefährlich Bergsteigen eigentlich ist.

Aber erst zuhause. Im Moment, wenn man auf dem Gletscher ist hat man keine Zeit darüber nachzudenken.

Gornergletscher

Wir sind immer wieder über Gletscherspalten gesprungen. Der Gornergletscher ist ziemlich lang und hat somit auch viele große Gletscherspalten.

Am Ende vom Gletscher gibt es auch ein paar Stellen, bei denen das Eis sehr dünn ist. Dort sind kleine Flüsse unter dem Eis und einmal bin ich sogar in den Fluss eingebrochen. Das ist dann schon ein ziemlich blödes Gefühl. Zum Glück habe ich eine gute Hose an.

Wir gehen am Ende vom Gletscher nach rechts. Dort müssen wir nochmal ein langes Stück durch Steine und Felsen nach unten gehen. Um genau zu sein zur Monte Rosa Hütte. Dort machen wir nochmal eine kurze Pause, um den Rest des Weges schön gemütlich weiterzugehen.

Wandern in der Schweiz

Es war kalt aber trotzdem total schön…

Monte Rosa Hütte

Hier konnten wir das letzte Mal die Monte Rosa Hütte sehen.

Die Monte Rosa Hütte ist sehr modern. Zumindest, wenn man sich so manch andere Berghütten anguckt 🙂

Auf dem Weg zur Hütte haben wir sogar zwei voll bepackte Rucksäcke mitten auf dem Weg gesehen. Es war niemand in der Nähe, aber die Rucksäcke lagen da einfach so rum. In den Alpen würde aber nie jemand auf die Idee kommen, diese Rucksäcke zu klauen 😉

Nach der Monte Rosa Hütte wird der Weg für eine bestimmte Zeit ziemlich uninteressant. Das darf man jetzt nicht falsch verstehen. Die Aussicht war mega schön, aber der Weg war ein bisschen langweilig. Wir sind nur durch Steine und Geröll gegangen und mussten die Steigeisen nur an einer kurzen Stelle anziehen.

Später wurde es aber wieder toll. Wir mussten eine ca. 15 Meter hohe Leiter hochklettern und dann einen steilen Weg zurückgehen.

Von diesem Weg aus hatten wir einen tollen Blick auf’s Matterhorn aber auch auf den Gornergletscher, die Signalkuppe, den Lyskamm, die Dufourspitze, die Monte Rosa Hütte und auf vieles mehr. Es ist einfach wie im Paradies…

Der schlimmste Moment

Gletscher in der Schweiz

Die letzte Aussicht auf die ganzen Gletscher!

Ja es gibt wirklich einen schlimmsten Moment. Es war der Moment, als wir wieder zurück zur Bahn kamen. Es waren plötzlich so viele Menschen da. Alle haben Bilder gemacht und alle Kinder haben rumgeschriehen…

Gornergletscher

Hier konnten wir schon das ‚Ende‘ vom Gornergletscher sehen

Das soll jetzt nicht heißen, dass ich die Leute nicht mag, aber ich mag das Gesamtpaket einfach nicht. In den Hütten war es so schön.

Es waren nur wenige Leute da und alle waren Bergsteiger. Da gab es keine Touristen, die mit der Seilbahn zum Gipfel und wieder zurückgefahren sind. Wir haben Profisportler gesehen und dann plötzlich nur noch Asiaten mit Kameras 😉

Wandern beim Matterhorn

Der Weg zurück.

Da muss man aber auch durch. Und am Ende habe ich mich doch ein bisschen auf Zuhause gefreut. Auch wenn wir bei uns leider keine Berge haben…

 

 

 

 

Signalkuppe Gipfelkreuz

Bei meiner letzten Tour war ich auf dem Balmenhorn. Das war eirklich schön. Heute werde ich aber nochmal ein Stück weiter gehen. Ich werde die Ludwigshöhe und die Signalkuppe besteigen.

Nach meinen ersten beiden 4000ern folgen jetzt die nächsten zwei für diesen Tag. Zum einen werde ich auf die Ludwigshöhe gehen und zum anderen werde ich die Signalkuppe besteigen. Wir werden sie aber nicht nur besteigen, sondern wir werden auch auf ihr schlafen. In der Capanna Regina Margherita. Das ist die Hütte, die direkt auf dem Gipfel der Sigalkuppe steht!

Die Capanna Regina Margherita ist auch die Höchte Schutzhütte in den Alpen!

Signalkuppe

Die Signalkuppe im Hintergrund

Weiter geht’s

Nachdem wir vom Balmenhorn heruntergeklettert sind, mussten wir erstmal auf unseren Bergführer warten. Er unterhielt sich noch kurz mit unserem anderen Bergführer und kam dann auch heruntergeklettert. Bei ihm ging es natürlich viel schneller. Er bindete uns ins Seil ein und wir konnten weiter gehen.


Nach einiger Zeit wurde mir sehr warm. Viel zu warm. Eigentlich hätte ich gedacht, dass es auf 4000 Metern eher kalt sein wird. Doch mit der reflektierenden Sonne wurde es immer wärmer. Sie brannte richtig im Nacken. Gut, dass ich Sonnencreme dabei hatte.

Ein Tipp von mir: Vergiss niemals etwas für den Schutz der Lippen mitzunehmen. Das kann sonst sehr schmerzhaft enden. Einfach mal in der Apotheke nach Sonnencreme für die Lippen fragen.

An diesem Tag waren nicht soviele Leute unterwegs. Zumindest nicht auf der Route, auf der wir unterwegs waren. Manchmal trafen wir vielleicht ein- höchstens zwei Seilschaften, die uns entgegenkamen aber die meisten haben morgens die Vincentpyramide, das Balmenhorn und die Ludwigshöhe übersprungen und sind direkt zur Signalkuppe gegangen.Wir waren also etwas spät dran. 

Trotzdem hatten wir im Gegensatz zu den anderen ein relativ schnelles Tempo drauf. Wir ließen einen nach dem anderen hinter uns und hatten somit am Ende des Tages auch noch genug Zeit für Pausen auf der Hütte.

Aussicht ludwigshöhe

Die Aussicht vom Gipfel der Ludwigshöhe

Dufourspitze

Die Aussicht vom Weg!

Wir gingen schon seit einiger Zeit in der Sonne. Um so mehr freute ich mich, als wir endlich am Grat der Ludwigshöhe ankamen. Vor dem Grat war es ein bisschen schattig.

Der Grat war wirklich sehr schmal. Deshalb konnte ich auf dem Grat auch keine Bilder machen. Das wird nur gehen, wenn ich mit ein oder zwei Personen und ohne Bergführer unterwegs bin.

Der Grat war leider nicht so lang. Das fande ich ein bisschen Schade, weil ich es auf Graten besonders schön finde.

 

 

Geschafft…

Wir haben es geschafft.
Ludwigshöhe (4.341 m)

Mein 4. 4000er in dieser Saison und mein 4. 4000er in meinem Leben.

Wir überlegten, ob wir auf dem Gipfel eine Pause machen sollen. Ich hätte nichts dagegen 🙂 Die Aussicht war super und von hier aus konnten wir schon die Signalkuppe sehen. Unser Ziel für diesen Tag und unser Ziel der ganzen Woche.

Am Ende beschlossen wir aber unten die Pause zu machen. Hier oben wehte ein ziemlich starker Wind und wir wollten keine Ohrenschmerzen bekommen.

Also gingen wir den Grat wieder runter. An so steilen Stellen gingen wir immer am kurzen Seil. Es ist eine schwierige Frage, ob man an so steilen Stellen lieber an kurzem, oder ohne Seil gehen soll. Am Seil könnte man den gestürzten einerseits halten. Andererseits könnte es aber auch passieren, dass er dich mitzieht und beide Abstürzen.

Wie machst du das? Bevorzugst du es lieber am kurzen Seil zu gehen oder lässt du bei so Situationen lieber die Finger vom Seil?

Faszination Berge

Ziel in Sicht! Ein paar Höhenmeter zur Signalkuppe

Unten angekommen gingen wir also noch ein Stück weiter. Links von uns konnten wir das Matterhorn sehen. Es war noch in Wolken umhüllt.

AUf dem Weg nach oben habe ich mich besonders gefreut, da die Signalkuppe höher als das Matterhorn ist. Das bedeutet, dass wir eine Nacht über dem Matterhorn geschlafen haben.

Signalkuppe Gipfel

Das Gipfelkreuz der Signalkuppe. Die Italienische Flagge!

Hier unten haben wir nochmal eine Pause gemacht. Durch das Tal konnten wir bis zum Matterhorn gucken. Von hier aus konnten wir auch sehen, wie weit wir schon gegangen sind. Das war echt weit!

Nach der Pause mussten wir nur noch dem Weg folgen. Es hat sich wieder in die Länge gezogen. Am Ende kam nochmal ein wirklich steiles Stück. Aber dann war es soweit. Wir waren da. Am Gipfel der Signalkuppe!

Signalkuppe (4.554 m)

Mein 5. 4000er in dieser Saison und in meinem Leben.
Ein mega Gefühl. Nach vier Tagen. Fast 50 km und 5000 Höhenmetern waren wir endlich am Ziel angekommen. Wir waren mitten in den Wolken. Nicht drüber und nicht drunter. Mitten in diesen riesigen Wolken, die sich hinter uns aufgetürmt haben…

 

Bergsteigen in der Schweiz

Ich bin ‚leider‘ wieder zuhause und habe die Breithorn Besteigung ohne Probleme bestanden 🙂

Ankunft in Zermatt

Es ist 14:00 Uhr. Endlich ist es soweit. Ich bin in Zermatt angekommen und suche erstmal die Bergführer, die mich bei der Tour begleiten werden. Vorerst sehe ich keinen. Doch nach einiger Zeit kommen beide auf mich zu.

Gandegghütte

Die Gandegghütte,die auf 3030 Metern liegt.Das Breithorn im Hintergrund!

Sie sind schon bereit und wir begrüßen uns.

Da ich mit dem Zug gekommen bin, wechsel ich zuerst meine Schuhe und gehe dann zurück zu ihnen. In der Zeit ist schon die ganze Gruppe eingetroffen. Ziemlich viele Leute…

Nach der Überprüfung der Ausrüstung ziehe ich mich komplett um und es kann losgehen.

Wir gehen ein Stück die Gassen entlang, die in dieser Jahreszeit gut gefüllt sind. Entlang von Mammut und The North Face Shops, die ich ziemlich cool finde, fahren wir heute mit der Seilbahn ein Stück hoch und gehen dann zur Gandegghütte, die auf 3030 Metern liegt.

Das Matterhorn ist immer dabei

Es fühlt sich ein bisschen so an, als ob uns das Matterhorn beobachten würde. Es steht zwar immer an einem Ort, wir können es aber fast die ganze Tour über sehen.

Noch ist es in Nebel umhüllt und es sieht aus wie ein kleiner Berg. Hoffentlich ändert sich das noch. Ich will das Matterhorn unbedingt sehen.

Matterhorn

Das Matterhorn ist noch mit Wolken umhüllt.

Nach einer kurzen Zeit kommen wir bei unserer ersten Hütte an. Es ist eine sehr schöne Hütte, da sie von 4000ern umgeben ist. Von hier aus sehen wir das Ziel für morgen.

Das Breithorn.

Mein erster 4000er. Morgen wir es soweit sein. Wenn alles gut geht, werde ich morgen auf meinem ersten 4000er stehen. Ich freue mich drauf 🙂

Viele Leute auf kleinem Raum…

Gandegghütte Terrasse

Die Terrasse. Ist es nicht ein Traum?!

Bei der Gandegghütte angekommen trinken wir erstmal etwas.

Das Wetter ist bis jetzt noch angenehm und es ist nicht zu heiß. Auf der schönsten Terrasse, die ich je auf so einer Hütte gesehen habe machen wir ein paar Bilder vom Breithorn und trinken zwischendurch etwas Kaltes.

In diesen Hütten bekommt man immer Hausschuhe, die man in der Hütte anziehen soll. Den Pickel legen wir unter eine Bank und die Steigeisen kommen mit rein.

Nach der kleinen Pause bringen wir unsere Rucksäcke in unser Zimmer. Die Treppe ist eng und man passt nur alleine drauf. In der Zeit müssen die anderen warten, bis man zur nächsten Treppe kommt.

Das Zimmer ist nicht viel größer, aber es ist besser als nichts. Die Betten liegen direkt nebeneinander und dort ist es auch sehr eng. Für die eine Nacht sollte es aber reichen…

Bevor wir schlafen gehen, planen wir noch die Tour für morgen. Danach geht es dann aber wirklich ins Bett. Für die Tour sollten wir ausgeschlafen sein.

Breithorn Besteigung

Der Wecker klingelt und wir packen alle Sachen zusammen. Bis jetzt ist noch alles ruhig und jeder ist noch etwas müde. Wir ziehen schon unsere Sachen für die Tour an und gehen mit dem Rucksack runter. Dort ist das Frühstück schon fertig und wir können etwas essen. Ein bisschen Brot mit Marmelade und ein Multivitaminsaft reichen mir.

Breithorn Sonnenaufgang

Das Breithorn bei Sonnenaufgang.

Danach gehen wir noch Zähne putzen und machen uns bereit. Die Berge werden an ihren Gipfeln schon von der Sonne angeleuchtet. Das sieht so schööön aus 🙂

Zuerst gehen wir nochmal zur Seilbahnstation zurück, von der aus wir mit der Gondel auf’s kleine Matterhorn fahren werden. In der Gondel treffen wir sogar Felix Neureuther, der auf dem Gletscher trainiert.

Die Breithorn Besteigung wir enfach mega schön 🙂

Los geht’s

Von der Station aus geht es jetzt aber wirklich los. Wir ziehen die Steigeisen an, werden an’s Seil angebunden und gehen auf den Gletscher. Von hier aus können wir schon Italien sehen.

Zuerst gehen wir noch einen relativ flachen Weg entlang. Steil genug soll es aber noch werden 🙂 Links von uns sehen wir immer wieder das Matterhorn, das so langsam aus den Wolken verschwindet. Nach ca. 20 Minuten machen wir eine kurze Pause. Jetzt müssen wir uns für den steilen Anstieg stärken.

Nach ein paar Riegeln und etwas Marschtee, den wir von den Hütten gestellt bekommen haben, binden wir uns wieder an’s Seil und gehen weiter. Es ist sehr warm. Gut, dass ich genug Sonnencreme dabei habe. Bei der Hitze kann man sich leicht verbrennen. Vor allem auf dem Gletscher!

Bergsteiger

Eine Gruppe vor den Italienischen Alpen.

Wir gehen immer in einem Tempo. Bis zum Gipfel machen wir keine Pause mehr. Das würde uns nur durcheinanderbringen. Es wird immer steiler und steiler, sodass ich den Pickel zur Stütze benutze. Vor uns ist eine relativ langsame Gruppe. Das kann, wenn man ein Tempo beibehält ganz schön nervig sein.

Wir müssen ihnen also folgen, bis wir zu der Kurve vor dem Gipfel kommen. Dort können wir sie dann überholen. In der Zeit fliegt zweimal ein Helikopter von Air Zermatt über uns. Hoffentlich ist nichts Schlimmes passiert…

Denn man darf das Breithorn nicht unterscvhätzen. Auch auf dem Breithorn gibt es Gletscherspalten.

Der Weg zieht sich etwas in die Länge, da ich immer darauf achten muss, wo ich hintreten kann. Ich kann mir nicht mal die schönen Berge angucken 🙂 Wenn ich einen falschen Tritt setze, falle ich. Wenn wir großes Pech haben, ziehe ich alle anderen mit und wir stürzen 150 Meter ab. Es ist aber sehr unwahrscheinlich, dass das passiert 🙂

Alpen

Die Aussicht vom Gipfel.

Da ist es…

Die letzten Meter. Ich kann schon sehen, wie es flacher wird. Von unten sieht es so aus, als ob das Breithorn einen sehr großen Gipfel hat. Umso größer war die Überraschung dann, als wir auf den letzten paar Metern auf einem Grat standen. Hier müssen wir nochmal aufpassen…

Endlich geschafft… Ich stehe auf meinem ersten 4000er. Auf dem Breithorn. 4.164 Meter.

Ich kann es noch nicht so richtig glauben…

 

 

Mit diesem Beitrag mache ich bei der Blogparade von Ousuca mit. Es geht um dein bestes Outdoor Erlebnis 2018. Da darf die Breithorn Besteigung, mein erster 4000er natürlich nicht fehlen 😉

Stubai Eispickel

Der Eispickel gehört zu den wichtigsten Ausrüstungsteilen, die ein Bergsteiger haben muss.  Neben dem Klettern im Eis, kannst du ihn auch als Stütze bei schmalen Gratwanderungen verwenden. Da ich dieses Jahr auf dem Elbrus war und die nächsten Jahre viele weitere Hochtouren vor habe, möchte ich dir gerne den Stubai Eispickel, den ich auf den Touren verwendet habe vorstellen.

Stubai Eispickel

Den Eispickel von Stubai habe ich das erste Mal auf dem Dachsteingletscher benutzt. Dort war ich nicht Eisklettern oder sonstiges, sondern ich habe einen Gletscherkurs gemacht, bei dem ich gelernt habe, wie ich jemanden aus einer Gletscherspalte retten kann. Dabei habe ich den Eispickel unter anderem beim bauen des T-Ankers verwendet, damit ich daran das Rettungsseil befestigen konnte, um den verunglückten aus der Spalte retten zu können.

Eispickel

Die Spitze unten am Eispickel. Mit allen Details!

Aussehen

Das Aussehen ist nicht das wichtigste, aber die Details sind wichtig. Die gebe ich dir jetzt. Ich werde den ihn von unten bis oben beschreiben. Ich hoffe auch, dass die Bilder dir dabei helfen.

Unten am Eispickel gibt es eine kleine Metallspitze, die man besonders gut in den Schnee rammen kann. An der einen Seite dieser Metallspitze ist eine geriffelte Seite, um den bestmöglichen Halt im Schnee zu haben und in der Mitte ist ein kleines Loch, an dem du gegebenenfalls eine Handgelenksschlaufe befestigen kannst.

Über der Spitze ist ein Schutz aus Plastik. Dieser fühlt sich sehr robust und nach guter Qualität an, allerdings zerkrazt das Plastik relativ schnell, wenn man den Eispickel in den Schnee steckt. Für mich ist es jedoch kein großes Problem, da mich die Kratzer nicht beim Laufen oder Klettern stören.

Eispickel

Schriftzug und Logo von Stubai.

Nach dem unteren Teil des Eispickels gibt es eine Gummischicht, die die Hälfte des Eispickels bedeckt. Diese Gummischicht ist sehr hilfreich, da der Eispickel vor allem bei tiefen Temperaturen nicht so schnell aus der Hand rutscht und die Hand selber auch nochmal vor dem kalten Metall geschützt ist.

Etwas oberhalb dieser Gummischicht ist der Eispickel ein bisschen verbogen. Keine Angst: das ist Absicht ; ) Ich bevorzuge diese Form eher, da ich mit so einem ‚Verbogenen‘ Eispickel besser in’s Eis schlagen kann. Auf dieser Fläche ist dann auch Der Schriftzug und das Logo von Stubai abgebildet.

Darüber kommt dann auch schon die Spitze, die man dann in’s Eis oder in den Schnee schlägt. Sie hat auch wieder eine geriffelte Seite und ein großes Loch in der Mitte, durch das du gegebenenfalls eine Handgelenksschlaufe durchziehen kannst.

Eispickel

Der Gummischutz zum Festhalten!

Vor- Nachteile

Nachdem ich dir den Eispickel nun beschrieben habe, würde ich dir gerne meiner Erfahrungen nach die Vor- und Nachteile des Stubai Eispickel auflisten.

Vorteile:

  • Geringes Gewicht, sodass ich ihn problemlos für eine lange Zeit in der Hand halten kann
  • Sehr gute Größe (das kommt jedoch auch auf deine eigene Körpergröße an)
  • Viel Platz zum Greifen – Auch die Gummischicht ist sehr groß
  • Scharf genug, um den bestmöglichen Halt haben zu können
  • Sieht gut aus ;D

Nachteile:

  • Farbe von Metall an der Spitze geht schnell ab
  • Das Plastikteil am unteren Ende zerkratzt sehr schnell

Wie du siehst gibt es nur wenige Nachteil. Ich habe auch lange überlegt, ob die beiden Punkte überhaupt Nachteile sind, da sie dich nicht beim Bergsteigen oder Eisklettern stören.

Eispickel

Die Spitze oben am Eispickel.

Informationen

  • STUBAI Eisgerät
  • STUBAI Pickel
  • Hochalpines Gerät
  • Einsteigereisgerät
  • Eisklettergerät
  • Gewicht inkl. Verpackung: 680g.

Fazit

Ich muss wirklich sagen, dass der Eispickel von Stubai für meine Verhältnisse der perfekte Allrounder ist. Ich habe ihn schon auf dem Dachstein Gletscher bei -20°C, auf der Walliser Gipfelparade in der Schweiz und auf 5.600m auf dem Elbrus benutzt und habe bis jetzt noch keine wirklichen Fehler gefunden, die man verbessern könnte.

Hier kannst du den Eispickel auf Amazon kaufen

Stubai Eispickel auf Amazon *

 

Abenteuerfotografie

Es ist 6 Uhr. Ich wache gerade auf und bin noch sehr müde. Eigentlich wollte ich die Klettertour schon gestern machen. Dazu wollte ich sogar noch in der Wand biwakieren. Das wurde aber leider verhindert. Die Tour werde ich Freiklettern, weil es einfach mehr Spaß macht. Es ist eine größere Herausforderung und macht somit auch mehr Spaß.

Obwohl ich schon sehen kann, dass die Sonne gerade aufgeht, werde ich einfach nicht wach. Ich bekomme meine Augen fast nicht auf. Das geht bestimmt jedem so 😀 Also schlafe ich einfach noch weiter. Aber aus irgendeinem Grund wache ich nach 20 Minuten wieder auf. Das war noch nie so. Wenn ich mal einschlafe, dann aber richtig 😀 Aber wenn ich sowieso schon wach bin, dann kann ich auch die Tour gehen. Außerdem ist gestern mein Kletterhelm angekommen. Den kann ich auf der Tour testen.

Das wichtigste wird eingepackt und schon kann es losgehen. Bis zu der Einstiegsstelle sind es fast 2 km. Aber das ist nicht so schlimm. Auf dem Weg dorthin kann ich sehr schöne Bilder machen. Der Weg geht an einem Bach vorbei und in den ersten Sonnenstrahlen sieht es so schön aus. Vor diesem Bach kommen aber erstmal ein paar Wiesen und Felder, auf denen ich einen Hasen gesehen habe. Die Wiese ist auch noch ganz nass vom Tau, aber es ist eigentlich ganz schön dort durchzulaufen, weil es schon 13 Grad Celsius warm sind.

Der Bach sieht in den Sonnenstrahlen einfach wunderschön aus. Da musste ich die Kamera auspacken und Bilder machen.

Wie vermutet sehe ich keinen Menschen auf dem Weg. Die wollen am Samstag alle ausschlafen 😀 Aber das finde ich nicht so schlimm. Ohne die Menschen kann ich einfach alles hören. Den Bach, der fast hundert Meter unter mir fließt oder die Vögel, die schon alle am Singen sind. Der Weg ist orange gefärbt und am Wegesrand stehen ein paar Blumen, die in dem Licht einfach super aussehen. Da habe ich natürlich auch ein paar Bilder gemacht!Manche Bilder kannst du unter der Kategorie Bilder finden. Sonst sind es zu viele in diesem Beitrag.

Nach ca. 300 Meter bin ich endlich an der Einstiegsstelle angekommen. Dort muss ich nur noch über den Bach springen und schon kann es losgehen. Den Helm ziehe ich an und die Kamera packe ich unter den Rucksack, sodass ich die besten Momente einfangen kann. Die Kamera stört beim Freiklettern zwar ein bisschen, aber es ist okay. Die Route ist nicht so schwer. Zuerst muss ich ein steiles Stück hochgehen, bei dem der ganze Boden voller Laub ist. Es ist zwar nicht nass, trotzdem rutsche ich immer wieder ein Stück runter.

Freiklettern oder Klettern ?!

Endlich habe ich die Wand gefunden. Die Sonne leuchtet von rechts immer noch so, als ob sie gerade aufgeht und ich kann endlich klettern. Die Felsen haben zwar sehr scharfe Steine aber es geht trotzdem. Wenn ich nach rechts gucke, habe ich immer eine Aussicht, wie man sie in anderen Ländern erwartet. Es sieht ein bisschen so aus, als ob ich im Regenwald bin. Alles ist voller grüner Bäume und ich stehe auf diesem Grat, der aus den Baumwipfeln hervorragt. Da mache ich die erste Pause. Ich setze mich auf einen etwas geraden Platz und trinke etwas. Den Eistee habe ich vorher extra in die Thermosflasche umgefüllt, damit er während der Tour immer noch kalt ist. Und das war er auch. Es gibt gerade nichts Schöneres, als bei dem Sonnenaufgang dort zu sitzen und den Eistee zu trinken 😀 Freiklettern finde ich ein bisschen schwieriger. Aber mit dieser Herausforderung machen die Pausen mehr Spaß als ohne.

Freiklettern

Auf dem Weg nach oben habe ich immer wieder tolle Aussichten. Da mache ich mal eine Pause und ruhe mich ein bisschen aus

Aber bei der Klettertour habe ich natürlich auch an euch gedacht. Da ich Free solo unterwegs bin habe ich keinen dabei, der von mir Bilder machen kann. Also stelle ich das Stativ mit der Kamera auf die Felsen, mache den Selbstauslöser an und setze mich schnell wieder hin. Manchmal dauert es sogar bis zu drei Versuche, bis ich ein gutes Bild gemacht habe. Freiklettern und dann noch Free Solo 😀 Was gibt’s besseres ;D

Nach dieser Pause kann es endlich weitergehen. Vor mir kommt jetzt eine höhere steile Wand. Das weiß ich, weil ich schon im Winter mit Steigeisen und Eispickel dort war. Ich nehme also das Stativ mit der Kamera, meinen Rucksack und gehe ein Stück höher. Plötzlich höre ich an der Seite etwas Lautes. Durch die Bäume kann ich noch erkennen, wie ein Reh wegspringt und schon war es wieder leise. Manchmal rief das Reh noch. Das hört sich echt komisch an. Das Reh hat sich wahrscheinlich auch erschrocken, als es mich gesehen hat. Ich glaube es wollte an dem Samstag auch mal ausschlafen 😀

Freiklettern

An der schwierigsten Stelle angekommen mache ich erstmal ein Bild für euch!

Jetzt muss ich mich aber konzentrieren. Ich stelle die Kamera wieder auf und mache zuerst ein paar Bilder, bevor ich losklettere. Wie schon gesagt sind die Steine sehr scharf und die dicken Bergschuhe machen das Klettern noch schwieriger. Aber so muss es jetzt klappen. Ich habe keine anderen Schuhe dabei. Mit diesen Bergschuhen muss ich also an die kleinen Tritte. Ich ziehe mich ein bisschen an die Wand und so klappt es dann auch. Manchmal wächst auf den Tritten zwar ein bisschen Gras, aber das geht schon. Außer ganz oben. Da ist es dann nochmal richtig schwierig. Ich muss mich hochziehen und rutsche mit einem Fuß von der Wand ab. Das sollte jetzt besser nicht passieren! Eigentlich hat man beim Klettern und Freiklettern Kletterschuhe mit. Ich habe aber noch keine und deshalb musste es auch so klappen 😀

Wenn ich mich hochziehen will kippe ich nach vorne und musste mich mit dem Kopf am Felsen abstützen. Zum Glück ist hier niemand, der das sehen kann 😀

Gipfel

Am Gipfel ist die Aussicht dann natürlich am schönsten. Der endlose Wald und der Bach, den ich sogar von dort aus hören kann. Jetzt wünsche ich mir nicht anderes, außer Freiklettern zu gehen und genau dort an diesem Platz zu sein. Ich mache mit meinem Handy ein paar Videos für Instagram, damit ihr wisst, wo ich gerade bin und was ich mache. Ich trinke den letzten Schluck aus und mache mich zum Abstieg bereit. Beim Gipfel denken die meisten, dass sie es schon geschafft hätten. Aber der Abstieg ist fast das schlimmste. Vor allem beim Freikettern. Da hast du dann keine Hilfe. Wenn ich zu schnell gehe, dann kann es passieren, dass ich kopfüber nach vorne falle und die steile Wand komplett runter falle. Da hilft mir auch kein Erste Hilfe Koffer, den ich im Rucksack habe.

Die Aussicht vom Gipüfel ist die schönste. Vor allem mit diesem endlosen Wad.

Zum Glück gibt es ein paar Stellen, bei denen ich ganz normal gehen kann. An den Bäumen sehe ich ein paar Falter, die ich vorher noch nie gesehen habe. Aber es wundert mich, dass das Licht heute so gut ist. Ich habe das Gefühl, dass die Sonne seit dem ich losgegangen bin aufgeht. Und das ist schon drei Stunden her. Jetzt höre ich zum ersten Mal seit langem etwas. Nicht nur die Steine, die beim Freiklettern runterfallen, sondern auch einen Hund. Er bellt und bellt die ganze Zeit. Vielleicht hat er gerade auch ein Reh entdeckt.

Jetzt sehe ich die Wand zum letzten Mal und schon geht es wieder durch das Laub nach unten. An der Seite sehe ich aber eine Rinne, bei der es so aussieht, als ob dort mal eine Steinlawine runtergekommen wäre. Manchmal fliegen sogar ein paar Steine nur haarscharf an mir vorbei. Gut das ich einen Helm dabeihabe. Beim Abstieg wäre jetzt ein Seil auf jeden Fall hilfreich. Aber das benutze ich beim Freiklettern nicht.

Das nehme ich beim nächstem Mal mit, wenn ich dort auch schlafe.

Die Tour werde ich machen. Wenn das Wetter gut ist, dann geht es direkt los 😀

Jetzt geht es wieder am Bach entlang und um ca. 10 Uhr bin ich wieder Zuhause. Dank dieser Aussicht würde ich der Tour 5 von 5 Sterne geben.
Ich hoffe dir hat dieser Beitrag über die Klettertour gefallen. Wenn ja dann würde es mich total freuen, wenn du diesen Beitrag teilen würdest. Bis zum nächsten Mal

Oli 😀

 

Alpen im Frühling

Du willst dir die Berge auch in’s Wohnzimmer holen? Das geht nicht immer ganz so leicht aber wenn es draußen mal wieder richtig ungemütlich ist und du keine Lust hast rauszugehen, dann habe ich ein paar Filme für dich, mit denen du das warten auf deine nächste Bergtour verkürzen kannst. 🙂

Everest

Das ist wohl der bekannteste Film von denen, die ich dir vorstellen werde.. Es geht darum, dass mehrere Teams auf den Everest klettern wollen. Doch dabei passieren einige Dinge, über die man im Vorraus nicht sehr viel wusste. Es sterben sehr viele Menschen. Das solltest du wissen, wenn du diesen Film siehst. Einige Bergsteiger waren schon oft beim Mount Everest und wollen es nochmal versuchen, weil sie es vorher nicht geschafft haben. Aber nicht nur die Natur ist ein Problem. Sondern auch die anderen Bergsteiger. Ich will dir nicht zu viel verraten. Wenn du willst, kannst du dir hier mal den Trailer angucken.

Fazit

Ich finde diesen Film besonders gut, weil es auch um andere Dinge geht, außer den Berg dafür zu beschuldigen, dass Bergsteiger sterben. Es geht auch darum, dass es zu viele unerfahrene Menschen auf so hohen Bergen gibt. Das dadurch manchmal sogar ein Stau entsteht und deshalb auch Menschen sterben können. Ich kann jedem den Film empfehlen. Es gibt keine Stellen, an denen man Blut oder sonstige Grausamkeiten sieht. Außerdem gibt es sehr schöne Aufnahmen von der Landschaft. Und das ist ja wohl das wichtigste, wenn man einen Film über den Mount Everest guckt 😀

Hier kannst du ihn dir kaufen: Everest [dt./OV]

Summit

Der zweite Film ist wahrscheinlich schon ein bisschen unbekannter. Es geht darum, dass verschiedene Teams auf den K2 wollen. Für manche gilt er als gefährlichster Berg der Welt. In dem Film geht es um das Jahr 2008, an dem dort über 11 Bergsteiger starben. Es ist wie in einem Horrorfilm. Einer nach dem anderen stirbt und somit zeigt der Film auch die Gefahren, die es in den Bergen gibt. Hier kannst du dir auch den Trailer zu diesem Film angucken.

Fazit

Der Film beruht auf wahren Begebenheiten. Es werden oft Originalaufnahmen gezeigt. Genau das finde ich so gut an dem Film. Die Bergsteiger werden im Film auch noch Interviewt. Es passt sehr gut in den Film rein und so kann man sich auch besser in ihre Lage versetzen, als sie dort am zweithöchstem Berg der Welt waren. Ich kann auch diesen Film jedem empfehlen, der sich dafür interessiert. Summit ist für Kinder ab 6 freigegeben.

Hier kannst du ihn dir kaufen: The Summit

Der Aufstieg

Das ist wahrscheinlich der unbekannteste Film. Es geht darum, dass ein Mann seiner Freundin verspricht, für sie den Mount Everest zu besteigen. Er ist unerfahren, in der Stadt aufgewachsen und war so gut wie nie in den Bergen. Man kann es eigentlich nicht glauben, aber der Film beruht auch auf wahren Begebenheiten. Der Bergsteiger kennt sich überhaupt nicht mit Bergsteigen aus und lernt am Mount Everest auch das erste Mal, wie man Eisklettert. Dabei lachen ihn alle anderen außer sein Sherpa aus. Sein Sherpa hilft ihm. Zwischendurch ist der Film auch immer mal wieder sehr lustig. Hier kannst du den Trailer angucken. Er ist leider auf Französisch mit englischem Untertitel. Aber der Film ist auf Deutsch.

Fazit

Der Aufstieg ist auch einer meiner Lieblingsfilme, weil es in ihm nicht darum geht, dass fast alle Bergsteiger sterben. In den anderen Filmen geht es immer darum, dass Bergsteiger sterben oder vermisst werden. Aber hier geht es um etwas ganz anderes. Falls du mal Lust auf einen Bergsteiger-Film hast, in dem es nicht um`s sterben geht, dann kann ich ihn dir sehr empfehlen.

Das waren meine Lieblingsfilme. Welche sind deine Lieblingsfilme über`s Bergsteigen? Es würde mich freuen, wenn du mir dazu einen Kommentar schreibst 😀 Bis zum nächsen Mal!

Oli

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