La Sportiva G5Bei vielen Expeditionen reichen normale Bergschuhe nicht mehr aus, weshalb man zu großen, sehr festen Expeditionsschuhen greifen muss. Während der Elbrus Überschreitung habe ich den La Sportiva G5 genutzt und würde die Erfahrungen mit dem Schuh sehr gerne mit dir teilen.

Es gibt zahlreiche Bergschuhe, die sich alle in einigen kleinen Dingen unterscheiden. Soll der Innenschuh gepolstert sein, wie hoch gehen die Gamaschen und welcher Schuh isoliert am besten, sind Fragen, die man sich vor einem Kauf unbedingt stellen sollte. Vor allem, weil diese Expeditionsschuhe nicht ganz so günstig sind.

Informationen zum La Sportiva G5

La Sportiva G5

  • Gewicht: 1640g
  • Sohle: Vibram® Matterhorn mit Impact Brake System Profil
  • Zwischensohle: 2 mm Polyurethan mit differenziertem Durchmesser vorne und an der Ferse für Kipphebelsteigeisen
  • Brandsohle: isolierendes Carbon Honey-Comb Tech 3 mm
  • Schnürung: Klettverluss auf der Oberseite, BOA® Fit System unten, an der Außenseite ein wasserabweisender Reißverschluss
  • Innenschuh: 4-schichtige isolierende Struktur: wasserabweisendes Cordura® + isolierender und rutschfester Filz + isolierende Barriere in Polyethylen + kratzfestes und atmungsaktives Mesh
  • Gamaschen: Externe Schutzschale aus elastischem wasserabweisendem und kratzfestem Cordura® + funktionelles elastisches Gewebe + wasserfeste Membrane

Der Testbericht des La Sportiva G5

La Sportiva G5 TestberichtNachdem ich mich dazu entschieden habe, den 5.642m hohen Elbrus im Kaukasus zu besteigen, kümmerte ich mich zunächst um die richtige Ausrüstung. Gute Bergschuhe hatte ich bereits durch die Monte Rosa Tour, allerdings, so wurde mir gesagt, wären diese nicht für den Elbrus mit seinen extremen Wetterverhältnissen geeignet.

Also begab ich mich auf die Suche und stoß nach einiger Recherche auf den La Sportiva G5, welcher anscheinend für die Elbrus Besteigung geeignet wäre. Wenige Tage später lag auch schon das Paket vor meiner Haustüre. Es war ein tolles Gefühl, als ich die Schuhe zum ersten Mal in der Hand hielt. Die Robustheit und Wetterfeste Bekleidung des Schuhs konnte ich förmlich spüren.

Da ich ihn natürlich ein bisschen einlaufen wollte, entschied ich mich dazu, eine kleine Runde mit ihm zu wandern. Dabei fiel mir der Innenschuh auf, den man mithilfe eines kleinen Rädchens verstellen kann. Leider kann man, wie ich es mir gewünscht hätte, den Innenschuh nicht herausnehmen.

Dies war ein bisschen schade, da ich ansonsten die Everest Bekleidung bei uns im Wald weglassen könnte. Nach ein paar Schritten und einigen komischen Blicken anderer Wanderer, entschied ich mich dazu, den La Sportiva G5 nur noch in den Bergen zu tragen und flog endlich nach Russland, wo ich diesen tollen Bergschuh das erste Mal so richtig testen konnte.

Expeditionsschuh für den Elbrus

Das Einsteigen in den Schuh ist sehr einfach. Den Reißverschluss kann man gut öffnen, den Innenschuh mit einem Klettverschluss und einem kleinen Rädchen verstellen und den Schuh anschließend mit dem Reißverschluss schließen. Ich muss zugeben, dass beim Schließen der Reißverschluss öfters an einer Stelle hängen geblieben ist, mit einem festen Ruck allerdings fließend nach oben gezogen werden konnte.

Ansonsten konnte ich keine weiteren Mängel an den Schuhen feststellen. Meine Füße hatten genügend Platz, mir war in den Schuhen selbst auf 5.642m immer warm und sie waren auch absolut Wind- und Wasserfest. Vor allem die hohen Gamaschen, welche ich unter meiner Hochtourenhose verstecken konnte, waren sehr hilfreich in tiefem Schnee und bei starker Kälte.

Durch all diese Aspekte würde ich den La Sportiva G5 jedem weiterempfehlen, der demnächst eine Bergtour oder Expedition in großer Höhe bei Kälte und starkem Wind gehen möchte und einen dazu passende Expeditionsschuhe benötigt.

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