3.657m

GrossvenedigerDer Großvenediger ist mit 3.657 m der höchste Berg Salzburgs und gleichzeitig auch der höchste Berg der Venedigergruppe in den Hohen Tauern. Vor allem durch die Gletscher, die den Großvenediger förmlich umhüllen, ist dieser sehr gut zu erkennen.

Anreise zum Großvenediger

Grossvenediger anreiseMit dem Auto

Wenn Sie sich dazu entschieden haben mit dem Auto bis zum höchsten Berg Salzburgs anzureisen, empfiehlt es sich, wenn Sie über Salzburg und Bischofshofen bis nach Neukirchen am Großvenediger anreisen. Dort können Sie Ihr Auto parken und die Tour starten.

Mit der Bahn

Wenn Sie mit der Bahn anreisen möchten, können Sie mit einem der vielen internationalen Zügen bis nach Zell am See fahren. Dort müssen Sie einmal umsteigen, um mit einem Regionalzug weiter bis nach Neukirchen am Großvenediger fahren zu können.

Mit dem Bus

Die Umwelt freundlichste Variante zur Anreise ist die mit dem Bus. Dazu können Sie mit einem Reisebus je nach Angebot entweder direkt bis nach Neukirchen fahren oder Sie fahren zunächst bis nach Zell am See, um von dort aus mit einem Regionalzug weiterzufahren.

Geschichte

Grossvenediger GeschichteVor der offiziellen Erstbesteigung des Großvenediger, gab es schon einige weitere Besteigungsversuche, die jedoch aus verschiedenen Gründen scheiterten. Bereits 1828 versuchte sich Paul Rohregger am höchsten Berg der Venedigergruppe. Er erreichte allerdings nur die Venedigerscharte und musste von dort aus wieder absteigen.

Noch im selben Jahr, am 9. August 1828 scheiterte eine weitere Gruppe von Bergsteigern mit insgesamt 17 Männern. Die Gruppe wurde von einer Lawine überrascht und schaffte es deswegen nicht mehr bis zum Gipfel.

Sogar der höchste Berg Österreichs, der Großglockner wurde sagenhafte 40 Jahre vor dem Großvenediger erstbestiegen. So erreichte erst am 3. September 1841 eine Gruppe von Bergsteigern erstmals den Gipfel des Großvenedigers. Zu der Gruppe gehörten Josef Schwab, Josef Lasser von Zollheim, Anton Ruthner, Otto von Gravenegg, Ignaz von Kürsinger und Paul Rohregger.

Diese Routen gibt es

Grossvenediger RoutenÜber den Normalweg ab der Kürsinger Hütte

Der Start dieser Tour ist die Kürsinger Hütte. Von dort aus starten die meisten Bergsteiger noch sehr früh im Licht der Stirnlampen, um den Gipfel rechtzeitig erreichen zu können. Von der Hütte aus führt der Weg zunächst mit einer geringen Steigung etwas nach oben, bevor er wieder nach unten bis zum Gletscher führt, an dem Sie sich anseilen müssen.

Da die Tour über den Normalweg ab der Kürsinger Hütte relativ bekannt und beliebt ist, sind auch dementsprechend viele Bergsteiger unterwegs, sodass Sie den Spuren auf dem Gletscher folgen können. Allerdings müssen Sie sich auf eigene Sicherheit vergewissern können, dass Sie dem richtigen Weg folgen.

Über den Gletscher, auf dem Sie hin und wieder mal größeren Spalten begegnen können, müssen Sie nach oben durch einen Kessel bis zu einer steileren Wand aufsteigen. Auch auf dieser müssen Sie langsam aufsteigen, sodass Sie bis zum Kamm unterhalb des letzten Gipfelanstiegs ankommen.

Hier können Sie nochmal eine Pause einlegen, bevor Sie über die Gipfelflanke und den Grat das letzte Stück bis zum Gipfel weitergehen können.

Über den Südanstieg (Defreggerhaus)

Wenn Sie den Gipfel über den Südanstieg in Angriff nehmen wollen, müssen Sie zu Beginn der Tour vom Defreggerhaus aus über den Moränenrücken bis zum Mullwitzaderl aufsteigen. Dort angekommen führt der Weg unterhalb des Rainerhorns bis zum Rainertörl auf 3.421m.

Dort können Sie eine kleine Pause machen, bevor Sie weiter an den Nebelstangen vorbei Richtung Nordwesten zum Steilaufschwung gehen, von wo aus Sie den Grat erreichen, über den Sie schlussendlich auch auf den Gipfel des Großvenediger treffen.

Über den Ostanstieg

Die Tour über den Ostanstieg startet am Matreier Tauernhaus, von wo aus Sie zunächst auf einer Schotterstraße bis zum Venedigerhaus aufsteigen müssen. Nach ca. 30 Minuten treffen Sie auf einen steilen Anstieg, den Sie mithilfe von
Serpentinen bis zur Neuen Prager Hütte überqueren können.

Von dort aus erreichen Sie auch den Gletscher, an dem das anseilen unbedingt notwendig ist, da es dort viele Gletscherspalten gibt. Vom Gletscher aus erreichen Sie nach einem weiteren steilen Stück den Grat, der zum Ende hin immer schmaler wird und auf dem Sie den Gipfel erreichen.

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