2962 m

Gipfel der Zugspitze

©Markt Garmisch-Partenkirchen

Mit 2.962 m ist die Zugspitze im Wettersteingebirge der höchste Berg Deutschlands! Wer bei guter Sicht auf dem Gipfel steht, bekommt hunderte Gipfel der Alpen zu Gesicht. Darunter auch den Großglockner, die Marmolada, die Tiroler Wildspitze, den Ortler und mit viel Glück auch den Piz Bernina in der Schweiz!

Die Zugspitze steht im Wettersteingebirge und besteht aus Wettersteinkalk.  Insgesamt gibt es drei Gletscher an den Flanken der Zugspitze. Die Gletscher heißen: Nördlicher Schneeferner, Höllentalferner und südlicher Schneeferner.

Wer auf dem Gipfel der Zugspitze steht, kann viele Alpendohlen entdecken, die von Touristen angelockt werden, welche sie füttern. Diese Alpendohlen sind im Wettersteingebirge sehr stark verbreitet.

Das Wettersteingebirge ist auch der Lebensraum von zahlreichen Gämsen, Murmeltieren, Schneehasen und Steinadlern!

Anreise zur Zugspitze

Markt Garmisch Partenkirchen

©Martin Gulbe Markt Garmisch-Partenkirchen

Durch die verschiedenen Routen, auf denen man den Gipfel besteigen kann, gibt es auch verschiedene Anreiseorte, von denen man die Tour aus starten kann.

Mit dem Auto

Zum einen kann man mit dem Auto nach Garmisch Partenkirchen fahren. Dafür nimmst du die A95 aus Richtung München. In Garmisch Partenkirchen gibt es eine Möglichkeit am DB BahnPark Parkplatz Hauptbahnhof günstig zu parken.  Alternativ kann auch bei der Zugspitzstraße P5 kostenlos geparkt werden. Die Höchstparkdauer beträgt auf diesem Parkplatz mit 52 Parkplätzen 3 Tage!

Wer vom Eibsee aus starten möchte, muss mit dem Auto über die B2 auf die B23 Richtung Grainau fahren. Dort kannst du links in die Loisachstraße abbiegen, die direkt zur Eibseebahn führt. Dort gibt es meist kostenfreie Parkplätze.

Mit der Bahn

Wer mit dem Zug anreist, nimmt eine Zugverbindung nach Garmisch Partenkirchen. Von dort aus kann gegebenenfalls ein weiterer Zug nach Ehrwald genommen werden oder mit der Zugspitz-Zahnradbahn nach Grainau gefahren werden! Die Zugspitz-Zahnradbahn liegt neben dem Hauptbahnhof in Garmisch Partenkirchen und ist leicht zu finden.

Mit dem Bus

Mit einem Fernbus kann aus ganz Deutschland zur Zugspitze angereist werden. Viele Busanbieter bieten Fahrten nach Garmisch Partenkirchen oder Ehrwald an. Um mit dem Bus von Garmisch Partenkirchen nach Grainau gelangen zu können, kann einer der Eibsee Busse genommen werden.

Mit dem Fahrrad

Wer ein ganz sportliches Wochenende vor sich hat und schon mit dem Fahrrad anreisen möchte, kann durchs Reintal bis zur Angerhütte fahren. Der Weg ist aber schon zu Beginn sehr steil und erfordert einiges an Kraft!

Geschichte

Am 27. August 1820 war es soweit. Einem Leutnant der bayrischen Armee, Joseph Naus und einem einheimischen Garmisch Partenkirchener, Führer Johann Georg Tauschl gelang die Erstbesteigung der Zugspitze. Durch schlechte Wetterbedingungen erschwerte sich der Abstieg. Auch das Gelände war damals noch anders.

Wo heute Fels und Stein sind, gab es zu dieser Zeit noch Gletscher und Schneemassen. Auch die Spalten im Schnee sorgten für erschwerte Bedingungen auf dem Rückweg der beiden Bergsteiger.

Sowohl das Gelände, als auch der Komfort hat sich mit der Zeit sehr verändert. Zu der Zeit um 1900 wurden von weiteren Bergsteigern eigene Biwakplätze gebaut. Dazu gehört auch die Knorrhütte, die südwestlich unterhalb des Brunntalkopfes liegt!

Nachdem 1851 das erste Gipfelkreuz auf dem Westgipfel erbaut wurde, entschlossen sich die Österreicher in den 1920er Jahren die erste Seilbahn auf der Zugspitze zu bauen. Diese Seilbahn war 1926 fertig, reichte jedoch nicht bis zum Gipfel. Zur gleichen Zeit fingen die Deutschen mit dem Bau einer weiteren Seilbahn an, welche 1930 fertig wurde. Heute transportieren täglich drei Seilbahnen bis zu 500.000 Touristen im Jahr auf den höchsten Berg Deutschlands!

Allgemeines

Informationen über die Zugspitze

©Markt Garmisch-Partenkirchen

Die Zugspitz Skigebiete sind Genuss pur für jeden Skifahrer. Auf einer Höhe zwischen 2000 m und 2700 m erstrecken sich im Winter 20 Pistenkilometer mit Naturschnee. Von diesen 20 Pistenkilometern sind 7 km mit der blauen Piste (leicht) markiert und 13 km gehören zu der roten Piste (mittelschwer)!

Mitten in diesem Skigebiet befindet sich auf 2600 m ein sogenanntes Iglu Dorf. Dort wird die wohl einmalige Chance angeboten, auf dem höchsten Berg Deutschlands in einem luxoriösen Iglu zu übernachten. Sowohl die Sauna, als auch der Pool im Schnee verschönern dieses Erlebniss nochmal!

Wer nach dem Skifahren Hunger verspürt, hat im Skigebiet Zugspitze viele verschiedene Möglichkeiten essen zu gehen. Unter anderem gibt es sowohl auf dem Gipfel der Zugspitze (Panorama 2962), als auch auf dem Gipfel des Osterfelderkopfes (Restaurant Alpspitz) ein Restaurant, in dem man sich vor einem unglaublichen Panorama die Spezialitäten der Zugspitzköche schmecken lassen kann.

Wer nicht so Lust auf kulinarisches Essen hat und am höchsten Berg Deutschlands feiern gehen möchte, der kann sich beim Apres Ski im Restaurant Gletschergarten zu einem Glühwein treffen!

Diese Routen gibt es

Besteigung der Zugspitze über den Jubiläumsgrat

©Markt Garmisch-Partenkirchen

Reintal oder Gatterl

Als die leichteste Route der Zugspitze gilt die der Erstbesteiger durch das Reintal. Der Ausgangspunkt für die Tour ist das Skistadion in Garmisch Partenkirchen (708 m).

Durch die berühmte Partnachklamm und über Forststraßen geht es zunächst Richtung Bockhütte auf 1052 m. Von dort aus geht es bis auf 1369 m zur Reintalangerhütte (1370 m), welche gut an den Gebetsfahnen erkennbar ist, die vor der Hütte aufgehangen wurden.

In der Reintalangerhütte wird oft eine Nacht Ruhe eingelegt, bevor es über die Knorrhütte (2015 m) bis zum Gipfel der Zugspitze geht.

Diese Route ist technisch nicht anspruchsvoll, aber von der Länge her ist sie sehr anstrengend. Mit einer Nacht in einer der Hütten ist die Tour aber gut zu schaffen!

Höllental

Eine etwas schwierigere Route ist die durchs Höllental! Die Tour beginnt in Hammersbach (758 m).

Von Hammersbach aus geht es Flussaufwärts bis zur Höllentalklamm. An der Kreuzung kann man sich zwischen zwei Wegen entscheiden.

Zum einen gibt es den einfacheren Weg direkt durch die Klamm, für die man eine Eintrittskarte braucht und zum anderen gibt es die Möglichkeit die Klamm über den exponierten Stangensteig zu umgehen.

Beim Stangensteig passieren immer wieder Unfälle, weswegen dort absolute Trittsicherheit und alpine Erfahrung gefordert ist.

Nachdem sich die beiden Wege wieder getroffen, und zu einem Weg vereint haben, geht es weiter Richtung Höllentalangerhütte (1381 m).

Von der Höllentalangerhütte aus geht es durch eine Art Kessel bis zum ersten Klettersteig.

Wer diesen überwindet hat, geht durch Geröllfelder weiter bis zum Gletscher, auf dem es auch Gletscherspalten gibt. Über den Gletscher geht es schließlich weiter bis zum zweiten Klettersteig, der zum Gipfel der Zugspitze führt!

Stopselzieher Klettersteig

Der Weg startet an der Tiroler Zugspitzbahn in Ehrwald (1.225 m). Von dort aus führt ein gut beschildeter Weg durch den Gamskar zuerst Richtung ‚alter Liftstütze‘. Auf der fast gesamten Tour hat man einen tollen Blick zum Eibsee.

Vorbei an der ‚alten Liftstütze‘  geht es weiter bis zur Wiener-Neustädter Hütte auf 2230 m. In der Hütte gibt es sowohl die Möglichkeit etwas zu essen und zu trinken als auch eine Nacht dort zu verbringen, um genügend Energie für den weiteren Aufstieg zu haben.

Nach der Wiener-Neustädter Hütte geht es je nach Saison über Geröll- bzw. Schneefelder bis zum Einstieg des Stopselzieher Klettersteiges. Wer diesen Klettersteig hinter sich gebracht hat, kann am Ausstieg den Blick auf das Zugspitzplatt genießen.

Jubiläumsgrat

Die längste und damit auch schwierigste Route auf die Zugspitze ist die über den Jubiläumsgrat. Diese Route ist nicht für Anfänger geeignet, sondern erfordert absolute Trittsicherheit, Orientierungsvermögen und Schwindelfreiheit an exponierten Stellen. Der mehr als 5 km lange Grat wird meist von der Zugspitze bis zur Alpspitze begangen, von wo man dann über die Nordwand Ferrata zur Gipfelstation des Osterfelderkopfes absteigen kann!

Es besteht aber auch die Möglichkeit den Jubiläumsgrat von unten nach oben zu begehen. Dabei gibt es einmal die Option in Hammersbach zu starten oder die Tour von Garmisch Partenkirchen über den Stangensteig in Angriff zu nehmen.

Auf dem Jubiläumsgrat gibt es die Jubiläumsgrathütte auf 2684 m, die jedoch unbewirtschaftet ist und nur in Notfällen bis zu 12 Personen Platz bietet.

Rekorde an der ZugspitzeZugspitze Seilbahn

Gleich drei Rekorde auf einmal bricht die Zugspitz Seilbahn. Sie steht auf der weltweit höchsten Stahlbaustütze, die gigantische 127 m hoch ist. Außerdem überwindet sie auf der gesamten Fahrt auf den Zugspitzgipfel den höchsten Höhenunterschied, der jemals mit einer Seilbahn zurückgelegt wurde ( 1.945 m) und sie hat das längste freie Spannfeld mit einer Länge von 3.213 m.

Oft gestellte Fragen

Reintalangerhuette

Warum hat die Zugspitze nur noch einen Gipfel?

Nachdem die Nachfrage nach dem höchsten Berg Deutschlands immer höher geworden ist, baute man alle Gipfel, bis auf den Ostgipfel mit Berghütten oder Seilbahnstationen zu!

Wo kann man auf der Zugspitze schlafen?

Auf der Zugspitze gibt es mehrere Möglichkeiten zum Schlafen. Übernachtungsplätze werden im Münchner Haus, der Höllentalangerhütte, der Knorrhütte und der Reintalangerhütte angeboten!

Wo liegt die Zugspitze?

Die Zugspitze ist der höchste Berg des Wettersteingebirges. Das Zugspitzmassiv liegt südwestlich von Garmisch-Partenkirchen in Bayern und im Norden Tirols. Über den Westgipfel der Zugspitze verläuft die Grenze zwischen Deutschland und Österreich.

Liegt die Zugspitze in Deutschland oder Österreich?

Der Gipfel der Zugspitze liegt in Deutschland und ist somit auch der höchste in ganz Deutschland. Jedoch liegt auch ein Teil des höchsten Berges Deutschlands in Österreich. Über dem Westgipfel verläuft auch die Grenze zwischen Deutschland und Österreich.

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