Wer schon seit längerer Zeit in die Berge zum Skifahren geht, dem ist bestimmt schonmal die Frage aufgekommen, ob man heutzutage immer noch die Schlaufe am Skistock benötigt. Viele Skilehrer, Skiausbilder und Skifahrer verzichten bewusst darauf und schneiden die Schlaufe schlussendlich doch mit einer Schere ab, da sie ihnen beim Fahren stört.

Warum auch du auf Skistöcke mit Schlaufen verzichten solltest, möchten wir dir in diesem Beitrag erzählen. Allerdings sollte dir bewusst sein, dass man zwischen dem Skifahren im Gelände und auf der Piste unterscheidet, wenn es um die richtige Skiausrüstung geht.

Gründe, warum du ab jetzt immer ohne Schlaufe fahren solltest

Skistock ohne Schlaufe kaufen

Die Air Zermatt bergt einen verletzten Skifahrer ©Marc Wittkowski Photography

1. Was viele Hobbyskifahrer nicht wissen, ist, dass man mit Skistöcken, welche Schlaufen besitzen, seine eigene Gesundheit aufs Spiel setzen kann. Wenn man im Schnee unterwegs ist und dabei stürzt oder Hängen bleibt, kommt es vor allem bei Anfängern häufig vor, dass sie die Schlaufe falsch umgreifen. Dadurch bleiben die Skistöcke an deiner Hand hängen und können dir dadurch schmerzhafte Schäden zufügen.

Neben dem sogenannten Skidaumen, welcher eine Verletzung des inneren Seitenbandes am Grundgelenk des Daumens ist, kam es schon oft zu schwerwiegenderen Unfällen wie Schulterbrüchen oder Handgelenks schmerzen. Auch bei den vermeintlich besseren Klicksystemen, kann es immer wieder zu Fehlern am Gerät selber kommen, welche dazu führen, dass das System nicht ausgelöst wird und der Skistock trotzdem an der Hand hängen bleibt.

2. Zu sogar tödlichen Unfällen bei Skistöcken mit Schlaufe kann es kommen, wenn man beim Freeriden im Powder unter eine Lawine gerät. Die Stöcke verhindern dabei, dass man sich durch das sogenannte Schwimmen an der Oberfläche halten kann. Neben Prellungen und Brüchen kommen so auch tödliche Unfälle zustande.

3. Neben der Gesundheit, sind die Skistöcke ohne Schlaufe auch einfach praktischer für den Alltag im Schnee. So kann man diese schnell in den Boden stecken, um mit dem Handy ein paar Bilder zu schießen, sich Verpflegen zu können oder den Skipass aus der Jackentasche zu kramen, ohne vorher die Hand aus der Schlaufe friemeln zu müssen.

4. Auch die Skitechnik hat sich mit der Zeit immer stärker verändert. Während die Skistöcke früher noch aktiv benutzt wurden, werden sie heutzutage mehr als Taktvorgabe beim Carving oder Kurzschwung genutzt. Dadurch ist der Druck von den Armen nicht mehr so wichtig, weshalb man auch gerne auf die Schlaufen am Skistock verzichten kann.

5. Wer die Schlaufen am Skistock abschneidet, hat nicht nur unnötiges Geld für die zusätzliche Schlaufe bezahlt, sondern hat am Ende auch noch einen sehr unschönen Skistock. Eine abgeschnittene Schlaufe sieht nämlich nie schön aus.

Vermeintliche Gründe, die für Skistöcke mit Schlaufe sprechen

Skistock mit oder ohne SchlaufeNatürlich gibt es auch Vorteile, wenn man Skistöcke mit Schlaufen nutzt. Da die Gesundheit allerdings beim Skifahren und auch sonst immer an erster Stelle steht, sind diese Vorteile eher kleine praktische Dinge, auf die es sich auch zu verzichten lohnt.

1. Ein Grund für Skistöcke mit Schlaufe ist es, dass man sich bei langen Ziehwegen gut anschubsen kann und dadurch auch auf gerader Strecke schnell nach vorne kommt. Außerdem kann es manchmal sein, dass die Skistöcke in hartem Schnee stecken bleiben, wobei die Schlaufe sehr hilfreich ist, da man die Stöcke dadurch nicht verliert.

So kann man das Problem bei Stöcken ohne Schlaufe lösen

Auf langen Ziehwegen kann man die sogenannte Skating-Technik verwenden. Dabei verlagert man die Kraft auf die Beine und kommt viel schneller voran, wie beim anschubsen mit den Stöcken. Das Problem mit dem steckenbleiben löst man ganz einfach, indem man die Stöcke so wie jeden anderen Gegenstand auch (zum Beispiel die Trinkflasche oder das Smartphone) fest in den Händen hält. Außerdem stapft man doch lieber 10m durch den Schnee nach oben, als das man den Rest der Saison ausfällt, da man sich beim Sturz die Schulter gebrochen hat.

2. Ein weiterer Punkt, der für Skistöcke mit Schlaufe spricht, ist, dass man diese vor allem im tiefen Pulverschnee nicht so leicht verliert.

So kann man das Problem bei Stöcken ohne Schlaufe lösen

Bevor du ins Gelände oder allgemein Skifahren gehst, solltest du dir bewusst machen, was genau an erster Stelle steht und ob dir die Skistöcke oder deine Gesundheit wichtiger sind. Bei Skistöcken mit Schlaufe bist du zwar im sicheren Bereich, dass du sie nicht so schnell verlierst, allerdings gehst du mit dieser Entscheidung auch ein hohes Risiko für deine Gesundheit ein.

Fazit

Auch wenn Skistöcke mit Schlaufe einige Vorteile haben, so lohnen sich Skistöcke ohne Schlaufe schon allein wegen dem Aspekt der Gesundheit. Sie steht immer im Vordergrund und ist das wertvollste, was wir als Menschen haben. Wer keine Brüche, Prellungen, Skidaumen oder wegen der Verletzung eine ganze Saison ausfallen möchte, der sollte auf jeden Fall auf Skistöcke ohne Schlaufe umstellen.

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Whiteout in den Bergen

Whiteout in den Bergen

Ein Erlebnis, von dem ich schon lange erzählen wollte, war es, wo wir während der Elbrus Überschreitung in Russland auf ca. 5.000m plötzlich im Whiteout verschwanden und darin gefangen waren. Es war tatsächlich ein mulmiges aber auch sicheres Gefühl zugleich, als wir keine 10m mehr schauen konnten und mehrere Stunden nichts anderes außer den eisigen Wind hörten.

Alles begann an einem ganz normalen Morgen, so wie er am höchsten Berg Europas eigentlich immer ist. Nach dem Aufstehen machten wir uns fertig, haben mit ein paar Plastiktonnen Wasser aus dem nächstgelegenen Gletscherfluss geholt und frühstückten dann. Währenddessen konnten wir unseren Tag planen, welcher als wichtige Vorbereitung für den Gipfel diente.

Am Tag vorher stiegen wir schon bis zum Prijut 11 auf und konnten dort die erste Höhenluft schnuppern. Außer etwas Pochen im Kopf während dem Abstieg verlief dabei alles glatt. Der Schnee war sehr griffig, es war nicht so viel los und unsere gesamte Gruppe mit stolzen drei Mitgliedern war bestens gelaunt.

Wir planten also unseren Tag und wollten zur Vorbereitung bis zu den Pastuchov Felsen aufsteigen. Allerdings war schon beim Wasserholen klar, dass uns das Wetter an diesem Tag vermutlich im Stich lassen würde.  Wie so oft war der Gipfel des Elbrus in Wolken umhüllt und zeigte sich nicht. Da unser einheimischer Bergführer allerdings bestätigte, dass wir eine Tour unternehmen könnten, machten wir uns wegen den Gewitterwolken keine Sorgen mehr.

Whiteout am Elbrus

Nach dem Frühstück packten wir unsere Rucksäcke zusammen, füllten nochmal die Thermosflaschen mit heißem Tee auf und zogen unsere Steigeisen an, bevor es wieder Schritt für Schritt nach oben ging. An diesem Tag war nicht so viel los. Einige Bergsteiger kamen im Basecamp an, ruhten sich dort aus und andere wiederum machten, genauso wie wir, eine Akklimatisierungstour.

Nach wenigen Stunden kamen wir schon an der Prijut 11 an und machten dort oben unsere erste Pause. Die Prijut 11 ist das ehemalige höchste Hotel Russlands, welches im Jahre 1998 durch ein vom Kocher verursachtes Feuer komplett ausbrannte und später neu errichtet wurde.

Nachdem wir ein paar Riegel gegessen haben und ein paar Schlücke vom sehr leckeren Tee nahmen, ging es nun weiter. Schon von der Prijut 11 aus konnte man sehen, dass die Felsen weiter oben in Nebel umhüllt waren und die Bergsteiger in diesem langsam verschwanden.

Schneesturm am ElbrusAuch wir gingen gefühlt nicht länger als eine halbe Stunde, bevor die ersten Schneeflocken auf den Boden fielen und die Sicht mit der Zeit deutlich schlechter wurde. Da unser Bergführer allerdings mehr als entspannt war, machten wir uns auch keine Sorgen und genossen die Zeit am Elbrus.

Umso höher wir kamen, umso schlechter wurde auch die Sicht. Etwa 200m unterhalb der Pastuchov Felsen drehten die ersten Bergsteiger um und brachen damit ihre Akklimatisierungstouren ab. Ob es nun mit dem Wetter oder ihrer eigenen Fitness zu tun hatte, konnten wir in dem Moment noch nicht beurteilen.

Gefangen im WhiteoutWas wir jedoch wussten, war, dass das Wetter vermutlich immer schlechter werden würde. Der Nebel zog sich sehr schnell zu und der Schneefall wurde immer stärker, bis wir schließlich im totalen Whiteout gefangen waren. Die Kälte war dabei nicht unser größtes Problem.

Der Wind, welcher mehrere Stunden aus einer Richtung in unsere Ohren wehte, machte uns so langsam wahnsinnig. Obwohl wir im totalen Flow waren und den ganzen Tag im gleichen Tempo weitergehen könnten, gab uns unser Bergführer das Zeichen, dass wir eine Pause einlegen würden.

Durch diesen Flowartigen Zustand, fühlte ich mich auch im totalen Whiteout und Schneesturm auf knappen 5.000m sehr wohl. Meine Beine taten nicht weh, ich hatte keine Kopfschmerzen und die Finger waren auch noch nicht erfroren. Besser hätte es eigentlich nicht sein können.

Elbrus Besteigung

Das letzte Bild an dem Punkt, wo wir wieder umdrehen mussten.

Nichtsdestotrotz rief unser Bergführer einen Freund an und bat diesen, ihm den genauen Wetterbericht für die nächsten Stunden durchzugeben. Worüber genau sie redeten, weiß ich bis heute noch nicht, da unser Bergführer nur Russisch sprechen konnte.

Dass es jedoch etwas mit dem Wetter zu tun haben müsste, merkten wir daran, dass wir nur noch eine halbe Stunde weitergingen. Genau am unteren Ende der Pastuchov Felsen brachen wir unsere Tour ab und drehten langsam wieder um. Der Schneesturm wurde immer heftiger und warf uns mit dem Wind förmlich den Berg hinunter.

Als wir aus dem Whiteout draußen warn und in der warmen Hütte etwas essen konnten, war ich wieder froh und dankbar darüber, dass wir einen so guten Bergführer mit dabei hatten, der uns in genau solchen Momenten zur Seite stehen konnte.

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Leidenschaft für's Leben Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt
Informationen zum Buch „Leidenschaft für’s Leben – Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt“ von Alix von Melle und Luis Stitzinger

Autor: Alix von Melle und Luis Stitzinger

Erscheinungsjahr: 2015

Seitenanzahl: 347

Sprache: Deutsch

Verlag: MALIK Verlag National Geographic

Kategorie: Bergsteigen

Worum geht’s?

In dem Buch Leidenschaft für’s Leben – Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt“, erzählen Alix von Melle und Luis Stitzinger davon, wie sie als gemeinsames Paar Bergsteigen gehen und dabei Berge oberhalb der 8000m Grenze besteigen. Es geht um die Frage, warum für sie der gemeinsame Weg wichtiger als der Gipfel ist und wie durch ihr erstes Treffen eine gemeinsame Leidenschaft wurde.

Trotz ihrer gemeinsamen Leidenschaft, sind beide Bergsteiger und Autoren von Grund auf verschieden. Während Luis in den Bergen aufgewachsen ist und dort schon als kleiner Bub die Gebirge erkundet hat, hat Alix die Liebe zu den Bergen erst während ihres Studiums gefunden.

Meine persönliche Meinung

Nachdem ich mal wieder auf der Suche nach einer spannenden Abendlektüre war, bin ich im Buchladen um die Ecke auf das Buch „Leidenschaft für’s Leben – Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt“ von Alix von Melle und Luis Stitzinger gestoßen. Da ich selber keine Leute kenne, die als Paar in die Berge gehen, war ich schon interessiert zu lesen, wie das denn so ist.

Was mir direkt aufgefallen ist waren die vielen Bilder, die im Buch vorhanden sind. Insgesamt 53 Farbfotos zeigen dir die beiden leidenschaftlichen Bergsteiger auf ihren Expeditionen rund um den Globus. Besonders spannend und inspirierend finde ich die Bilder mit den Gletschern und die Bilder, auf denen man ganz neue Kulturen kennenlernt.

Der Schreibstil im Buch gefällt mir auch sehr gut. Dieser wurde so gewählt, dass die Geschichten und Erinnerungen sehr einfach zu verstehen sind und dadurch auch schnell gelesen werden können. Zu Beginn startet das Buch mit der Kindheit der beiden Bergsteiger. Es geht darum, wie sie als kleine Knirpse gelebt haben und wie sie die Liebe zu den Bergen entdeckt haben.

Nach der Story, wie sie sich kennengelernt haben, wird über die verschiedenen Expeditionen und Touren gesprochen. Ich kann das Buch jedem weiterempfehlen, der auch mal gerne auf Expedition gehen möchte. Ob man nun Single ist, spielt dabei keine Rolle. Auch als vermeintlicher Solobergsteiger“ kann man die Gedanken der beiden Bergsteiger auf ihren Expeditionen nachvollziehen und bekommt beim Lesen an manchen Stellen sogar ein bisschen Bergweh.

Weitere hilfreiche Bergbuchvorstellungen
Das Buch „Leidenschaft für’s Leben – Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt“ von Alix von Melle und Luis Stitzinger auf Amazon

Breitenstein Schneeschuhtour

Wer schonmal im Winter in den Alpen unterwegs war, kann die Aussage, dass diese ein unglaublich schönes Winterwunderland sind, wahrscheinlich nur unterstützen. Trotz des vielen Schnees kann man dort nicht nur skifahren gehen, sondern auch noch viele andere Dinge unternehmen, bei denen man die Faszination der Berge im Winter entdecken kann.

Neben Skitouren, sind auch die Schneeschuhtouren zu einer sehr beliebte Aktivität unter Wintersportlern geworden. Beim Schneeschuhgehen zieht man sich spezielle Schuhe an, welche eine sehr breite Fläche haben, sodass man mit denen auch in tiefem Schnee gehen kann und immer einen guten Halt findet. Schneeschuhtouren kann man eigentlich überall unternehmen. Vor allem Wanderwege, welche man im Sommer gerne geht, kann man super mit Schneeschuhtouren wiederholen und dadurch die Landschaft aus einer anderen Perspektive aus betrachten.

Auf den Breitenstein

Breitenstein Schneeschuhtour

Aufstieg mit Schneeschuhen auf den Breitenstein in Bayern ©Bergfex

Der Breitenstein ist ein 1.622 m hoher Berggipfel in den Bayerischen Voralpen und gilt als nordwestlichster Gipfel der Wendelsteingruppe. Wenn im Winter der erste Schnee gefallen ist, machen sich viele Skitourengeher und Schneeschuhwanderer vom Gasthaus Winklstüberl auf dem Weg zum Gipfel. Auf dem Normalweg über die Kesselalm findet man im Winter sehr viele Rodler.

Die Schneeschuhtour beginnt auf dem Parkplatz beim Gasthof Winklstüberl. Dort befindet sich eine Wiese, auf der man zu Beginn bis zum Waldrand aufsteigt. Dort angekommen, findet man einen Fahrweg, auf dem man auch im Sommer wandern kann. Diesem folgt man bis zu einer Lichtung, von wo aus man bis zur Bucheralm wandern kann.

Dort wird das Gelände allmählich steiler und anspruchsvoller, sodass Wanderstöcke während der Tour sehr zu empfehlen sind. Nachdem man eine Felswand erreicht hat, kann man auf dem Sommerweg bis kurz unterhalb des Westgipfels (1.575m) wandern. Hier kann man sich entscheiden, ob man entweder auf diesen aufsteigt, oder noch ein Stück weitergeht und über einen letzten steilen Hang den Hauptgipfel des Breitenstein besteigt.

Die Tour in Daten

  • Strecke: 6,5km
  • Dauer: 3:30
  • Schwierigkeit und Gefahren: Während der Tour kann je nach Verhältnissen Lawinengefahr bestehen. Die Strecke ist relativ flach und unter 25 Grad.

Auf den Wannenkopf

Wannenkopf Schneeschuhtour

Eine Gruppe von Schneeschuhengehern auf dem Weg zum Wannenkopf ©Gipfelglueck

Der Wannenkopf ist 1.712 m hoch und befindet sich in der Hörnergruppe, welche in den westlichen Allgäuer Alpen liegt. Die Besteigung des Wannenkopfes mit Schneeschuhen ist gerade deswegen so interessant, weil man vom Gipfel aus ein faszinierendes 360°  Panorama genießen kann und dennoch nur mit wenig Ausrüstung auskommt.

Die Schneeschuhtour auf den Wannenkopf startet auf dem Parkplatz bei der Riedbergstraße. Dort findet man schon einen beschilderten Weg, welcher zunächst zur Wannenkopfhütte führt. Diese liegt traumhaft inmitten einiger Tannen und hat auch im Winter für alle Wintersportler geöffnet.

Von der Hütte aus führt anschließend ein meist schon gut zu sehender Weg bis zum Gipfel des Wannenkopfes. Je nach Verhältnissen kann man in den meisten Fällen auch die Beschilderung des Sommerwanderweges finden und dieser nach bis zum Gipfel aufsteigen. Dort oben hat man eine wunderschöne Aussicht auf bedeutende Allgäuer Berge wie das Nebelhorn und den Hochvogel.

Die Tour in Daten

  • Strecke: 6,5km
  • Dauer: 3:00h
  • Schwierigkeit und Gefahren: Eine mittelmäßige Tour mit wenigen Gefahren. Die Lawinengefahr muss vorher unbedingt klar sein.

Auf den Pendling

Pendling Schneeschuhtour

Beim Gipfel angekommen. Für solche Momente lohnen sich die Schneeschuhtouren ©Almenrausch

Die Schneeschuhtour auf den 1.563m hohen Pendling in den Brandenberger Alpen (Tirol/Österreich) startet beim Gasthof am Rodelweg, von wo man zu Beginn der Tour bis zum Waldrand aufsteigt. Dort angekommen, kann man die Rodelbahn auf der linken Seite verlassen und auf dem Sommerwanderweg weiter bis zum Dreibrunnenjoch wandern.

Von dort aus führt der Weg anschließend weiter über einen breiten Bergweg mit einigen tollen Ausblicken bis zu einer Felswand, welche man auf der rechten Seite umgeht und somit auf den Kamm gelangt. Dort befindet sich wieder der Fahrweg, welcher bis zum Pendlinghaus führt. Vom Pendlinghaus aus ist es nicht mehr weit. Vorbei an der Berghütte, geht man nun bis zu den Gipfelkreuzen des Pendling und kann von dort oben ein spektakuläres Panorama genießen.

Der Blick reicht über das Kaisergebirge und die Zillertaler Alpen bis zum Großvenediger und dem Großglockner, dem höchsten Berg in ganz Österreich. Wer möchte, kann sich beim Abstieg auf der Kala Alm Schlitten ausleihen, um noch schneller und mit noch mehr Spaß ins Tal zurückzukehren.

Die Tour in Daten

  • Strecke: 600 Höhenmeter
  • Dauer: 3:00h
  • Schwierigkeit und Gefahren: Die Schneeschuhtour auf den Pendling ist sehr einfach und wird nur an einigen Stellen etwas steiler.

Mit Schneeschuhen auf den Fockenstein

Fockenstein Schneeschuhtour

Mit bester Laune geht es auf den Fockenstein ©Doros Reiseblog

Der Fockenstein ist ein 1.564 m hoher Berg, befindet sich in den Bayerischen Voralpen westlich des Tegernsees und gehört im Winter zu den beliebtesten Schneeschuhtouren-Zielen in seiner Region. Vom Gipfel aus hat man eine fantastische Sicht auf die umliegenden Berge und kann bis zum Alpenrand schauen.

Die Tour zum Gipfel startet beim Parkplatz Sonnbichel (835 m). Von dort aus führt der Weg zunächst in Serpentinen durch den Wald und endet bei der Mittelstation. Bei der Mittelstation muss man besonders vorsichtig sein, da man dort die Piste quert und auf dieser bis ganz nach oben steigt.

Ganz oben an der Piste verlässt man diese wieder und wandert auf einem meist präparierten Forstweg bis zur Wachselmoosalm, von der aus man einen tollen Blick in die Berge hat. Nach einer kleinen Pause folgt man dem Weg einfach weiter bis zur Aueralm. Diese hat ganzjährig geöffnet und liegt auf 1.266m.

Hinter der Aueralm führt der Weg weiter über eine Weggabelung am linken Zweig durch das Wildschutzgebiet und über die Neuhüttenalm bis zum Sattel zwischen dem Fockenstein und dem Neuhütteneck. Dort verlaufen die letzten Meter in einem Linksbogen über Wiesen zunächst bis zu einem Vorgipfel und später bis zum Hauptgipfel des Fockenstein.

Die Tour in Daten

  • Strecke: 16,5km
  • Dauer: 6:00h
  • Schwierigkeit und Gefahren: Eine mittelmäßige Bergtour. Bei der Weggabelung vor dem Sattel muss man im Winter unbedingt dem linken Zweig folgen, auch wenn der rechte schneller zum Gipfel führt. Der rechte ist für den Sommer gedacht.

Auf den Almkogel

Almkogel Schneeschuhtour

Schneeshuhwanderer auf dem Weg zum Gipfel ©Naturfreunde Ternberg Trattenbach

Der Almkogel hat eine Höhe von 1.513m und befindet sich im Dürrensteigkamm der Oberösterreichischen Voralpen. Über seinem Gipfel verläuft die Grenze zwischen den Gemeinden Weyer und Großraming in Oberösterreich.

Start der Schneeschuhtour ist der Parkplatz Bamacher in Großraming. Von dort aus wandert man über die Ennsbrücke und der Enns entlang flussaufwärts bis zur Weggabelung, bei der man zur Ennser Hütte abzweigen kann. Diese ist ganzjährig geöffnet und freut sich über jeden Skitourengeher und Schneeschuhwanderer.

Anschließend kann man durch die verschneite Winterlandschaft in nur 45 Minuten bis zum Gipfel des Almkogel aufsteigen. Bei schlechtem Wetter sollte man darauf achten, dass es dort oben sehr windig sein kann, was dazu führt, dass man mit den Schneeschuhen manchmal selber neue Spuren legen muss.

Die Tour in Daten

  • Strecke: 9km
  • Dauer: 3:30h
  • Schwierigkeit und Gefahren: Eine einfache Scneeschuhwanderung auf den Almkogel. Bei starkem Wind, viel Neuschnee und schlechter Sicht muss man darauf achten, dass man sich gut orientieren kann.

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Einfache 5000er

Wenn man schon seit einiger Zeit Bergsteigen geht und vielleicht sogar schon den ein oder anderen 4000er bestiegen hat, kommt so gut wie immer irgendwann der Wunsch danach auf, einfach mal die Koffer zu packen und bei einer richtigen Expedition im Ausland  einen 5000er zu besteigen.

Wie auch bei allen 4000ern oder 3000ern, gibt es ebenso im 5000er Bereich einige Berggipfel, die man schon als relativer Anfänger besteigen kann. Das bedeutet aber nicht, dass man dort das Steigeisengehen oder die Spaltenbergung lernen soll. Dies sind Dinge, die man in den Alpen auch auf einfachen 3000ern lernen kann.

Die 5000er, die wir dir gleich vorstellen werden, sind vor allem dadurch einfach, dass man sich darauf in den Alpen sehr gut vorbereiten kann, wenn man zum Beispiel einige Hoch- oder Skitouren zur Akklimatisation macht.

1. Der Elbrus (5.642m)

Einfache 5000er ElbrusDer Elbrus im Kaukasus ist mit einer Höhe von 5.642m der höchste Berg in Russland und gleichzeitig auch der höchste Berg Europas. Je nachdem, wo man die Grenze zwischen Europa und Asien sieht, ist entweder der Elbrus oder der Mont Blanc in den französischen Alpen der höchste Berg Europas.

Da die Südseite des Elbrus bis zu einer Höhe von ca. 4.100m mit Hütten bebaut wurde und täglich Pistenraupen bis auf eine Höhe von 5.100m fahren, ist dieser ein sehr leicht zu besteigender Berg. Die Pfade sind meist vorgetreten und gut zu erkennen. An schönen Tagen kann es schonmal vorkommen, dass zwischen 200-300 Leute am Tag unterwegs sind.

Das sind die wichtigsten Infos für den Elbrus
  • Höhe: 5.642m
  • Lage: Russland/Kaukasus
  • Routen: Nordseite – Südseite
  • Erstbesteigung: 1829
Die einfachste Route auf den Elbrus

Südseite

Die Route von der Südseite bis zum Gipfel des Elbrus startet in Azau. Von dort aus kann man entweder mit der Seilbahn oder zu Fuß bis auf 3.800m zu den sogenannten Botschkis aufsteigen. Die Botschkis sind Tonnenartige Schlafunterkünfte für Bergsteiger und bilden das Basecamp am höchsten Berg Europas.

Von den Botschkis aus geht man meistens die Akklimatisierungstouren bis auf verschiedene Höhen. Einige beliebte Akklimatisierungspunkte sind die Prijut 11 und die Pastuchov Felsen. Der Weg dorthin wird mit der Zeit immer steiler allerdings gibt es dort nur wenige Gefahren, da der Weg durch die Pistenraupen einer breiten Skipiste ähnelt.

Nachdem man sich genügend akklimatisiert hat, kann man sich am Gipfeltag von den Pistenraupen bis auf 5.100m fahren lassen. Den Weg nach oben kann man, wenn man möchte, allerdings auch zu Fuß zurücklegen. Ab dem kleinen Plateau auf 5.100m zieht sich der Weg ein wenig in die Länge und wird bis zum Gipfel hin immer steiler. Über das Gipfelplateau erreicht man dann am Ende den Gipfel des Elbrus und einen der 7 Summits.

Geschichte

Nachdem schon am 22. Juli 1829 der etwas niedrigere Ostgipfel des Elbrus erreicht wurde, bestiegen erst am 26. Juli 1874 die Engländer Frederick Gardiner, Florence Crauford Grove, Horace Walker mit ihrem Schweizer Führer Peter Knubel den Westgipfel des Elbrus und erreichten damit als erste Menschen den 5.642m hohen Berggipfel.

2. Der Chacaltaya (5.395 m)

Einfache 5000er ChacaltayaDer Chacaltaya liegt mitten in der bolivianischen Cordillera Real und hat einen Doppelgipfel. Dadurch, dass der Berg bis auf eine Höhe von 5.200m befahrbar ist, ist die Wanderung zum Gipfel nur ein kleiner Spaziergang. Trotz dessen darf man die Höhe nicht außer Acht lassen, da man auf über 5.000m schnell an der Höhenkrankheit leiden kann.

Bevor der Gletscher am Chacaltaya durch die Erderwärmung fast völlig geschrumpft ist, wurde dieser auch als höchst gelegenes Skigebiet der Erde bezeichnet. Seit 2009 gibt es allerdings so gut wie keine Skipisten und Flächen mehr, auf denen man mit den Skiern fahren kann.

Das sind die wichtigsten Infos für den Chacaltaya
  • Höhe: 5.395m
  • Lage: Bolivien/Cordillera Real
  • Routen: Von La Paz aus
Die einfachste Route auf den Chacaltaya

Von La Paz aus

Die Wanderung auf den Gipfel des Chacaltaya startet in La Paz, von wo aus man mit einem Bus ins ehemalige Skigebiet fahren kann. Während der gesamten Tour steht mehr die wunderschöne Landschaft, als der sportliche Reiz im Vordergrund. So hat man schon auf der Busfahrt ins Skigebiet einen faszinierenden Blick auf den Huayna Potosi.

Die Busfahrt geht bis auf 5.200m, wo die Straße allmählich endet und eine alte Berghütte des österreichischen Alpenvereins steht. Diese Hütte wird mittlerweile vom Club Andino Boliviano, dem bolivianischen Andenverein, betrieben und bietet 22 Wanderern einen  Schlafplatz und Verpflegung.

Von diesem Punkt aus kann man in ca. 1:00h bis zum Gipfel aufsteigen. Dort oben kann es an den ein oder anderen Tagen kälter werden, weshalb die richtige Kleidung nicht vergessen werden darf. Vom höchsten Punkt aus hat man wieder eine unglaubliche Aussicht auf den Huayna Potosi, den Illimani, den Sajama und den Titicacasee.

Geschichte

Nachdem der Gletscher am Chacaltaya als das höchst gelegene Skigebiet der Welt bezeichnet wurde, schmolz dieser mit der Zeit immer weiter ab. Während es im Jahre 2005 immerhin noch die Hälfte des Gletschers gab, verschwand auch die letzte Hälfte innerhalb von vier Jahren vollständig durch die Erderwärmung.

3. Der El Misti (5.822m)

Die einfachsten 5000erDer El Misti ist ein 5.822m hoher Schichtvulkan und steht oberhalb von Arequipa in Peru. Da er ein Schichtvulkan ist, brach er in der Vergangenheit immer wieder mal aus. Der letzte Ausbruch ereignete sich im Jahre 1784. Die rauchenden Fumarolen deuten allerdings darauf hin, dass er auch heute noch aktiv ist.

Das sind die wichtigsten Infos für den El Misti
  • Höhe: 5.822m
  • Lage: Peru/Anden
  • Routen: Von Arequipa aus
Die einfachste Route auf den El Misti

Von Arequipa aus

Die Tour von Arequipa aus startet mit einem Geländewagen, mit dem man bis zur Aguada Blanca auf 3.400m fahren kann. Dort gibt es anschließend einen relativ einfachen Pfad, welcher bis auf eine Höhe von 4.500m führt. Da die Luft dort oben immer dünner wird, muss man sich vor der Tour unbedingt akklimatisieren.

Auf 4.500m kann man je nach Bedingungen ein Zelt aufschlagen und eine Nacht in den Anden einlegen, um am nächsten Morgen so früh wie möglich losgehen zu können. Dann muss man nämlich über Serpentinen dem Weg bis zum äußeren Kraterrand folgen und die letzten Meter bis zum Gipfel aufsteigen.

Geschichte

Der deutsch-peruanische General und Kartograf Clemens von Althaus war wahrscheinlich der erste Mensch, der den El Misti bestieg und ihn dabei ausgiebig untersuchte.

4. Der Kilimanjaro (5.895 m)

Einfache 5000er KilimanjaroDer Kilimanjaro ist ein 5.895 m hoher Berggipfel und steht auf dem afrikanischen Kontinent. Mit einer Höhe von fast 6.000 Metern ist er der höchste Berg Afrikas und gleichzeitig auch einer der 7 Summits. Dies sind die jeweils höchsten Berge der Kontinente. Aus diesem Grund wird er jedes Jahr von immer mehr Touristen, Wanderern und Bergsteigern besucht.

Die Schwierigkeiten an Afrikas höchstem Berg liegen auf keinen Fall bei der Technik, dafür aber in der Höhe. Auf über 5.500m ist die Höhenkrankheit nicht mehr selten anzutreffen und kann bei vielen untrainierten Menschen sogar tödlich enden. Da die meisten Tourenanbieter die Reisen allerdings auf mehrere Tage verteilen, haben die meisten Wanderer genügend Zeit, um sich für die Höhe akklimatisieren zu können.

Das sind die wichtigsten Infos für den Kilimanjaro
  • Höhe: 5.895m
  • Lage: Afrika/Tansania
  • Routen: Northern Circuit – Rongai Route – Lemosho Route – Umbwe Route – Machame Route – Marangu Route
  • Erstbesteigung: 1889
Die einfachste Route auf den Kilimanjaro

Marangu Route

Die Marangu Route oder auch „Coca Cola Route“ genannt ist die einfachste Route, welche zum Gipfel des Kilimanjaro führt. Das liegt vor allem daran, dass man während der Tour im Gegensatz zu allen anderen Routen in kleinen Holzhütten schlafen kann und kein Zelt mitschleppen muss. In den Hütten gab es sogar Cola, weshalb diese Route auch „Coca Cola Route“ genannt wird.

Die Tour startet am Marangu Gate und führt am ersten Tag zum Mandara Camp. Wie an den meisten Tagen dauert auch hier die Tour zwischen 4:00h und 6:00h. Vom Mandara Camp geht es am nächsten Tag weiter bis zum Horombo Camp auf 3.720 m. Nach einer weiteren Nacht in diesem Camp kann man eine Akklimatisierungstour zum Mawenzi Camp machen und von dort aus wieder zurück ins Camp absteigen.

Die gleiche Strecke legt man am Tag danach wieder zurück und steigt noch ein Stück weiter zur Kibo Hut auf, von wo aus man am letzten Tag den Gipfelsturm auf den Gipfel des Kilimanjaro in Angriff nehmen kann. Im Gegensatz zu den anderen Routen ist diese Landschaftlich nicht so beeindruckend, ist mit einer Gesamtlänge von ca. 70km dafür aber auch die kürzeste Route zum Gipfel.

Geschichte

Nachdem die ersten Besteigungsversuche des Kilimanjaro durch den deutschen Entdecker Karl Klaus von der Decken in den Jahren 1861 und 1862 fehlschlugen, erreichten der Leipziger Bergsteiger, Geograph und Forscher Hans Meyer mit dem österreichischen Alpinisten Ludwig Purtscheller im Jahre 1889 als erste Menschen den Gipfel.

5. Der Damavand (5.610 m)

Einfache 5000er DamavandDer Damavand ist mit 5.610m der höchste Berg des Iran und des Elbrus-Gebirge. Der Berg ist vor allem durch die Höhe anspruchsvoll, benötigt jedoch keinerlei Kletterausrüstung, um bis zum Gipfel zu gelangen. Auch auf die Mulitreiber, welche die Gepäckstücke zum nächsten Lager bringen möchten, kann man verzichten, sodass man aus eigener Kraft zum Gipfel aufsteigt.

Das sind die wichtigsten Infos für den Damavand
  • Höhe: 5.610m
  • Lage: Iran/Elbrus-Gebirge
  • Routen: Südroute – Nord-Ost Route
  • Erstbesteiger: Abu Dolaf Kazraji
Die einfachste Route auf den Damavand

Südroute

Der Start dieser Tour ist Teheran, von wo aus man mit einem Bus nach Polur fährt. Dort befindet sich ein großes Gebäude der iranischen Bergsteigerföderation und eine Kletterhalle, in der viele Höhlenkletterer aus der Region trainieren gehen. Von Polur aus muss man ein weiteres Stück mit dem Geländewagen bis auf 3.000m fahren.

Dort befindet sich auf dem Parkplatz eine Moschee, in der man als Tourist sogar schlafen kann. Nach der ersten Nacht geht es also weiter nach oben. Wer möchte, kann hier sein Gepäck den Einheimischen abgeben, welche dieses mithilfe von Maultieren nach oben tragen lassen. Über einen Schuttweg führt der Weg die nächsten Stunden bis auf 4200m zur großen Berghütte. Hier hat man die Möglichkeit viele neue Menschen mit den verschiedensten Nationalitäten kennenzulernen.

Am nächsten Morgen muss man früh aufstehen, um rechtzeitig losgehen zu können. Dort oben ist es kalt und windig, meistens liegt im Gipfelbereich sogar Schnee, weshalb man sich unbedingt warme Sachen anziehen sollte. Vorbei an Wasserfällen und einer Mond ähnlichen Landschaft geht es also die letzten Höhenmeter bis zum Gipfel.

Geschichte

Im Jahre 1970 scheiterte der Extrembergsteiger Reinhold Messner dabei, den Damavand im Winter zu besteigen. Etwas später, im Jahre 2014, gelang dem Extrem-Einradfahrer Lutz Eichholz ein neuer Weltrekord. Er bestieg den Damavand und fuhr den kompletten Weg mit einem Einrad wieder ab.

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Reinhold Messner Über Leben
Informationen zum Buch Über Leben“ von Reinhold Messner

Autor: Reinhold Messner

Erscheinungsjahr: 2014

Seitenanzahl: 336

Sprache: Deutsch

Verlag: MALIK Verlag

Kategorie: Gedanken

Worum geht’s?

Reinhold Messner erzählt in seinem Buch Über Leben“ von seinen unzähligen Expeditionen, auf denen er dem Tod schon oft von der Schippe gesprungen ist und wie er durch diese Nahtoderfahrungen geprägt wurde. Des Weiteren schaut er sich die letzten sieben Jahrzehnte an  und spricht von Mut, Verantwortung, Leidenschaft und Ehrgeiz.

Während Reinhold Messner von all den Dingen erzählt, spricht er auch über die Kindheit und seinen Weg, wie er vom kleinen Südtiroler Bergbub zum größten und bekanntesten Bergsteiger und Abenteurer unserer Zeit geworden ist. Außerdem geht er darauf ein, wie er über Alpträume und das Altern, über Neuanfänge und über die Fähigkeit, am Ende loszulassen denkt.

Meine Persönliche Meinung

Ich persönlich kenne Reinhold Messner schon seit meinen Kindheitstagen. Mit der Zeit besuchte ich einige seiner Vorträge und bin vom größten Bergsteiger unserer Zeit immer bis heute noch begeistert. Da ich das Buch Über Leben“ als Jugendlicher gelesen habe, haben mich vor allem die Geschichten aus Reinholds Kindheit sehr interessiert.

Wie er die ersten Kletterrouten an der Hauswand seiner damaligen Schule geklettert ist und wie er mit seiner großen Familie im sehr überschaubaren Villnößtal gelebt hat, haben mich sehr inspiriert und mir immer wieder neue Ideen gegeben. So bin ich, nachdem ich das Buch fertig gelesen habe, bei uns in den Wäldern an die Felsen gegangen und habe dort auch meine ersten Kletterversuche in der freien Natur unternommen.

Durch Reinhold Messners Erzählweisen und die sehr persönlichen Themen, würde ich dieses Buch jedem empfehlen, der sich für die Berge und allgemein für Abenteuer interessiert, da man aus dem Buch und den Gedanken von Reinhold Messner wertvolle Ideen und Inspirationen ziehen kann.

Weitere interessante Bergbuchvorstellungen
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Schöne Skitouren

Das Skitourengehen ist mittlerweile zu einer der beliebtesten Bergsportarten der Alpen geworden. Immer Menschen schnallen sich die Felle unter die Skier und steigen damit auf die schönsten und höchsten Berggipfel unserer Welt. Der wahre Spaß wartet allerdings erst beim Abstieg, wenn man die steilen Hänge mit den Skiern abfahren kann und dabei die frisch verschneiten Berghänge erkundet.

Wenn du gerade mit den Skitouren starten möchtest und nach inspirierenden Skitouren suchst oder schon fortgeschritten bist und nach etwas schwierigeren Touren suchst, dann solltest du dir diese Skitouren Klassiker in den Alpen auf jeden Fall angucken.

Schöne Skitouren in den Alpen

Das Skitouren gehen ist ein beliebter Bergsport und wird von immer mehr Menschen ausgeübt.

1. Hochkönig (2.941 m)

Der Hochkönig ist der höchste Gebirgsstock in den Berchtesgadener Alpen und der höchste Gipfel, der ebenfalls Hochkönig heißt, überragt alle anderen Berggipfel in der Umgebung.

Die Skitour auf diesen imposanten Berggipfel beginnt beim Arthurhaus und führt zunächst über eine Fahrstraße bis zur Mitterfeldalm. Von dort aus geht es dann allmählich durch das Ochsenkar bis hin zum Hochplateau des Hochkönigs.

Dort steigt man immer wieder auf und ab und kann nach einem letzten etwas steileren Hang den Gipfel (2.941m) erreichen. Dort oben steht auch das Matrashaus, welches zwar im Winter geschlossen hat, dafür aber einen eigenen Winterraum beherbergt.

Die Tour in Daten

Strecke: 17,5 km
Dauer: 6:00h
Höhenmeter aufwärts: 720 hm
Höhenmeter abwärts: 720 hm

2. Wildspitze (3.770m)

Die Wildspitze ist mit einer Höhe vom 3.770 m der zweithöchste Berg Österreich und eignet sich aufgrund der Höhe sehr gut für Skitouren. Da diese Skitour allerdings über Gletschergebiete führt, benötigt man bei der Tour schon Erfahrung und sollte das Skitouren Gehen bestens beherrschen.

Die Skitour startet am Mittelberg und führt von dort aus über die Bergstation Mittelbergjoch und den Taschachferner bis zum Hinteren Bruchkogel. Dort wendest du dich zuerst dem Mitterkar Joch, dann der Wildspitze zu und durchsteigst nach einiger Zeit eine Steilstufe. Bevor man das nächste Plateau erreicht, muss man einige Gletscherspalten überqueren, weshalb hier die Erfahrung auf Gletschern notwendig ist.

Vom Plateau aus ist es dann nicht mehr weit. Bevor man allerdings das letzte Stück zum Gipfel aufsteigen kann, muss man die Skier in der Scharte am Fuß des NW-Grates beim Skidepot ablegen und kann je nach Bedingungen mit Steigeisen zum Gipfel der Wildspitze aufsteigen.

Die Tour in Daten

Unbedingt nötig: Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Gletscherausrüstung
Dauer: 6:00h
Höhenmeter aufwärts: 1.550 hm
Höhenmeter abwärts: 1.550 hm

die schönsten Skitouren der Alpen3.  Großvenediger (3.657 m)

Der Großvenediger ist mit einer Höhe von 3.657 m der höchste Berg Salzburgs und gleichzeitig auch der höchste Berg der Venedigergruppe in den Hohen Tauern. Durch den vielen Neuschnee, der dort in den Wintermonaten fällt, ist der Großvenediger zum Paradies für jeden Skitourengeher geworden.

Um den Großvenediger mit Skiern besteigen zu können, musst du zunächst zur Johannishütte aufsteigen. Von dort aus führt die Spur dann über den Sommerweg und einige weite Hänge zum Defreggerhaus, welches sogar im Frühjahr an Schönwetter Tagen für Skitourengeher geöffnet hat.

Einige Meter von der Hütte entfernt gelangt man dann auch schon zum Gletschereinstieg, wo man anschließend über einige Spalten und den Mulwitzkees bis zum Törl aufsteigt. Vom Törl aus führt der Weg dann am oberen Keesboden vorbei und quert einen breiten Hang, über den man dann zum Grat kommt, auf dem der Weg zum Gipfel liegt.

Die Tour in Daten

Strecke: 13,8 km
Dauer: 8:00h
Höhenmeter aufwärts: 2.200 hm
Höhenmeter abwärts: 2.200 hm

4. Gran Paradiso (4.061m)

Der Gran Paradiso ist mit 4.061 m der höchste Berg der Grajischen Alpen, liegt im Aostatal und ist der höchste Berg, der vollständig auf italienischem Boden steht. Dadurch ist er auch zu einem beliebten Ziel für Hochtouren im Sommer und Skitouren im Winter bzw. Frühjahr geworden.

Der Start der Skitour auf den Gran Paradiso bildet der Parkplatz hinter Pont, von wo man über die Loipe und den Lärchenwald bis zur Gabelung aufsteigen kann. Dort muss man dann dem Weg zum Rifugio Vittorio Emanuelle folgen, welcher zunächst relativ steil, dann aber etwas flacher wird.

Etwas hinter der Hütte befinden sich die Moränenhänge, über welche man in einigen Kehren und Wenden über Spaltenreiche Gebiete in Richtung Becco di Moncorvé weitergeht. Vor der Hütte geht man jedoch einen großen Linksbogen über einen steilen Hang bis zum Skidepot, von dem aus man zum Schluss über den Blockgrat bis zum Gipfel aufsteigen kann.

Die Tour in Daten

Dinge die unbedingt notwendig sind: Gletscher- und Hochtourenerfahrung
Dauer: 7:30h
Höhenmeter aufwärts: 2.110 hm
Höhenmeter abwärts: 2.110 hm

Skitouren in den Alpen5. Das Breithorn (4.164m)

Das Breithorn ist ein 4.164m hoher Berggipfel in den Walliser Alpen und gehört zu den einfachen 4000ern der Alpen. Dadurch, dass man mit der Seilbahn bis zum Gipfel des klein Matterhorn fahren kann, verkürzt sich der Weg zum Breithorn Gipfel um einige Stunden. Trotz der kurzen Tour, darf man allerdings die Gletscherspalten nie außer Acht lassen.

Wenn man mit der Seilbahn zur Gipfelstation des Klein Matterhorn gefahren ist, kann man von dort aus zunächst einige Meter auf der Skipiste fahren, bevor man diese hinter einer Senke nach Osten verlässt und damit den Gletscher betritt. Von dort aus kann man so gut wie immer den gespurten Weg sehen, welcher in einem langen Bogen in Richtung Gipfel schwenkt.

Kurz vor dem Gipfel wird das Gelände sehr steil, weshalb man hier die Spitzkehren optimal beherrschen sollte. Ab der Schulter des Breithorns flacht dieses Stück allerdings wieder ab und führt gerade auf den Gipfel des Breithorn zu.

Die Tour in Daten

Dinge die unbedingt notwendig sind: Gletscher- und Hochtourenerfahrung
Dauer: 1:30h
Höhenmeter aufwärts: 450 hm
Höhenmeter abwärts: 450 hm (bis zum klein Matterhorn) 2.600 hm (bis nach Zermatt)

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