Fruestueck auf der Huette

Der Wilde Kaiser ist eine tolle Region zum Wandern, Klettern und Bergsteigern. Um so mehr hätte ich mich gefreut, wenn das Wetter gut gewesen wäre und wir die unglaublich faszinierenden Berge dieser Region von ihrer schönsten Seite aus betrachten könnten.

Es war 8:00 Uhr und der Blick aus dem Fenster ließ mich schon wieder wissen, dass das Wetter heute nicht besser werden würde als gestern. Wenn der Nebel noch am Fenster vorbeizieht, der nasse Tau auf der Wiese liegt und die Bäume voll durchnässt sind, dann weiß man schon, welche Stimmung auf einen trifft.

Und so war es auch. Morgens nach dem Aufstehen waren alle ein wenig bedrückt und wären an dem Tag vermutlich lieber in den Betten unserer Ferienwohnung liegen geblieben. Aber was kann man am Wetter schon so großartig ändern?! Nichts… und das ist auch gut so.

Unser Tag war schon geplant und das, was auf dem Plan stand, hörte sich ziemlich aufregend an. Wir wollten auf einer Alm mit Blick auf den Wilden Kaiser frühstücken und uns später die Gegend anschauen. Nach ein wenig Gemurmel und einer halben Stunde Fahrt, waren wir auch schon an der Talstation angekommen.

Mit den neuen Skiliften, welche sogar mit Sitzbeheizung ausgestattet waren, ging es also auf 1.400m zur Bergstation der Hartkaiserbahn. Dort oben war um 9:00 Uhr noch nicht so viel los allerdings knurrte mein Bauch immer lauter und die Gegend wollten wir uns später anschauen.

Um zur Jägerhütte gelangen zu können, mussten wir ein paar Höhenmeter absteigen. Auf dem Weg nach unten kamen wir zufälligerweise an einem kleinen See vorbei, welcher bei dem Nebel ziemlich Mystisch aussah. Die schroffen Felswände des Wilden Kaiser haben hinter dem Bergsee hervorgeguckt und ihren ersten Schnee gezeigt. Eine verblüffende Kulisse!

Wandern am Wilden kaiser

Diese Aussicht wollte der Wilde Kaiser uns nicht ersparen 😉

Leider war es trotz der atemberaubenden Kulisse sehr windig und kalt, weswegen wir den Abstieg zur Hütte direkt fortgesetzt haben. Nach ein paar Minuten und einem doch weiten Panorama auf die verschneiten Berge, sind wir endlich angekommen und konnten unser Frühstück entgegennehmen.

Da es leider so windig war, entschieden wir uns dafür, drinnen zu frühstücken. Mit dem Platz am größten Fenster der Hütte hatten wir aber zum Glück doch eine fantastische Aussicht. Wir konnten weit ins Tal blicken und die Nebelschwaden an den Felswänden des Wilden Kaisers sehen. Jetzt weiß ich, warum sich der Bergdoktor hier so wohlfühlt ; )

Von innen war die Jägerhütte mindestens genauso schön wie von außen. Ob es allerdings wirklich ein Zufall war, dass an genau diesem Tag die Heizung ausgefallen ist, wage ich immer noch zu bezweifeln ; ) Doch die Kälte an den Füßen verschwand schnell, als wir unser Frühstück serviert bekamen.

Neben Brötchen und Broten mit Marmelade, Nutella und vielem mehr, gab es außerdem auch noch Spiegelei, Speck, Käse, Früchte und eine Obstschale mit Joghurt. Ein echtes Bergsteigerfrühstück eben… Obwohl das Frühstück sehr lecker und die Aussicht atemberaubend war, sind wir schon nach einer Stunde wieder gegangen. Wir haben einfach nicht mit diesen Temperaturen gerechnet und uns leider die falschen Klamotten eingepackt.

Fruestuecken auf der Berghuette

So lässt es sich auf jeder Berghütte aushalten : )

Jetzt stand also wieder der Aufstieg, ein paar Sprünge auf dem Trampolin, ein kleiner Besuch im alpinen Pflanzengarten und die Rückfahrt mit der Gondel auf dem Plan. Im Tal wurde es zum Glück ein wenig wärmer, sodass wir uns noch einen Ausflug einplanen konnten. Nach einigem überlegen und googeln, was man denn noch so machen könnte, sind wir zum Kitzbüheler Horn ganz in der Nähe gefahren.

Dafür mussten wir nach Kitzbühel fahren und dort auf einer Panoramastraße ein paar Höhenmeter mit dem Auto zurücklegen. Am Restaurant haben wir das Auto stehen gelassen und sind dann bei winterlichen Verhältnissen  auf das Kitzbüheler Horn gewandert.

Kitzbueheler Horn AussichtDie Aussicht auf dem Weg nach oben war einfach nur atemberaubend. Der Nebel zog so langsam aus dem Tal heraus und die hohen Berge wie das Kitzsteinhorn hatten schon genug Schnee, um dort oben Skifahren zu können. Neben einigen Pflanzenarten, die in dem alpinen Pflanzengarten vom Kitzbüheler Horn angepflanzt waren, konnten wir auch schon die ersten Schneeflocken miterleben.

Das Wetter war an diesem Tag ein echter Reinfall aber die Aussicht von dort oben war dafür um so schöner. Das Kitzbüheler Horn, welches von einem orang gelbenen Gras überzogen war, blickte aus dem Nebel hervor und stellte alles andere in der Umgebung in den Schatten.

Kitzbuehler Horn

Nach ein paar Gipfelbildern haben wir uns dann auch schon wieder auf den nach Hause Weg gemacht und sind bei Schneeregen wieder abgestiegen. Wegen des schlechten Wetters haben wir uns aber noch mehr auf den warmen Kaiserschmarren gefreut, der weiter unten schon auf uns gewartet hat.

Was wir an diesem Tag gelernt haben? Dass man immer etwas tolles in den Bergen erleben kann. Ganz egal, ob es nun ein kleiner Spaziergang oder nur ein Besuch in der Almhütte ist. Genau weil sich das Wetter so schnell ändert, kann man die Berge von den verschiedensten Perspektiven aus betrachten und genau das ist es auch, was mich so sehr an den Bergen fasziniert…

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101 Dinge, die ein Bergsteiger wissen muss
Informationen zum Buch „101 Dinge, die ein Bergsteiger wissen muss“ von Andreas Dick und Georg Hohenester

Autor: Andreas Dick und Georg Hohenester

Erscheinungsjahr: 2014

Seitenanzahl: 192

Sprache: Deutsch

Verlag: BRUCKMANN Verlag

Kategorie: Tipps für Bergsteiger

Worum geht’s?

In dem Buch 101 Dinge, die ein Bergsteiger wissen muss“, geht es um allerlei Tipps rund ums Bergsteigen. Die beiden Autoren Andreas Dick und Georg Hohenester haben sich mit den wichtigsten Tipps und Tricks um das Thema beschäftigt und diese so zusammengefasst, dass es ein Buch für jedermann ist.

Ob es nun darum geht, welche die wichtigsten Alpenvereine, Achttausender oder Dramen am Berg sind. Die Themen werden alle grob behandelt und zu jedem Thema gibt es einen kleinen Abschnitt, indem dieses so kompakt wie möglich zusammengefasst wird.

Es geht um die richtige Technik, Ausrüstung und Verhalten am Berg. Worauf man beim Gehen mit Steigeisen achten sollte, wie das Leben als Hüttenwirt ist, wie man am Berg erste Hilfe leisten kann, was die wichtigsten Punkte bei der Spaltenrettung sind und vieles vieles mehr.

Meine persönliche Meinung

Meiner Meinung nach kann man dieses Buch ein wenig mit dem Buch Bergsteigen – Das große Handbuch“ vergleichen. Das Buch 101 Dinge, die ein Bergsteiger wissen muss“, ist dabei die Kurzversion und kann wegen seiner geringen Größe und Gewicht sehr gut im Rucksack mitgenommen werden.

In dem Buch gibt es sowohl sehr hilfreiche Tipps, als auch einige Punkte, die man eher zur Unterhaltung mit dabei hat. Das Thema Flachlandtiroler oder wie man sich blamieren kann“ ist zwar ganz lustig zum Lesen, allerdings kein wirklicher Punkt, der essenziell zum Bergsteigen ist.

Ich vermute, dass vor allem Anfänger im Bergsport mit diesem Buch viel Spaß haben werden, da es auch viele Dinge anspricht, an die man am Anfang vielleicht nicht gedacht hätte.  Die Themen werden zwar kurz, dafür aber genau angesprochen und sind so verständlich geschrieben, dass es Spaß macht in dem Buch zu lesen.

Und auch wenn nicht jeder Punkt unbedingt essenziell ist, so habe ich beim Lesen zum Beispiel das erste Mal herausgefunden, dass Reinhold Messner eine eigene Parfümlinie hat. Diese heißt Messner Mountain Magic “ und hat für jeden Achttausender eine andere Duftlinie.

Als Fazit würde ich sagen, dass dieses Buch ein tolles Geschenk für Anfänger und Lesebegeisterte ist. Wer die wichtigsten Tipps beim Wandern oder Bergsteigen mit dabei haben oder auf der Hütte ein paar lustige Fakten zum Bergsport lesen möchte, sollte sich dieses Buch holen.

Wenn du dich allerdings sehr genau mit dem Bergsport auseinandersetzen möchtest, dann ist vielleicht das Buch Bergsteigen – Das große Handbuch“ ein bisschen besser dafür geeignet. In diesem Buch wird ganz genau und sehr ausführlich auf die verschiedenen Themen eingegangen.

Das Buch „101 Dinge, die ein Bergsteiger wissen muss“ von Andreas Dick und Georg Hohenester auf Amazon

Priener Hütte Axel Strasser

Berghütten sind ein Traum für jeden Bergsteiger und Wanderer. Zu Schade ist es deswegen, dass die meisten Berghütten im Winter geschlossen haben. Bei vielen liegt es allerdings daran, dass sie komplett zugeschneit sind und nur mit Ski oder wegen zu einer zu hohen Lawinengefahr gar nicht erreichbar sind.

Um allen Skitourengehern und Winterwanderern unter euch eine kleine Freude zu machen, listen wir euch hier die 5 schönsten Berghütten auf, die auch noch im Winter für dich geöffnet haben. Alle Berghütten liegen in den verschiedensten Regionen und können im Winter und bei Schnee besucht werden.

1. Die Schwarzenberghütte im Allgäu

Berghütten, die auch im Winter offen habenDie Schwarzenberghütte ist eine Alpenvereinshütte, liegt mitten im Allgäu am Fuße des kleinen und großen Daumen und hat ganzjährig geöffnet. Von Bad Hindelang aus über Hinterstein erreicht man diese urige Berghütte an einem Waldrand, welche auch Schlafplätze für Wanderer, Bergsteiger und Skitourengeher anbietet.

So ist sie ideal für Skitourengeher geeignet, welche im Winter auf den kleinen oder großen Daumen gehen möchten. Vor allem früher fand bei der Schwarzenberghütte auch ein Skitourenrennen statt, bei dem sich die besten Skibergsteiger untereinander gemessen haben. Die schnellsten unter ihnen benötigten nur eine Stunde bis zum Gipfel des großen Daumen.

Bei einer Tour auf den kleinen Daumen, kann man die Schönheit des Engeratsgundsees betrachten, welcher sich weit oben kurz unterhalb des Türle befindet. Wenn man dann am Gipfel angekommen ist, kann man auch noch in wenigen Minuten den Gipfel des großen Daumen erreichen oder direkt weiter bis zum Nebelhorn gehen.

2. Das Carl-Von-Stahl-Haus in Berchtesgaden

Carl-von-Stahl-HausDas Carl-von-Stahl-Haus ist eine Alpenvereinshütte der Sektion Salzburg des österreichischen Alpenvereins und liegt auf 1.736 m Höhe direkt zwischen den beiden Berggipfeln des Schneibstein und des hohen Brett. Genau dort, wo das Carl-von-Stahl-Haus steht, verläuft auch die Grenze zwischen Bayern und dem österreichischen Bundesland Salzburg.

Da die Alpenvereinshütte auch im Winter bewirtschaftet ist, ist sie besonders unter Skitourengehern sehr beliebt, welche bei hohem Schnee vom Skigebiet Jenner aus oftmals über einen gespurten Weg bis zum Carl-von-Stahl-Haus aufsteigen können.

Dort kann man sich im warmen Zimmer wieder aufwärmen und auch eine oder mehrere Nächte verbringen. Wer gerne mit seinem Hund Skitouren geht, der kann bei der Reservierung eines Zimmers oder Lagers Bescheid sagen, dass ein Hund mit dabei ist. Dies ist im Carl-von-Stahl-Haus kein Problem, da es sogar Hundezimmer gibt.

3. Die Albert-Link-Hütte in den Schlierseer Bergen

Albert-Link-HütteDie Albert-Link-Hütte ist eine Alpenvereinshütte der Sektion München und vor allem dadurch bekannt, dass sie ein Stützpunkt der 3-tägigen Drei-Seen-Tour ist, bei der man von der Haltestelle Spitzingsattel“ aus über die Schönfeldhütte, das Taubensteinhaus, das Rotwandhaus und die Albert-Link-Hütte bis nach Enterrottach wandert.

Die Hütte ist ganzjährig geöffnet, weshalb sie auch ein tolles Ausflugsziel für Skitourengeher und Skifahrer ist, welche Touren in der Region gehen möchten. Wer nach einem kalten Wintertag zurück zur Hütte kehrt, kann sich mit einem frischen und vielleicht noch warmen Holzofenbrot, geräuchertem Käse und Speck wieder aufwärmen.

Wenn man im Winter die Hütte besucht, kann man sich dort auch Schneeschuhe ausleihen, mit denen man dann die wunderschöne winterliche Umgebung erkunden kann.

4. Die Pforzheimer Hütte im Sellrain

Pforzheimer HütteDie Pforzheimer Hütte ist eine Alpenvereinshütte der Sektion Pforzheim und hat ab Februar wieder geöffnet. Zu dieser Zeit liegt immer noch Schnee bei der Hütte, sodass man von dort aus tolle Touren wie zum Beispiel die auf den Gleirscher Fernerkogel (3.189m) oder auf den Zwieselbacher Rosskogel (3.080m) machen kann.

Nach der Skitour auf einen der vielen Berggipfeln in der Umgebung, kann man sich bei einem warmen Ofen, welcher an kalten Tagen immer geheizt ist, aufwärmen, und sich danach im Matratzenlager oder Mehrbettzimmer ausruhen, bevor es am nächsten Tag wieder runter nach Sellrain geht.

Für alle, die im Dezember oder Januar unterwegs sind, wann die Pforzheimer Hütte noch geschlossen hat, gibt es einen Winterraum, in dem es Platz für 10 Personen gibt. Dieser Winterraum ist nicht versperrt, allerdings bei Betrieb in der Hütte nur beschränkt oder gar nicht nutzbar.

5. Die Priener Hütte im Chiemgau

Priener Hütte Die Priener Hütte liegt auf 1.410 m und bietet eine traumhafte Aussicht auf den Zahmen und den Wilden Kaiser. Die Hütte hat ganzjährig geöffnet, allerdings schließt sie kurz vor Weihnachten, bevor sie dann nach den Feiertagen wieder geöffnet hat.

Im Winter gibt es sehr viele Tourenmöglichkeiten von der Priener Hütte aus. Besonders beliebt sind die Skitouren von der Rossalm über den Weitlahner, welcher von März bis April allerdings gesperrt ist, weiter über die Dalsenalm und die anschließende Talabfahrt.

Außerdem wird auch oft gerne von der Priener Hütte aus zur Bergstation Kampenwand gegangen und zum Geigelstein (1.808m) oder zur Mühlhörndlwand (1.519m) aufgestiegen. Bei allen Touren kann man die unglaublich schöne Winterlandschaft genießen und hat bei guten Verhältnissen ein tolles Panorama.

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Trekkingrucksack Test

Trekkingrucksack TestKurz bevor ich nach Russland zur Elbrus Überschreitung geflogen bin, ist mir noch eingefallen, dass ich ja einen viel zu kleinen Wanderrucksack habe, in dem ich auf keinen Fall mein ganzes Gepäck verstauen kann. Ein größerer Rucksack mit einem noch größeren Volumen musste also her.

Da die Reise schon ohnehin sehr teuer war, wollte ich beim neuen Trekkingrucksack ein bisschen mehr auf den Preis achten. Das war der Grund, weshalb ich schon viele Markenrucksäcke aus der Liste rausstreichen konnte. Nach etwas längerer Suche bin ich auf den SKYSPER Trekkingrucksack mit 50l gestoßen und habe ihn mir sofort bei Amazon bestellt.

Wie ich mit diesem Trekkingrucksack zurechtgekommen bin und ob er für Bergtouren auf über 5.500m geeignet ist, möchte ich dir in diesem Beitrag erzählen.

Informationen zum SKYSPER Trekkingrucksack 50l

SKYSPER Wanderrucksack

  • Geschlecht: Unisex
  • Material: 420D-Nylongewebe mit starker Wasser- und Reißfestigkeit
  • Kapazität: 50L
  • Größe: Ca. 60 * 30 * 20cm / 23.6 * 11.8 * 7.9in
  • Gewicht: Ca. 1130g / 2.49lb
  • Taschen: 1 Hauptfach, 2 Fronttaschen, 1 Gesäßtasche
  • Wasserabweisend: Ja

Der Testbericht vom SKYSPER Trekkingrucksack 50l

Trekkingrucksack TestNachdem der SKYSPER Trekkingrucksack bei mir angekommen ist und ich ihn das erste Mal gesehen habe, ist mir sofort ins Auge gefallen, dass dieser Rucksack sehr viele Schnallen und Gurte hat. Vor allem wenn er leer ist, baumeln diese überall herum. Für meinen Geschmack sind es zu viele und vor allem zu lange Schlaufen.

Beim Packen für meine Reise zum Elbrus konnte ich dann auch das erste Mal die ganzen Schlaufen und Reißverschlüsse testen. Obwohl ich den Rucksack komplett vollgepackt habe, hat keiner der Reißverschlüsse gehangen oder geklemmt, was ein sehr großer Vorteil ist und was ich leider schon oft bei so manchen Markenrucksäcken erlebt habe.

Mit dem vollgepackten Rucksack und einer weiteren Tasche ging es also zum Flughafen und auf in den Kaukasus. Dort wurde der SKYSPER Trekkingrucksack direkt unter Extrembedingungen getestet und hat meiner Meinung nach wirklich sehr gut abgeschnitten.

Ob wir nun im Schneesturm oder in der Sonne auf dem Gletscher gegangen sind, war dem SKYSPER Trekkingrucksack anscheinend völlig egal. Bei keiner Temperatur oder Nässe habe ich irgendwelche Fehler merken können. Alles blieb trocken und die Nylon-Schicht, aus der der Trekkingrucksack besteht, lässt das Wasser bis heute noch optimal abtropfen.

Auch die vielen und zu langen Schlaufen haben mich beim Gehen überhaupt nicht gestört oder in irgendeiner Weise beeinträchtigt. Da der SKYSPER Trekkingrucksack zwei Polster am Rücken hat und die Gurte relativ dick sind, lag dieser immer sehr angenehm auf meinen Schultern und hat auch bei viel Gewicht nicht wehgetan.

Für Hochtouren wäre auch noch wichtig zu wissen, ob der Klettergurt unter den Rucksack passt oder ob dieser den Gurt bedeckt. Bei mir konnte ich den Gurt sehr gut anziehen und hatte durch die Hüft- und Brustgurte, welche den Rucksack weit oben halten, keine Probleme zwischen dem Rucksack und dem Klettergurt.

Mein Fazit

SKYSPER WanderrucksackFür einen Preis von ca. 40 bin ich mehr als zufrieden mit dem Rucksack. Die langen Schlaufen haben mich beim Gehen zwar nicht gestört, allerdings gefallen mir schlichte Rucksäcke mit wenig Schlaufen und Schnallen von der Optik her besser.

Während meinen Touren konnte der SKYSPER Trekkingrucksack jedoch sehr gut abschneiden und hat keine Probleme gemacht, weshalb ich ihn jedem weiterempfehlen kann, auch wenn du während deiner Tour auf über 5.500m gehen wirst.

Der SKYSPER Trekkingrucksack 50l auf Amazon

Plattkofelhuette
Regen in den Bergen Tipps

Jeder hatte wahrscheinlich schon einmal die Situation, dass man den Urlaub in den Bergen gebucht hat, sich total auf die Wanderungen bei Sonnenschein und das Baden im Bergsee gefreut hat, letztendlich aber doch in strömenden Regen dort angekommen ist und nun in Verzweiflung in der Ferienwohnung sitzt.

Dies ist in der Tat eine sehr unschöne Situation, an der man aber leider auch nichts ändern kann. Zu Beginn heißt es erstmal, nicht den Kopf hängenzulassen und unmotiviert nach Dingen zu suchen, die man jetzt bei Regen machen könnte, sondern sich trotzdem darauf zu freuen, dass man in den Bergen ist und etwas unternehmen kann, da es vielleicht der einzige Bergurlaub im Jahr ist.

1. Ein Besuch in der Eishöhle

Was tun bei Regen in den BergenEin sehr spannendes und vermutlich einmaliges Erlebnis ist es, mit einer kleinen Gruppe durch eine Eishöhle zu laufen und dabei die vor Jahren entstandenen Eiswände zu bestaunen. Die faszinierenden Eiskristalle und Eisskulpturen, die dort über den Winter gewachsen sind, lassen sich auch prima bei Regen bestaunen, da man in der Höhle sowieso vor diesem geschützt ist.

Ein sehr wichtiger Tipp an dieser Stelle ist es, warme Klamotten anzuziehen, da es auch schon bei einer 30 Minütigen Tour durch eine vereiste Höhle an manchen Tagen etwas kälter werden kann. Eine sehr beliebte Eishöhle in den Alpen ist zum Beispiel die Eisriesenwelt bei Werfenweng in der Nähe von Berchtesgaden.

2. Eine Rafting Tour

Was tun bei Regen in den BergenAuch wenn man im ersten Moment vielleicht denken mag, dass man bei Regen doch keine Rafting Tour machen kann, so ist diese eine sehr beliebte Attraktion bei Touristen, die ihren Urlaub versehentlich auf die regnerische Woche im Jahr verlegt haben. Da du beim Rafting sowieso nass wirst, ist der zusätzliche Regen dabei überhaupt kein Problem.

Mit dem Schlauchboot durch die tosenden Schnellen eines Bergflusses zu fahren und dabei die Natur von ihrer schönsten Seite aus zu erleben, ist ein einmaliges Erlebnis, welches sich perfekt auf den Tag mit Regen verschieben lässt. Das Adrenalin lässt dabei auch nicht lange auf sich warten und kommt spätestens dann, wenn man den ersten kleinen Wasserfall überwunden hat.

Der Neoprenanzug schützt dich während der Fahrt der Kälte, sodass du deine Rafting Tour mit Spaß genießen kannst.

3. Wellness im Schwimmbad

Was tun bei Regen in den Bergen Tipps

Wenn du dich beim Regen nicht unbedingt in den Bergen rumtreiben möchtest, kannst du diese auch aus dem 40°C warmen Whirlpool im Schwimmbad aus betrachten. An verregneten Tagen in den Bergen sind die Schwimmbäder leider häufig sehr voll, vor allem, wenn du in den Ferien unterwegs bist.

Allerdings solltest du dich davon nicht abschrecken lassen, da die Schwimmbadbetreiber auch darauf achten müssen, dass es nicht zu voll wird. Du wirst also auf jeden Fall einen Platz im warmen Wasser ergattern ; )

Das Schwimmbad, die Sauna oder eine Massage bietet sich auch sehr dafür an, dass du diese Dinge am Abend machst, wenn du dich vorher sportlich betätigen möchtest. So kannst du zum Beispiel erst einmal eine Rafting Tour machen oder eine Eishöhle besuchen und danach in der heißen Sauna entspannen.

4. Eine Autofahrt über eine Panoramastraße

Was tun bei Regen in den Bergen?Ja es hört sich vielleicht erstmal komisch an, wenn man sagt, dass man bei Regen in den Bergen über eine Panoramastraße fahren soll. Allerdings ist dies eine tolle Möglichkeit, die Berge mal aus einer anderen Perspektive betrachten zu können. Bei Regen entstehen weiter oben häufig tolle Wolkenspiele, die man so nur bei Regen in den Bergen finden kann.

Und auch wenn man bei Regen und Nebel in den Bergen auf den ersten Blick nicht viel sieht, kommt man auf vielen Panoramastraßen über den Nebel und kann dort die Sonne genießen, während sich alle anderen im Tal darüber aufregen, dass es schon wieder den ganzen Urlaub lang regnet.

5. Einfach mal rausgehen

Was tun bei Regen in den BergenSind wir mal ganz ehrlich. Das Wetter kann man sich nicht aussuchen. So kann es auch mal sein, dass den ganzen Urlaub lang nur Regen angesagt ist. Wenn man jedoch schon in die Berge fährt, möchte man doch auch etwas von ihnen sehen. Das kann man am besten, wenn man die Ferienwohnung verlässt, passende Regensachen anzieht und einen kleinen Spaziergang macht.

Es muss keine Riesen Wanderung oder Bergtour sein, die bei Regen sowieso zu viele Gefahren birgt, sondern es reicht schon ein kleiner Spaziergang aus, bei dem man oft ganz neue Dinge und vor allem Tiere entdeckt, die man bei Sonnenschein nicht gesehen hätte. So bevorzugt es zum Beispiel der Feuersalamander, bei Regen und schlechtem Wetter die Umgebung zu erkunden und auf Nahrungssuche zu gehen.

6. Ich hab die Schnauze voll, ich bleibe liegen

Was tun bei Regen in den BergenWenn man wirklich keine Lust auf Regen hat und diesen am liebsten auch nicht sehen würde, dann sollte man vielleicht einfach auf der Couch liegen bleiben, sich ein gutes Bergbuch oder einen Film raussuchen und den Tag dort verbringen. Wichtig dabei ist aber, dass man sich nicht ständig Vorwürfe darüber macht, dass man im Urlaub ist und nichts unternimmt, da man am Wetter sowieso nichts ändern kann.

Außerdem kann man ja auch an einem Tag In der Ferienwohnung bleiben, es sich dort gemütlich machen und die restlichen Tage etwas von den anderen Dingen, die wir dir hier vorgestellt haben, unternehmen.

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Ausangate Trek

ausangate

Der Ausangate ist ein 6.384m hoher Berg in Peru und liegt südöstlich von Cusco am westlichen Rand der Cordillera Vilcanota. Mit einer Höhe von fast 6.500m ist er der fünfthöchste Berg Perus und ein besonders beliebter Berg bei Trekkern, Wanderern und Bergsteigern.

Der bekannte Ausangate Trek ist unter anderem so beliebt unter Bergsteigern und Wanderern, da man bei diesem Trek zum einen kein Permit benötigt, und zum anderen in den 6 Tagen meistens so gut wie keine Menschenseele sehen wird und die wunderschöne Natur so für sich alleine genießen kann.

Anreise zum Ausangate

AusangateMit dem Flugzeug

Wenn Sie mit dem Flugzeug zum Ausangate anreisen möchten, können Sie von Ihrem nächstgelegenen internationalen Flughafen bis zum Aeropuerto Alejandro Velasco Astete fliegen. Wenn Ihr Flughafen keine Direktflüge bis nach Cusco anbietet, können Sie auch zunächst bis nach Lima, der Hauptstadt von Peru fliegen und dort einen Anschlussflug nach Cusco nehmen.

Mit dem Auto

Wenn Sie in Cusco angekommen sind, empfiehlt es sich sehr, eines der schönen Apartements zu nehmen, um von dort aus Besichtigungsmöglichkeiten wie die des Machu Picchu zu haben. Wenn Sie die Besteigung des Ausangate allerdings direkt in Angriff nehmen möchten, können Sie von Cusco über Urcos und Ocongate in ca. 5 Autostunden bis nach Tinqui fahren. Die Straße ist dabei nicht überall geteert, sodass es auch mal holprig werden kann.

Mit dem Bus

Auch in Cusco gibt es viele Busanbieter, welche eine Fahrt bis nach Tinqui anbieten. Dabei können Sie die schöne Landschaft der Cusco Region sehen und anschließend die erste Nacht Ihrer Ausangate Besteigung im Zelt in Tinqui verbringen. Die Fahrt von Cusco nach Tinqui dauert mit dem Bus in etwa 6-7 Stunden.

Die Busse fahren in Cusco jeweils um 7 Uhr morgens in der Nähe des “Coliseo Cerrado” ab.

Geschichte

Ausangate TrekIm Jahre 1952 gab es den ersten Besteigungsversuch des Ausangate. Dieser erfolgte durch einen der besten und bekanntesten Bergsteigern seiner Zeit, Mathias Rebitsch, scheiterte allerdings aus verschiedenen Gründen.

Schon ein Jahr später, 1953, gelang es einer Gruppe von Bergsteigern, den Ausangate über den Westgrat zu besteigen. Somit wurden sie zu den Erstbesteigern des Ausangate. Die Gruppe von Bergsteigern bestand aus Jürgen Wellenkamp, Fritz März, Heinrich Harrer und Heinz Steinmetz.

Jedes Jahr findet 20km nördlich des Ausangate auf dem Berg „Qullqipunku“ das „Quyllur Rit’i“ oder auch „Schneesternfest“ statt. Dabei pilgern tausende Indigene und Quechua, welche Völker des Tieflandes und Völker der Anden sind, bis zur Kirche von Sinakara, welche hoch oben im Schnee steht und bringen dem Bildnis des „Herrn von Quyllur Rit’i“ Opfer. Dies machen sie dafür, um die Kartoffelernte und einen reichen Viehertrag für das kommende Jahr zu sichern.

Video: Peru’s Snow Star festival „Quyllur Rit’i“ brings music to the hills

Bei diesem traditionellen Fest opfern sie Kerzen, tanzen in bunten Kostümen und lassen ihre Wünsche symbolisch zur Realität werden. Das tun sie, indem sie Miniaturhäuser bauen oder große Summen an Spielgeld bekommen. Bei dem Umzug und den Zeremonien laufen die Indigene und Quechua mit großen Fahnen und Trommeln in ganzen Völkern über die Berge und machen dabei laute Musik.

Diese Routen gibt es

Ausangate BesteigungVon Cusco aus

Diese Tour startet in Cusco, der Hauptstadt der gleichnamigen Region und Provinz Cusco. Von dort aus können Sie entweder mit dem Auto oder mit dem Bus bis nach Tinqui fahren. Die Fahrt dorthin dauert in etwa 5-6 Stunden mit dem Auto und 6-7 Stunden mit dem Bus.

Tinqui liegt auf etwa 3.900m und kann als erster Schlafplatz im Zelt verwendet werden. Von dort aus führt dann die erste Etappe in ca. 5 Stunden bis nach Upis (4.300m). Wenn Sie dort oben angekommen sind, ist der Gletscher des Ausangate nicht mehr weit entfernt. Zur Entspannung, können Sie in den nahegelegenen heißen Quellen baden gehen.

Hier empfiehlt es sich sehr, aufgrund der Akklimatisation eine weitere Nacht zu verbringen, um am nächsten Tag in 5 Stunden die weitere Etappe über den 4.800m hohen Arapa Pass bis zur 4.600m hohe Laguna Hatunpucacocha zurücklegen zu können.

Bevor Sie zwei weitere Pässe überqueren müssen, können Sie eine Nacht bei der Laguna Hatunpucacocha einlegen. Am nächsten Tag erreichen Sie dann in 7 Stunden das Basislager des Ausangate und überqueren dabei den Palomipass. Das Basecamp liegt auf 4.750m und bietet faszinierende Blicke auf die umliegenden Berge.

Vom Basislager aus sind Sie, wenn alles gut läuft, nur noch zwei weitere Nächte vom Gipfel des Ausangate entfernt. Nach der Nacht im Basecamp müssen Sie über ein sehr steiles Stück und über die Moräne bis ins 5.700m hoch gelegene Hochlager aufsteigen. Dabei kommen Sie später auch durch einfaches Schneegelände.

Am nächsten Morgen stehen Sie noch in der Nacht auf und legen die ersten Meter im Licht der Stirnlampen zurück. Schon früh müssen Sie eine 45 bis 60 Grat steile Wand überqueren. Diese ist so gut wie immer von Schnee bedeckt und kann von Führern mit Fixseilen versehen werden.

Sobald Sie die Wand überwunden haben, was ungefähr 1:30h bis 2:00h dauert, können Sie in den letzten 3-4 Stunden den Gipfel des Ausangate (6.384 m) erreichen. Der Abstieg erfolgt über den gleichen Weg.

Der Ausangate Trek

Der Ausangate Trek ist eine sehr anspruchsvolle Trekkingtour in den ausgesetzten Gebieten der Anden und führt einmal um den Ausangate herum. Die Tour startet in Cusco, wo Sie mit einem Bus, welcher in der Nähe des “Coliseo Cerrado” abfährt, bis nach Tinqui fahren.

Wenn Sie in Tinqui angekommen sind, können Sie in wenigen Stunden über eine Fahrtstraße für Autos und einige Abkürzungen bis in das kleine Dorf Upis aufsteigen. Der Weg ist leider nicht sehr gut ausgeschildert, allerdings können Sie auf dem Weg nach oben immer wieder nachfragen.

In Upis können Sie eine Nacht schlafen und am nächsten Tag weiter bis zum Pass Arapa (4.750m) wandern. Von dort aus geht es den Wegspuren und Steinmännchen entlang bis zum Pass Ausangate (4.950m), von wo aus Sie über den steilen und teils rutschigen Abstieg ins Camp gelangen.

Am nächsten Tag erreichen Sie mit dem Pass Palomani (5.200m) schon den höchsten Punkt Ihrer Tour. Von dort oben hat man eine unglaublich schöne Aussicht auf die Berge des Cordillera Vilcanota. Nach einigen Fotos und einer Pause führt Sie der Weg anschließend durch das wunderschöne Pampacancha-Tal bis zum Campingplatz von Soracocha.

Nach der Nacht auf diesem Campingplatz gehen Sie über den Pass Jampa (5.050m) bis nach Pacchanta, wo Sie noch eine Nacht verbringen können, bevor es am nächsten Tag über die Fahrtstraße wieder zurück nach Tinqui geht.

Hilfreiche Bücher für die Reise zum Ausangate
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Bergsteigen Das große Handbuch
Informationen zum Buch Bergsteigen das große Handbuch“ von The Mountaineers

Autor: The Mountaineers

Erscheinungsjahr: 1960

Seitenanzahl: 624

Sprache: Deutsch

Verlag: RIVA Verlag

Kategorie: Bergsteigen

Worum geht’s?

Bergsteigen das große Handbuch ist der ultimative Guide wenn, es darum geht, sich mit dem Bergsteigen auseinanderzusetzen. In über 400 detaillierten Illustrationen zu Ausrüstung, Kletter- und Seiltechnik wird sowohl dem Anfänger, als auch dem Fortgeschrittenen genaustens erklärt, welche Ausrüstung man wofür braucht, wie man bestimmte Knoten macht und vieles mehr.

In diesem Buch erfahren Bergsteiger alles, was sie vor ihrer nächsten Tour oder Expedition wissen müssen. Sogar erfahrene Bergsteiger wie Conrad Anker sagen zu diesem Buch „Man kann ohne Übertreibungen sagen, dass Bergsteigen das große Handbuch der ultimative Wegweiser für Bergsteiger und Kletterer ist.

Meine Persönliche Meinung

Nachdem ich Bergsteigen das große Handbuch wie so viele andere Bergbücher auch zum Geburtstag geschenkt bekommen habe, musste ich mich in diesem Lexikon erstmal zurechtfinden. So ein dickes Buch hat ganz schön viele Informationen, die ich gar nicht alle auf einmal aufnehmen konnte.

Mit der Zeit habe ich mich aber daran gewöhnt, dass ich dieses Buch eher wie eine Art Wörterbuch benutze. Immer wenn ich etwas über das Bergsteigen oder Klettern wissen möchte, kann ich hinten im Register nachgucken, wo dieses Thema im Buch angesprochen wird und mir die dazu passende Seite durchlesen.

Von den Abbildungen und Illustrationen bin ich mehr als begeistert, da diese ganz klar erkennbar sind und sehr gut vermitteln können, was genau gemeint ist. So konnte ich schon häufiger nach Knoten suchen und diese innerhalb weniger Minuten selber nachmachen.

Bergsteigen das große Handbuch ist meiner Meinung nach für wirklich jeden geeignet, der sich mit dem Bergsport auseinandersetzt. Du musst kein zwingender Bergsteiger sein, da zum Beispiel auch für Skifahrer hilfreiche Informationen zur Lawinenlage und dem Wetter angesprochen werden.

Besonders für Anfänger ist dieses Buch sehr hilfreich, da sie schnell Dinge nachschlagen können und auch einfach mal nach neuen Dingen stöbern können. Mir wurden nämlich auch ganz neue Dinge gezeigt, obwohl ich mich schon seit mehreren Jahren mit dem Bergsteigen beschäftige.

Weitere hilfreiche Bergbuchvorstellungen
Das Buch „Bergsteigen das große Handbuch“ von The Mountaineers auf Amazon

Das Zwiebelprinzip zum Skifahren

Kleidung zum SkifahrenBesonders an kalten Tagen ist die Auswahl der richtigen Skikleidung sehr bedeutend dafür, wie lange man Skifahren kann und wie der Tag am Berg wird. Bei denjenigen, die zum Skiurlaub anreisen müssen, ist diese Auswahl besonders wichtig, da es im Koffer und im Auto nur einen begrenzten Platz für das geliebte Skiequipment gibt.

Aber wie zieht man sich denn richtig an, um an kalten Tagen auf der Piste oder im Tiefschnee nicht frieren zu müssen? Genau auf diese Frage gehen wir im Beitrag ein und zeigen dir, welche Kleidung wie Funktionell zum Skifahren ist und welchen Stoff du auf keinen Fall anziehen solltest.

Polyester, Baumwolle, Kunstfaser etc.

Welche Jacke zum SkifahrenAuf dem Markt gibt es hunderte verschiedene Stoffe, aus denen Klamotten hergestellt werden. Jeder Stoff unterscheidet sich in einigen Merkmalen und vor allem in der Funktionalität, welche beim Skifahren das A und O ist. Ein Stoff, auf den du beim Skifahren komplett verzichten solltest, ist Baumwolle.

Baumwolle befindet sich in den meisten Pullovern und Hoodies, die man im Alltag trägt. Die darin enthaltene Baumwolle wird sehr schnell nass und zieht die Feuchtigkeit von Regen, Schnee oder dem eigenen Schweiß besonders gut an. Das Problem dabei ist, dass sie die aufgenommene Nässe nicht mehr abgibt, weshalb das trocknen bei diesen Pullovern sehr lange dauert.

Diese Stoffe kannst du beim Skifahren anziehen
Polyester

Polyester eignet sich besonders gut für die unteren Kleidungsschichten, welche nah am Körper liegen, da es den Vorteil hat, dass es den Schweiß nicht aufnimmt, sondern nur weiterleitet. Außerdem ist es besonders gut für den Wintersport geeignet, da Polyester sehr schnell trocknet.

Hinzu kommt auch noch, dass es dich wärmt, da texturierte Garne Luftpolster auf der Haut bilden, welche die Körperwärme speichern. Die meisten T-Shirts, wie unseren eigenen Faszination Berge T-Shirts aus 100% Polyester sind sehr atmungsaktiv, was ein zusätzlicher Pluspunkt für das Polyester ist.

Kunstfaser (Polypropylen)

Die Kunstfaser oder auch Polypropylen genannt wird beim Skifahren meistens bei der Skiunterwäsche verwendet, da Kunstfaser die Eigenschaften hat, dass sie genauso gut warm hält wie Wolle, sehr schnell trocknet, fast keinen Schweiß aufnimmt, elastischer als Merinowolle und Polyester ist und eine sehr lange Lebensdauer hat.

Merinowolle

Auch Merinowolle kann als Baselayer verwendet werden, da sie zum einen einen sehr hohen Tragekomfort hat, sowohl gegen Kälte, als auch Hitze isoliert und zum anderen die sehr nützliche Eigenschaft hat, dass sie sogar bei starkem Schwitzen über mehrere Tage geruchsneutral bleibt.

Das Zwiebelprinzip

Das Zwiebelprinzip zum SkifahrenDas Zwiebelprinzip ist eine besondere Art und Weise, mit der man sich beim Skifahren warm halten kann. Dabei zieht man mehrere Schichten an Kleidung übereinander, was dazu führt, dass dir nicht mehr kalt sein wird, vorausgesetzt deine Kleidung besteht aus dem richtigen Material.

Die Baselayer

Die unterste Schicht deiner Zwiebel bildet die Skiunterwäsche. Diese besteht meistens aus Kunstfaser oder Merinowolle und ist sehr elastisch. Durch die Kunstfaser liegt deine Skiunterwäsche angenehm auf der Haut, sodass sie dir nicht über die Haut kratzt, wie es bei manchen Wollpullovern der Fall ist.

Wenn du Skiunterwäsche aus Merinowolle hast, kannst du diese auch mal über mehrere Tage anziehen, ohne das sie zu stinken anfängt, da dieser Stoff sehr geruchsneutral ist. Kunstfaser und Merinowolle hält sowieso schon sehr warm, jedoch kannst du trotzdem noch einmal zwischen der dicke deiner Skiunterwäsche unterscheiden.

Midlayer

Je nachdem wie warm es wird, brauchst du diese Schicht vor allem im Frühling häufig nicht mehr, da alleine schon die Skiunterwäsche mit einer Goretex Jacke ausreicht, um dich den ganze Tag lang warm zu halten. An kälteren Tagen empfiehlt es sich aber sehr, dass du über deine Skiunterwäsche nochmal eine Baselayer anziehst.

Diese Midlayer kann zum Beispiel aus 100% Polyester bestehen, um die Körperwärme noch einmal mehr speichern und den Schweiß weiter leiten zu können. Wenn es sehr kalt ist, kannst du über deine erste Midlayer noch eine zweite Midlayer drüber ziehen.

Dies kann eine Daunen- oder Primaloft Jacke sein, welche du an Tagen mit Temperaturen unter -15°C anziehst.

Shell Layer

Die Shell Layer ist die oberste Schicht deiner Zwiebel und ist im besten Falle eine GoreTex Jacke. GoreTex ist deswegen so hilfreich, da die Wassertropfen, welche auf deine Jacke treffen, 20.000-mal so groß wie die Poren in einer Gore-Tex-Membran sind.

Das bedeutet, dass die Wassertropfen einfach abtropfen und du den ganzen Tag über trocken bleibst.

Was anziehen beim Après Ski

Was anziehen beim Apres SkiWenn dich deine Klamotten den ganzen Tag über trocken gehalten haben und du noch Lust auf eine Runde Après Ski hast, kannst du dir dafür einen Pullover aus Baumwolle mitnehmen. Dieser ist einfach angenehmer zu tragen als die Funktionskleidung für die Piste oder den Powder.

Am besten trägst du einen warmen gemütlichen Pullover, um so lange feiern zu können wie du möchtest, ohne vorher Erfrierungen zu bekommen ; )

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Wanderstock Quechua

Wanderstock QuechuaVor meiner Reise zum Elbrus in Russland, war ich noch auf der Suche nach den richtigen Wanderstöcken. Da wir im Kaukasus auf über 5.500m Bergsteigen würden, müsste der Stock einiges aushalten und auch in dieser Höhe optimal funktionieren. Ob an dieser Stelle ein Test des 10€ teuren Wanderstockes A200 berechtigt wäre? Vermutlich nicht.

Dennoch bin ich eine Woche vor der Elbrus Überschreitung zum Decathlon gegangen und habe mir die verschiedenen Wander- und Trekkingstöcke angeguckt. Dabei ist mir der Quechua A200 direkt ins Auge gesprungen, da er von der Länge her perfekt zu mir passen würde und die Qualität auf den ersten Blick auch solide aussah.

Informationen zum Wander- und Trekkingstock A200 von Quechua

Wanderstock A200

  • Schaft : 100.0% Aluminium
  • Griff : 100.0% Polyurethan
  • Gewicht: 230 g / Stock
  • Mindestlänge: 57 cm
  • Größen: Zuverlässiges Push-Pin-System (Druckknopf); 110/115/120/125/130 cm 
  • Schlaufe: Vorhanden an der Oberseite.
  • Spitze: Wolframcarbid

Der Wanderstock A200 wurde am Fuße des Mont-Blanc von einem Entwicklungsteam entworfen und getestet, sodass er optimal für den Einsatz am Berg genutzt werden kann. Um den idealen Halt gewähren zu können, gibt es einen Griff, welcher aus 100% Polyurethan besteht, eine verstellbare Handschlaufe und eine Spitze aus Wolframcarbid, mit der man auch im Schnee den besten Halt findet.

Der Testbericht vom Wanderstock A200 am Elbrus

Wanderstock DecathlonNach einiger Zeit ging es endlich los und ich saß im Flieger nach Russland. Dort haben wir vor der Besteigung des höchsten Berges Europas und einem der Seven Summits mehrere Akklimatisierungstouren unternommen. Diese führten uns hauptsächlich über steile Hänge, Steine und Felsen, wo die Wanderstöcke zum ersten Mal zum Einsatz kamen.

Auf diesen Wanderwegen hatte ich absolut keine Probleme mit den Stöcken. Ich konnte mein Gewicht auf die Trekkingstöcke verlagern, hatte den größtmöglichen Halt und die Schlaufe für das Handgelenk hat auch gehalten. Dazu kam auch noch, dass sich die Wanderstöcke A200 sehr leicht verstellen ließen. Dazu musste ich einfach nur den Knopf drücken und die Aluminiumstange so verschieben, wie ich es haben wollte.

Auf Felsen und Steinen bis zu einer Höhe von 3.000m hatte ich also keine Probleme mit den Wanderstöcken. Meine Sorge war allerdings, dass sie eine Höhe von 5.000m und eine Temperatur von -20°C nicht überstehen würden.

Diese Sorge war jedoch zum Glück völlig unbegründet. Auch im Schneesturm vor dem Gipfel hatte ich keine Probleme mit den Wanderstöcken. Sie ließen sich trotz Kälte und Schnee immer noch verstellen und die Wolframcarbid Spitze war auch im Schnee auf dem Gletscher die beste Option gewesen.

Mein Fazit

Wanderstock A200Ich bin wirklich total froh darüber, dass ich mir den Wanderstock A200 für meine Touren gekauft habe. Ich hatte nicht ein einziges Problem mit ihm und das Preis-Leistungs-Verhältnis hätte nicht besser sein können. Auch andere Wanderer konnten auf 1000km langen Wanderungen keine Mängel am Stock feststellen, weshalb ich ihn dir sehr ans Herz legen würde, wenn du noch auf der Suche nach einem passenden Wanderstock für dich bist.

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