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Die Monte Rosa Tour. Sie war meine erste richtige Tour, auf der ich Bergsteigen war und es war die erste Tour, auf der ich über 4000 Meter war!

Ankunft in Zermatt

In diesem Beitrag möchte ich die Monte Rosa Tour nochmal in 3 Teile zusammenfassen und euch alles genau beschreiben. Ihr könnt euch aber auch jeden einzelnen Beitrag durchlesen.Alpen Sonnenaufgang

Die Tour startete in Zermatt. Um 14:00 Uhr trafen wir uns dort am Hauptbahnhof. Ich bin mit dem Zug von Visp nach Zermatt gefahren (Preis ca.18 Franken) und war somit schon ein bisschen früher da. Das war eigentlich ganz gut, weil ich mich schon ein bisschen umgucken konnte.

Die Läden von The North Face und Mammut habe ich dabei natürlich nicht übersehen 😉 Aber auch sonst ist Zermatt sehr schön. Egal wo man hinguckt. Überall waren Berge und Bergsteiger. Die sind mit der ganzen Ausrüstung durch die Stadt gelaufen!

Ich war fast zehn Minuten früher da. Also ging ich um 14:00 Uhr vor den Hauptbahnhof. In Zermatt waren sehr viele Menschen unterwegs. Dazu gehörten nicht nur die Bergsteiger, sondern auch die Touristen. Es war meiner Meinung nach schon ein bisschen zu voll. Aber das würde sich noch ändern.

Pünktlich um 14:00 Uhr waren alle da. Wegen der langen Zugfahrt hatte ich aber noch meine ’normalen‘ Klamotten an. Mit der Jeans konnte ich natürlich nicht gehen. Also fragte ich, ob ich mich kurz umziehen könne. Die Bergführer sagten, dass wir zuerst das Material kontrollieren würden und das ich mich dann umziehen könnte.

Das machten wir dann auch. Jeder bekam sein ausgeliehenes Material und alles, was man auf der Tour nicht gebrauchen könnte, kam in den Spind. Das war bei mir ein kleines Problem, weil ich es nicht mitbekommen habe. Ich habe die Straßenschuhe usw. mitgenommen 😉

Tipp von mir: Egal ob du die Monte Rosa Tour oder irgendeine andere Tour in der Nähe von Zermatt gehst. Lasse die Sachen, die du nicht gebrauchen könntest im Spind. Dadurch wird der Rucksack viel leichter.

Gandegghütte mit Breithorn im Hintergrund

Die Gandegghütte,welche auf 3030 Metern liegt.
 

 

Tag 1: Wanderung zur Gandegghütte

Nachdem ich mich umgezogen habe ging es auch schon los. Zuerst gingen wir durch die kleinen Gassen in Zermatt zu der Seilbahn, die uns Richtung Gandegghütte bringen würde. (Preis ca.40 Franken) Nur 100 Meter vom Stadtzentrum entfernt waren schon fast keine Touristen mehr da.

Mit der Seilbahn sind wir zwei Stationen weit gefahren. Von der Gondel aus hat man eigentlich eine gute Sicht auf das Matterhorn. An diesem Tag war es aber leider in Wolken umhüllt. Wir konnten es also noch nicht sehen.

Was mich ein bisschen verwundert hat, war, dass ein paar Touristen sogar mit kurzen Hosen und T-Shirts bis nach ganz oben gefahren sind. Vielleicht kann man von der obersten Station auch wieder runtergehen.

Oben angekommen gingen wir erstmal durch das Gebäude an die andere Seite nach draußen. Dort wurden wir dann in zwei Gruppen eingeteilt. Für jeden Bergführer gab es 5 Kunden. Wir bekamen den Tipp, dass wir am besten schon die Jacken anziehen sollen, da es an diesem Tag ein bisschen Windig war.

Ich hätte eigentlich gedacht, dass die Wanderung zur Hütte länger dauert. Aber nach ca.30 Minuten waren wir schon an der Gandegghütte angekommen. Der Weg dorthin war nicht besonders schwierig. Dort lagen nur ein paar Felsen und Steine im Weg rum. In den Schnee oder auf den Gletscher kamen wir bis dahin noch nicht.

Wir kamen auch an einem kleinen See vorbei. Darin spiegelte sich das sogar Matterhorn drinnen. Nach dem anstrengenden Tag wollte ich dort meine Flasche mit Wasser auffüllen aber das Wasser ist nicht zum trinken geeignet..

Tipp von mir: Unser Bergführer hat uns gesagt, dass man Gletscherwasser besser nicht trinken soll. Wir sollen uns lieber eine Quelle suchen. Das wusste ich bis dahin noch nicht. Ich dachte, dass man fast jedes Wasser in den Bergen trinken kann.

Nach einem kurzen Stück, das ein bisschen steiler war kamen wir schon an der Gandegghütte an. Ein paar Bergsteiger saßen schon auf der Terrasse, die auch zum Trinken einlädt. Direkt vor dem Breithorn und mit Fell ausgelegt macht die Terrasse einen schönen Eindruck.

Gandegghütte Terrasse

Die Terrasse. Ist es nicht ein Traum?!

Wir saßen uns auch erstmal hin und tranken etwas. (Preis ca. 7 Franken für eine Apfelsaftschorle)

Tipp von mir: Wechselt vorher unbedingt euer Geld in Franken. Für mich war es zwar möglich mit Euro zu bezahlen. Es hätte dann aber 7 Euro gekostet. Mein Bergführer war aber so nett und hat das für mich übernommen.

Die Gandegghütte ist wirklich schön gelegen. Von der Hütte aus hat man einen perfekten Blick auf alle 4000er in der Umgebung. Und das beste ist natürlich, dass man das Breithorn so gut sehen kann. Da es auch ein Teil der Monte Rosa Tour ist, freut man sich umso mehr auf den nächsten Tag, wenn man das Breithorn vorher schon so gut gesehen hat.

Abends gab es dann etwas zum Essen. Ich weiß leider nicht mehr genau was es war aber es gab immer extra etwas für uns Vegetarier. Das war auf jeder Hütte der Monte Rosa Tour so. Ich habe immer etwas leckeres Vegetarisches zum Essen bekommen.

Das Abendessen war aber sehr spannend. Nicht wegen dem Essen 😉 Es war wegen den ganzen Lawinen. Weil der Tag so warm war haben sich an der Breithorn Nordwand immer mal wieder Lawinen gebildet. Die sind dann bis runter an den Gletscher ‚geflossen‘ und das Knallen davon konnte man einfach nicht überhören.

Sobald es laut geknallt hat, haben sich immer alle Köpfe zur Nordwand gedreht, weil jeder sehen wollte, wie groß die Lawine war.

Hüttenleben

Die Hausschuhe konnten wir direkt in der Hütte ausleihen (Preis: 0 Franken) Die Zimmer sind leider etwas klein aber vielleicht kam es auch nur mir so vor, weil ich vorher noch nie in einem Lager geschlafen habe. Da sind die Betten direkt nebeneinander gereiht. Es gibt also keine Einzelbetten, sondern es sind eher Bettreihen.

Am Abend konnte ich noch ein bisschen rausgehen und ein paar Bilder von der schönen Landschaft machen. Das hat sich auch echt gelohnt. Vor allem, weil Abends fast keiner mehr draußen war. Die meisten haben sich ihre Zähne geputzt, sich umgezogen und sind dann schlafen gegangen.

Breithorn Sonnenaufgang

Das Breithorn bei Sonnenuntergang

Für alle (Hobby)-Fotografen lohnt es sich aber, wenn man Abends nochmal rausgeht. 🙂

Die Nacht war eigentlich ganz okay. Ich bin ein paar mal aufgewacht, aber das war bei jedem so.

Tag 2: Breithorn Besteigung

Der nächste Tag startete schon vor dem Sonnenaufgang. Die Breithorn Besteigung stand an.

Ich zog den Hüttenschlafsack wieder ab, faltete meine Decke ordentlich und legte sie wieder auf das Bett. Die anderen aus der Gruppe waren schon wach. Alle zogen sich an und gingen nach unten. Die Rucksäcke konnten wir schon draußen hinlegen.

Wir frühstückten etwas. Es gab sehr viel. Egal ob Tee, Kaffee, Müsli oder Brötchen. Für jeden war etwas dabei. Draußen auf der Terrasse standen zwei Behälter voll mit Tee und Kaffee. Den konnte man sich in die Thermosflasche füllen. Das ist der sogenannte Marschtee.

Nach dem Frühstück putzen wir uns die Zähne und machten uns Bereit für die Besteigung.

Die Besteigung ging eigentlich erst auf dem kleinen Matterhorn so richtig los. Dafür mussten wir den Weg, den wir am ersten Tag gegangen sind, wieder zurückgehen und mit der Seilbahn auf das kleine Matterhorn fahren. (Preis von allen Seilbahnen in der Gegend insgesamt 50 Franken)

Auf der gesamten Monte Rosa Tour sind wir mit ungefähr 3 Seilbahnen gefahren.

Wir konnten die Karte vom vorherigen Tag benutzen. Die Seilbahn war auch schon da und wir konnten direkt losfahren.

Die Gondel war sehr voll. Das lag vor allem an den ganzen Skifahrern, die dort trainiert haben. Wir haben unter anderem Felix Neureuther in der Gondel getroffen.

Nachdem wir oben aus der Gondel ausgestiegen sind, mussten wir auch erstmal über die Piste bis hin zum Gletscher gehen. Das war aber nur ein kleines Stück auf der Piste. Außerdem war die Piste eigentlich ganz gut, weil wir darauf unsere Steigeisen anziehen konnten.

Bergsteiger im Nebel

Der Weg über die Piste

Dort oben auf der Piste sah es nach eher nebligen Wetter aus. Wir konnten keine 10 Meter sehen. Aber sobald wir auf den Gletscher gegangen sind, wurde es wieder schön. Das Matterhorn war links von uns und das Breithorn war genau vor uns.

Unsere Bergführer kannten sich sehr gut aus. Wir sind also die ersten hundert Meter geradeaus auf dem Gletscher gegangen. Es kann sein, dass wir auch über Gletscherspalten gegangen sind aber die waren dann noch zugefroren.

Nachdem wir ca 40 Minuten gegangen sind, machten wir nochmal eine kurze Pause. Wir tranken etwas, manche gingen auf Toilette und ein Müsliriegel war auch dabei. Mehr Zeit hatten wir aber nicht.

Danach war der Weg immer der gleiche. Es ging die ganze Zeit steil Bergauf. Durch die Spuren der anderen war es aber sehr einfach den Weg zu finden. Das könnte, wenn es schneit aber ziemlich schwierig werden.

Unser Bergführer nahm uns an’s kurze Seil und wir folgten dem Weg nach oben. Kurz bevor wir auf dem Gipfel waren, flog ein Helikopter von der Air Zermatt über uns her. Ich kann nur hoffen, dass nicht schlimmes passiert ist.

Gipfelsieg

Die letzten paar Meter waren die besten. Wir folgten einer scharfen Kurve nach rechts, überholten dabei ein paar andere Bergsteiger und waren dann auf dem Gipfel. Es ist kein großer Gipfel. Es gibt auch kein Gipfelkreuz, aber die Aussicht war der Hammer.

Mit dem Breithorn haben wir den ersten 4000er der Monte Rosa Tour geschafft.Monte Rosa

Schweizer Alpen

Die Aussicht vom Gipfel.

Nächste Woche am Montag kommt der zweite Teil der Monte Rosa Tour online.

 

 

 

 

 

Heute ist es leider schon soweit. Nach einer tollen Tourenwoche in der Schweiz geht es heute über den Gornergletscher zurück nach Zermatt und dann mit dem Zug raus aus den Bergen auf den Weg nach Hause!

Sonnenaufgang in den Alpen

Die Sonne geht gerade auf.

Es ist ein toller Morgen. Trotz der Höhe habe ich keine Probleme beim Aufstehen. Alle anderen aus der Gruppe sind schon wach und packen ihre Sachen. Ich muss noch den Hüttenschlafsack einpacken und das Bett ordentlich hinterlassen. Das ist die Regel, wenn man in der Hütte schläft.

Nachdem ich alles erledigt habe gehe ich die beiden Stockwerke nach unten und stelle meinen Rucksack an die Bank, die unten an der Rezeption steht. Jetzt gibt es erstmal Frühstück.

Ich muss zugeben, dass ich morgens nie viel Hunger habe. Das ist vor allem auf dieser Höhe ein Problem. Appetitlosigkeit kann sogar ein Anzeichen der Höhenkrankheit sein. Deswegen muss ich ein bisschen etwas essen, damit ich auch gut in Zermatt ankomme 😉

Matterhorn

DIe Aussicht vermisse ich jetzt schon!

Wenn ich so darüber nachdenke will ich noch nicht nach Hause fahren. Das ist aber immer so, wenn ich in den Bergen bin 🙂

Ich freue mich natürlich auf mein Bett und endlich mal wieder auf eine warme Dusche 🙂  Aber ich würde hier gerne noch für ein paar Wochen oder Monate bleiben. Es ist einfach so schön, wenn man morgens aufsteht und aus dem Zimmerfenster die Gletscher der 4000er sieht.

Zum Frühstück gibt es in den Hütten oft das gleiche. Ich esse morgens aber auch immer das gleiche 🙂 Das Buffet ist groß und man hat viel Auswahl. Es gibt Käse, Joghurt, Tee, Kaffee, Brötchen und noch vieles mehr. Ich nehme mir aber trotzdem nur einen Multivitaminsaft und eine Schüssel Früchtemüsli 😉 Das schmeckt mir immer!

Der Rückweg

Matterhorn vor Sonnenaufgang

Das Matterhorn zwischen dem Lyskamm und der Dufourspitze

Nachdem wir fertig mit dem Essen sind geht es auch schon los. Innerhalb von ca.3 -4 Stunden werden wir von 4.554 m. auf 1.608 m runtergehen. Das wird ziemlich anstrengend sein. Aber da kommen wir aber nicht drum rum.

Wir ziehen unsere Steigeisen an, holen unsere Eispickel, füllen unsere Thermoskannen mit Marschtee und heute müssen wir schon wieder die warmen Jacken anziehen.

Gornergletscher

Hier sind wir den ganzen Weg zurückgegangen

Ich bin bereit für den Abstieg. Der Raum hat sich so langsam gefüllt und ich beschließe schonmal rauszugehen. Ich gehe zur Tür, öffne sie und sehe den wohl schönsten Sonnenaufgang, den ich je in meinem Leben gesehen habe. Der ganze Himmel war rot. Die Berge sahen so spitz wie Messer aus und unter uns waren die Wolken.

Alles war ruhig. Ich konnte nichts hören. Die Menschen in Pedemonte sind noch am schlafen. Das erkenne ich daran, dass ich auch noch keine Autos sehen kann. Normalerweise würden wir die Lichter sehen.

Das einzige, was ich jetzt hören kann ist das Klirren von den Steigeisen. Unser Bergführer kam raus und seilte uns an. Hier oben war es wirklich kalt. Es wehte ein starker Wind und es war keine Wolke am Himmel. Zumindest nicht über uns 😉

An diesem Tag sind wir über den Gornergletscher zurück nach Zermatt gegangen. Der Gornergletscher zieht sich von der Signalkuppe ganz weit nach unten. An der Monte Rosa Hütte vorbei, fast bis zur Seilstation.

Bergsteiger auf Gletscher

Der Gornergletscher hat sehr viele Gletscherspalten

Auf dem Weg nach unten hatten wir zuerst eine tolle Aussicht. Zwischen dem Lyskamm und der Dufourspitze konnten wir auf das Matterhorn hinunter gucken. Der Gipfel war noch in Wolken umhüllt.

Wir befanden uns in dem Moment über dem Matterhorn und das war, wenn man mal so ein Bild vom Matterhorn gesehen hat ziemlich cool.

Der Mond war noch sehr gut zu sehen. Er war genau neben dem Gipfel des Lyskamms. Er ging aber mit uns unter. Wir sind genau zwischen der Dufourspitze und dem Lyskamm nach unten gegangen. Reschts und Links von uns türmten riesige Eispanzer, die bei der Kälte zum Glück eingefroren waren.

Der Weg nach unten war sehr lang und auf dem Gletscher gab es oft große Gletscherspalten. In diesen Momenten war ich doch ganz froh, dass ich einen lokalen Bergführer dabei hatte. Er kannte sich gut aus und er wusste genau wo die Gletscherspalten sind.

Matterhorn bei Sonnenaufgang

So schön war der Sonnenaufgang am Matterhorn

Nachdem wir für einen Moment keinen Mond und keine Sonne gesehen haben ging sie aber langsam auf. Wir waren in einer Art Kessel zwischen der Dufourspitze und dem Lyskamm. Wir standen also genau im Schatten der Dufourspitze . Auf die ersten Sonnenstrahlen müssen wir also noch ein bisschen warten.

Zuerst können wir die Sonnenstrahlen am Gipfel des Lyskamms sehen. Es sah so schön aus, dass ich die Blase an meinem Fuß nicht gemerkt habe 😉 Nach dem Lyskamm war das Matterhorn dran. Die Wolken sind verschwunden und der Gipfel des  Matterhorns wird angeleuchtet und das war einfach unbeschreiblich schön.

 Schweizer Alpen mit Bergsteiger

Da kann man doch nur neidisch werden 🙂

Auf dem Weg nach unten sahen wir einmal ein Zelt auf einem Felsvorsprung. Das waren bestimmt Fotografen. Sie waren schon wach und sie hatten den perfekten Blick auf’s Matterhorn.

Außerdem flog einmal für längere Zeit ein Helikopter im Gipfelbereich des Lykamms hin und her. Das sind dann die Momente, an denen man nochmal darüber nachdenkt, wie gefährlich Bergsteigen eigentlich ist.

Aber erst zuhause. Im Moment, wenn man auf dem Gletscher ist hat man keine Zeit darüber nachzudenken.

Gornergletscher

Wir sind immer wieder über Gletscherspalten gesprungen. Der Gornergletscher ist ziemlich lang und hat somit auch viele große Gletscherspalten.

Am Ende vom Gletscher gibt es auch ein paar Stellen, bei denen das Eis sehr dünn ist. Dort sind kleine Flüsse unter dem Eis und einmal bin ich sogar in den Fluss eingebrochen. Das ist dann schon ein ziemlich blödes Gefühl. Zum Glück habe ich eine gute Hose an.

Wir gehen am Ende vom Gletscher nach rechts. Dort müssen wir nochmal ein langes Stück durch Steine und Felsen nach unten gehen. Um genau zu sein zur Monte Rosa Hütte. Dort machen wir nochmal eine kurze Pause, um den Rest des Weges schön gemütlich weiterzugehen.

Wandern in der Schweiz

Es war kalt aber trotzdem total schön…

Monte Rosa Hütte

Hier konnten wir das letzte Mal die Monte Rosa Hütte sehen.

Die Monte Rosa Hütte ist sehr modern. Zumindest, wenn man sich so manch andere Berghütten anguckt 🙂

Auf dem Weg zur Hütte haben wir sogar zwei voll bepackte Rucksäcke mitten auf dem Weg gesehen. Es war niemand in der Nähe, aber die Rucksäcke lagen da einfach so rum. In den Alpen würde aber nie jemand auf die Idee kommen, diese Rucksäcke zu klauen 😉

Nach der Monte Rosa Hütte wird der Weg für eine bestimmte Zeit ziemlich uninteressant. Das darf man jetzt nicht falsch verstehen. Die Aussicht war mega schön, aber der Weg war ein bisschen langweilig. Wir sind nur durch Steine und Geröll gegangen und mussten die Steigeisen nur an einer kurzen Stelle anziehen.

Später wurde es aber wieder toll. Wir mussten eine ca. 15 Meter hohe Leiter hochklettern und dann einen steilen Weg zurückgehen.

Von diesem Weg aus hatten wir einen tollen Blick auf’s Matterhorn aber auch auf den Gornergletscher, die Signalkuppe, den Lyskamm, die Dufourspitze, die Monte Rosa Hütte und auf vieles mehr. Es ist einfach wie im Paradies…

Der schlimmste Moment

Gletscher in der Schweiz

Die letzte Aussicht auf die ganzen Gletscher!

Ja es gibt wirklich einen schlimmsten Moment. Es war der Moment, als wir wieder zurück zur Bahn kamen. Es waren plötzlich so viele Menschen da. Alle haben Bilder gemacht und alle Kinder haben rumgeschriehen…

Gornergletscher

Hier konnten wir schon das ‚Ende‘ vom Gornergletscher sehen

Das soll jetzt nicht heißen, dass ich die Leute nicht mag, aber ich mag das Gesamtpaket einfach nicht. In den Hütten war es so schön.

Es waren nur wenige Leute da und alle waren Bergsteiger. Da gab es keine Touristen, die mit der Seilbahn zum Gipfel und wieder zurückgefahren sind. Wir haben Profisportler gesehen und dann plötzlich nur noch Asiaten mit Kameras 😉

Wandern beim Matterhorn

Der Weg zurück.

Da muss man aber auch durch. Und am Ende habe ich mich doch ein bisschen auf Zuhause gefreut. Auch wenn wir bei uns leider keine Berge haben…

 

 

 

 

Signalkuppe Gipfelkreuz

Bei meiner letzten Tour war ich auf dem Balmenhorn. Das war eirklich schön. Heute werde ich aber nochmal ein Stück weiter gehen. Ich werde die Ludwigshöhe und die Signalkuppe besteigen.

Nach meinen ersten beiden 4000ern folgen jetzt die nächsten zwei für diesen Tag. Zum einen werde ich auf die Ludwigshöhe gehen und zum anderen werde ich die Signalkuppe besteigen. Wir werden sie aber nicht nur besteigen, sondern wir werden auch auf ihr schlafen. In der Capanna Regina Margherita. Das ist die Hütte, die direkt auf dem Gipfel der Sigalkuppe steht!

Die Capanna Regina Margherita ist auch die Höchte Schutzhütte in den Alpen!

Signalkuppe

Die Signalkuppe im Hintergrund

Weiter geht’s

Nachdem wir vom Balmenhorn heruntergeklettert sind, mussten wir erstmal auf unseren Bergführer warten. Er unterhielt sich noch kurz mit unserem anderen Bergführer und kam dann auch heruntergeklettert. Bei ihm ging es natürlich viel schneller. Er bindete uns ins Seil ein und wir konnten weiter gehen.


Nach einiger Zeit wurde mir sehr warm. Viel zu warm. Eigentlich hätte ich gedacht, dass es auf 4000 Metern eher kalt sein wird. Doch mit der reflektierenden Sonne wurde es immer wärmer. Sie brannte richtig im Nacken. Gut, dass ich Sonnencreme dabei hatte.

Ein Tipp von mir: Vergiss niemals etwas für den Schutz der Lippen mitzunehmen. Das kann sonst sehr schmerzhaft enden. Einfach mal in der Apotheke nach Sonnencreme für die Lippen fragen.

An diesem Tag waren nicht soviele Leute unterwegs. Zumindest nicht auf der Route, auf der wir unterwegs waren. Manchmal trafen wir vielleicht ein- höchstens zwei Seilschaften, die uns entgegenkamen aber die meisten haben morgens die Vincentpyramide, das Balmenhorn und die Ludwigshöhe übersprungen und sind direkt zur Signalkuppe gegangen.Wir waren also etwas spät dran. 

Trotzdem hatten wir im Gegensatz zu den anderen ein relativ schnelles Tempo drauf. Wir ließen einen nach dem anderen hinter uns und hatten somit am Ende des Tages auch noch genug Zeit für Pausen auf der Hütte.

Aussicht ludwigshöhe

Die Aussicht vom Gipfel der Ludwigshöhe

Dufourspitze

Die Aussicht vom Weg!

Wir gingen schon seit einiger Zeit in der Sonne. Um so mehr freute ich mich, als wir endlich am Grat der Ludwigshöhe ankamen. Vor dem Grat war es ein bisschen schattig.

Der Grat war wirklich sehr schmal. Deshalb konnte ich auf dem Grat auch keine Bilder machen. Das wird nur gehen, wenn ich mit ein oder zwei Personen und ohne Bergführer unterwegs bin.

Der Grat war leider nicht so lang. Das fande ich ein bisschen Schade, weil ich es auf Graten besonders schön finde.

 

 

Geschafft…

Wir haben es geschafft.
Ludwigshöhe (4.341 m)

Mein 4. 4000er in dieser Saison und mein 4. 4000er in meinem Leben.

Wir überlegten, ob wir auf dem Gipfel eine Pause machen sollen. Ich hätte nichts dagegen 🙂 Die Aussicht war super und von hier aus konnten wir schon die Signalkuppe sehen. Unser Ziel für diesen Tag und unser Ziel der ganzen Woche.

Am Ende beschlossen wir aber unten die Pause zu machen. Hier oben wehte ein ziemlich starker Wind und wir wollten keine Ohrenschmerzen bekommen.

Also gingen wir den Grat wieder runter. An so steilen Stellen gingen wir immer am kurzen Seil. Es ist eine schwierige Frage, ob man an so steilen Stellen lieber an kurzem, oder ohne Seil gehen soll. Am Seil könnte man den gestürzten einerseits halten. Andererseits könnte es aber auch passieren, dass er dich mitzieht und beide Abstürzen.

Wie machst du das? Bevorzugst du es lieber am kurzen Seil zu gehen oder lässt du bei so Situationen lieber die Finger vom Seil?

Faszination Berge

Ziel in Sicht! Ein paar Höhenmeter zur Signalkuppe

Unten angekommen gingen wir also noch ein Stück weiter. Links von uns konnten wir das Matterhorn sehen. Es war noch in Wolken umhüllt.

AUf dem Weg nach oben habe ich mich besonders gefreut, da die Signalkuppe höher als das Matterhorn ist. Das bedeutet, dass wir eine Nacht über dem Matterhorn geschlafen haben.

Signalkuppe Gipfel

Das Gipfelkreuz der Signalkuppe. Die Italienische Flagge!

Hier unten haben wir nochmal eine Pause gemacht. Durch das Tal konnten wir bis zum Matterhorn gucken. Von hier aus konnten wir auch sehen, wie weit wir schon gegangen sind. Das war echt weit!

Nach der Pause mussten wir nur noch dem Weg folgen. Es hat sich wieder in die Länge gezogen. Am Ende kam nochmal ein wirklich steiles Stück. Aber dann war es soweit. Wir waren da. Am Gipfel der Signalkuppe!

Signalkuppe (4.554 m)

Mein 5. 4000er in dieser Saison und in meinem Leben.
Ein mega Gefühl. Nach vier Tagen. Fast 50 km und 5000 Höhenmetern waren wir endlich am Ziel angekommen. Wir waren mitten in den Wolken. Nicht drüber und nicht drunter. Mitten in diesen riesigen Wolken, die sich hinter uns aufgetürmt haben…

 

Bergsteiger auf Gletscher
Rifugio O Mezzaramo

Die Rifugio O Mezzaramo am Morgen!

Guten Morgen… Wir haben heute in der Rifugio O Mezzalama geschlafen. Eine sehr schöne, schon etwas ältere Hütte, mitten in den Schweizer Bergen. Unser Ziel für Heute ist die Rifugio città di Mantova. Dies wird der Ausgangspunkt für unsere nächsten 4 4000er sein.

Aber zuerst mal die Überraschung. Nicht nur gestern Mittag, sondern auch schon heute Morgen stehen wieder ein paar Steinböcke genau vor unserer Haustür. Sie suchen dort nach Salz, das sich zwischen den Steinen befindet. Sie haben keine Angst vor uns. Nichtmal, wenn wir 1,5 Meter von ihnen entfernt stehen…

 

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Hüttenleben

Ich finde dieses Hüttenleben eigentlich ziemlich cool. Außer wenn man mit zu vielen Leuten, über einen längeren Zeitraum in dieser Hütte ist. Für 3-4 Nächte finde ich es aber sehr entspannt. Morgens früh das Aufstehen, wenn alle ihren Rucksack packen, wenn man Zähne putzt und dabei den Gletscher sieht und der Marschtee.

Eigentlich trinke ich nicht so gerne Tee. Der Marschtee von den Hütten schmeckt mir aber ganz gut 🙂 Wahrscheinlich liegt das daran, dass sie den Tee mit viel Zucker süßen. Und mit Zucker schmeckt doch alles gut 😉

Außerdem macht es immer viel Spaß, wenn man an der Hütte ankommt und dort erstmal eine lange Pause machen kann. Das ist auch wichtig. Denn zu lange sollte man, vor allem bei der Hitze auch nicht gehen.

Italienische Pizza

Wir gehen über schöne Pässe und Brücken weiter. An einer Stelle ist es besonders schwierig. Dort müssen wir über rutschige Steine auf eine Brücke gelangen. Hoffentlich rutsche ich jetzt nicht aus. Da wären meine Kamera und alle Bilder weg! [FinalTilesGallery id=’6′]

Nach einer mehrstündigen und sehr anstrengenden Wanderung kommen wir endlich in dem Dorf an. Hier gehen wir jetzt erstmal etwas essen und ich kann seit langem mal wieder eine Pizza essen 🙂 Und das noch in Italien. Besser geht es doch nicht. Davon muss ich auch erstmal ein Bild machen und es an meine Mutter schicken, um sie neidisch zu machen 😉

Sie liebt, so wie meine ganze Familie das italienische Essen 🙂 Aber wem schmeckt das schon nicht?!

Nach der leckeren Pizza geht es wieder mit der Seilbahn nach oben. Heute fahren wir ganz schön oft mit der Seilbahn… Aber das macht mir nach dem anstrengenden Aufstieg gestern auch nichts : )

Üben für den Notfall

Schweizer Berge

Tolle Landschaft hier in der Schweiz.

Die Landschaft hier sieht einfach so toll aus! Überall gibt es kleine Seen und Schnee. Wir gehen ein Stück weiter in den Schnee, da dies der einzige Weg zur Rifugio città di Mantova ist.

Auf dem Schnee entscheiden wir uns spontan nochmal dazu, für den Notfall zu üben. Wir üben den Toten Mann bzw. den T- Anker. Diesen benutzt man, wenn eine Person aus der Gruppe in eine Gletscherspalte fällt. Es ist sehr kompliziert und ich muss ehrlich sagen, dass ich bis heute nicht so richtig weiß, wann man welchen Knoten benutzen muss. Aber ich habe noch genug Zeit, um es zu lernen 🙂

 

Einer von uns sollte sich ins Seil hängen und der Bergführer hat uns gezeigt, wie man ihn aus der Spalte befreien würde. Das macht ziemlich viel Spaß. Zumindest, wenn man es gerade nur übt. [FinalTilesGallery id=’4′]

Bis zur Rifugio città di Mantova ist es aber noch ein Stück. Wir müssen sogar an Fixseilen gesichert über Felsen klettern.

Ankunft an der Rifugio città di Mantova

Meditieren in den Bergen

Der wohl beste Platz zum Meditieren…

Endlich sind wir angekommen. An der Rifugio città di Mantova! Eine sehr schöne Hütte. Hier gibt es sogar Duschen. ZUM GLÜCK 🙂
Nach 3 Tagen, 20 km und 1000 Höhenmetern am Tag ist es wirklich toll, wenn man mal wieder Duschen kann. Hier sind alle sehr nett und sehr entspannt, wie man bei manchen Leuten sehen kann. Sie sitzen auf dem Hubschrauberlandeplatz und meditieren dort 🙂

Ich freue mich schon auf morgen, wenn es mit den 4000ern endlich weiter geht!