Letzten Herbst war ich in der Region Dachstein und Hochkönig unterwegs. Der Herbst gehört für mich generell nach dem Frühling zur schönsten Jahreszeit in den Bergen.

Sobald sich die Bäume verfärben und in den Höhen der erste Schnee fällt, machen es sich die Murmeltiere und Gämsen gemütlich und die Skier werden ausgepackt.

Morgens kann man noch auf dem Balkon sitzen, den Kaffee trinken, dabei die Schneebedeckten Gipfel beobachten und am Nachmittag zu einer Skitour aufbrechen. Ist das ein Traum?

Ein weiteres Highlight im Herbst ist für mich, dass man in den Bergen nur sehr selten anderen Leuten begegnet. In der Saison, im Sommer oder im Winter sind tausende Feriengäste und Urlauber in den Bergen unterwegs. Wenn man aber mal in der zweitschönsten Jahreszeit, im Herbst wandern war, dann bemerkt man schon, dass nur noch die ‚richtigen Wanderer‘ unterwegs sind.

Alle anderen sind bei dem Regen oder Schneewetter lieber drinnen oder gehen ins Kino. Ich gehe lieber raus, beobachte die letzten Gämsen und esse auf der Hütte einen leckeren Kaiserschmarren.

In der Hochkönig Region bin ich auf den Hochkeil gewandert. Dieser steht direkt gegenüber vom Hochkönig und ist eine Art Skiberg, da dort im Winter viele Skilifte sind!

 

Sowohl im Herbst, als auch in jeder anderen Jahreszeit gibt es aber auch die Schattenseiten. Vor allem im Herbst kann es zu starken Lawinenabgängen kommen. Als wir ein Stück am Arthurhaus in Richtung Hochkönig gewandert sind, konnten wir nicht nur Schnee- sondern auch Steinlawinen hören.

Lauter Nebel versperrte uns die Sicht, sodass wir die Tour ca. 500 hm unter dem Gipfel abbrechen mussten, da es zu gefährlich wäre weiterzugehen.

Auf dem Weg nach oben kamen uns ein paar Bergsteiger entgegen, die uns erzählten, dass auf dem Gipfel mehrere Meter Schnee lagen und dass sie auch umdrehen mussten, da es zu gefährlich war.

Während sie uns das erzählten, standen wir nur 500 m tiefer auf einer Almwiese, auf der 1 cm Schnee lag. Daran kann man erkennen, dass im Herbst mit dem Wetter in den Bergen nicht zu spaßen ist!

Wir sind also umgekehrt und haben auf der Hütte noch eine Suppe gegessen. Dadurch drehte sich doch noch einmal alles ins positive 😉