Letzten Herbst war ich in der Region Dachstein und Hochkönig unterwegs. Diese ist total schön zum Wandern und Skifahren. Der Herbst liegt genau zwischen den beiden Aktivitäten und gehört deswegen für mich zur zweitschönsten Jahreszeit. Der Frühling ist in den Bergen immernoch ein Stück schöner 😉

Sobald sich die Bäume verfärben und in den Höhen der erste Schnee fällt, machen es sich die Murmeltiere und Gämsen gemütlich und die Skier werden ausgepackt.

Morgens kann man noch auf dem Balkon sitzen, einen warmen Kaffee trinken, dabei die Schneebedeckten Gipfel beobachten und je nach Verhältnissen am Nachmittag zu einer Skitour aufbrechen. Ist das ein Traum?

Neben der schönen Landschaft ist der Herbst außerdem so schön,  weil man in den Bergen nur sehr selten anderen Wanderern begegnet.

In der Saison, im Sommer oder im Winter sind tausende Feriengäste und Urlauber auf den Wanderwegen und Skipisten unterwegs. Wenn man aber mal im Herbst wandern war, dann bemerkt man schon stark, dass dann nur noch die ‚richtigen` Wanderer unterwegs sind : )

Alle anderen sind bei dem Regen oder Schneewetter lieber drinnen oder gehen ins Kino. Die ‚echten‘ Wanderer, und da zähle ich mich auch dazu, gehen lieber raus, beobachte die letzten Gämsen und esse auf der Hütte einen leckeren Kaiserschmarren.

 

Sowohl im Herbst, als auch in jeder anderen Jahreszeit gibt es die Schattenseiten. Vor allem im Herbst kann es zu starken Lawinenabgängen kommen. So einen haben wir auch erlebt. Nachdem wir ein Stück am Arthurhaus in Richtung Hochkönig gewandert sind, konnten wir nicht nur die großen Schnee- sondern auch Steinlawinen hören.

Lauter Nebel versperrte uns die Sicht, sodass wir die Tour ca. 500 hm unter dem Gipfel abbrechen mussten, da es zu gefährlich wurde.

Auf dem Weg nach oben kamen uns ein paar Bergsteiger entgegen, die uns erzählten, dass auf dem Gipfel mehrere Meter Schnee lagen und dass sie auch wegen dem hohen Schnee umdrehen mussten.

Während sie uns das erzählten, standen wir nur 500 m tiefer auf einer Almwiese, auf der 1 cm Schnee lag. Daran kann man erkennen, dass im Herbst mit dem Wetter in den Bergen nicht zu spaßen ist!

Nur wenige Höhenmeter können die Landschaft gewaltig verändern.

Trotz der schlechten Nachricht, versuchten wir das beste aus dem Tag zu machen, indem wir auf der Hütte noch eine leckere Suppe gegessen haben 🙂