2.713 m

Watzmann

So schön ist Berchtesgaden im frühen Winter: Die Berge sind weiß, doch im Tal liegt kaum Schnee

Mit 2.713 m ist der Watzmann der höchste Berg der Berchtesgadener Alpen. Seine tolle Form begeistert Jahr für Jahr tausende Touristen, die aus aller Welt anreisen, um den König der Berchtesgadener Alpen zu sehen!

Durch sein Aussehen, wurde der Watzmann nicht nur zum Wahrzeichen Berchtesgadens, sondern auch zum einen der schönsten Berge der Welt gekührt.

Anreise zum Watzmann

Bad Reichenhall

Der Rathausplatz ist ein beliebter Treffpunkt in Bad Reichenhall.

Den Watzmann kann man auf verschiedenen Routen besteigen. Daher gibt es auch mehrere Wege, auf denen man zum Watzmann anreisen kann.

Mit dem Auto

Mit dem Auto musst du zuerst nach Berchtesgaden fahren. Dafür nimmst du die Bundesautobahn A8 Richtung Salzburg. Bei der Ausfahrt Bad Reichenhall musst du abfahren, um nach Berchtesgaden zu gelangen.

In Berchtesgaden kannst du das Auto auf einem der vielen Parkplätze abstellen. Diese sind zum Teil kostenlos!

Wer die Watzmann Ostwand durchsteigen möchte, muss mit dem Auto noch weiter zum Königssee fahren, von wo aus man mit einem Elektroboot nach St. Bartholomä fahren kann.

Direkt am Königssee gibt es einen großen Parkplatz, der jedoch gebührenpflichtig ist und an schönen Tagen relativ schnell voll sein kann!

Mit der Bahn

Bei der Bahn gibt es viele Verbindungen die über München laufen und nach Berchtesgaden führen.

Wer noch weiter zum Königssee muss, kann in Berchtesgaden einen der Busse von RVO nehmen. Zum Königssee fährt die Linie  841 und 842.

Mit dem Bus

Wer sehr kostengünstig reisen möchte, kann einen der vielen Fernbusse nehmen, die nach Berchtesgaden fahren. Von dort aus kann dann auch wieder die Linie 841 oder 842 zum Königssee genommen werden.

Gegebenenfalls kann auch ein Fernbus direkt zum Königssee gebucht werden.

Geschichte

Der Königssee

Vom Ausichtspunkt Malerwinkel kann man den Königssee bis nach St. Bartholomä überblicken

Im Jahre 1799 gelang dem Slowenen Valentin Stanič die Erstbeisteigung der Mittelspitze (höchster Gipfel vom Watzmann). Durch die vielen Bergsteiger, die am Watzmann ihr Leben verloren haben, wird der Watzmann heutzutage auch „Der Schicksalsberg“ genannt!

Der Ramsauer Bergführer Johann Grill, auch genannt „Der Kederbacher“ war 1868 der erste Mensch, dem die Watzmannüberschreitung gelang. Dabei überquerte er die drei Hauptgipfel.

1881 gelang Johan Grill auch die Erstdurchschreitung der Watzmann Ostwand, die auch heutzutage noch als sehr gefährlich eingestuft wird!

In der höchsten Felswand der Ostalpen, der Watzmann Ostwand kamen schon über 100 Bergsteiger ums Leben. Für die Schwierigkeit dieser Wand sind vor allem die Orientierung im Fels und unbeständiges Wetter verantwortlich.

Allgemeines

Das Watzmannhaus

Jährlich findet am Watzmann der Watzmann-Gams statt. Dieser Watzmann-Gams ist ein Wettkampf im Bereich Skibergsteigen.

Früher nahmen nur Menschen aus Berchtesgaden daran teil, um herauszufinden, wer der beste Skitourengeher in der Region sei!

Heutzutage nehmen auch Sportler aus anderen Regionen und dem benachbarten Österreich am Watzmann-Gams teil!

Wer nicht die Konditionen hat, bis auf den Gipfel des Watzmanns zu steigen, aber dennoch näher am Gipfel sein möchte kann die Tour auf den Grünstein gehen.

Der Grünstein (1.304 m) liegt kurz vor dem Watzmann und am Gipfel wird man mit einem tollen Panorama auf die umliegenden Berge belohnt!

Diese Routen gibt es

Watzmann Ostwand

Berchtesgadener Alpen: Watzmann
Watzmann-Ostwand auf dem Berchtesgadener Weg
Ausblick auf Höhe der Dabelsteinplatte (ca. 2200 m)

Zustieg zum Watzmannhaus

Der Zustieg zum Watzmannhaus kann in zwei Orten gestartet werden. Zum einen kann man an der Wimbachbrücke in Ramsau starten, oder die Tour vom Hammerstiel in Angriff nehmen!

Nach wenigen Kilometern treffen sich die beiden gut ausgeschilderten Wege bei der Stubenalm und werden zu einem Weg, der weiter Richtung Watzmannhaus führt!

Alternativ kann man auch vom Königssee aus über den Rinnkendlsteig zum Watzmannhaus aufsteigen!

Watzmannhaus – Hocheck

Diese Tour ist noch relativ einfach, sollte aber nicht unterschätzt werden, da es auch im Sommer zu Wintereinbrüchen mit Schnee kommen kann!

Das Hocheck (2.651m) gehört zu den einfachen Watzmanngipfeln.

Vom Watzmannhaus aus geht die Tour weiter auf das Hocheck.

Durch Geröllfelder und schmale Pfade führt der Weg zu Beginn südwestlich nach in Richtung Hocheck Schulter.

Dort beginnt der „Hochstieg,“ der mit Hilfe von Sicherungen überwunden werden kann. Nach diesem Hochstieg muss man nur noch dem Grat bis zum Gipfel des Hochecks folgen!

Vom Gipfel aus, auf dem auch eine kleine Biwakschachtel steht, kann man schon den höchsten Punkt vom Watzmann sehen. Die Mittelspitze (2713 m)

Watzmann-Überschreitung

Vom Hocheck aus geht es über einen schmalen Grat, der auch Sicherungen hat, zum Gipfel der Mittelspitze. Ein Klettersteigset ist auf diesem Grat sehr zu empfehlen!

Vom Hauptgipfel aus führt der Weg zur Südspitze (2.712m). Dabei kann man auch die Watzmann Ostwand sehen, welche die höchste Felswand der Ostalpen ist!

Der Grat ist relativ exponiert und nicht durchgehend gesichert, weshalb dort absolute Tritsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich sind.

Der Abstieg erfolgt durch Geröll und Felsen in ca. dreieinhalb Stunden zur Wimbachgrieshütte, von wo aus man dann noch weiter zur Wimbachbrücke in Ramsau laufen kann!

Watzmann-Ostwand

Die schwierigste und bei weitem auch gefährlichste Route ist die durch die Watzmann Ostwand.

In der Ostwand gibt es verschiedene Routen, die man gehen kann!

  • Der Berchtesgadener Weg
  • Der Kederbacherweg
  • Der Müncher Weg
  • Der Salzburger Weg
  • Der Frankfurter Weg
  • Der Polenweg
  • Der Franz Rasp Gedächtnisweg

Ein Bergführer ist in der Ostwand sehr zu empfehlen, da die Schwierigkeit vor allem in der Länge und der Wegfindung liegt!

Die Tour startet in St. Bartholomä, das man mit einem Elektroboot über den Königssee erreichen kann. Von dort aus muss man nur der Beschilderung folgen und eine der benannten Routen bis zum Gipfel wählen.

Rekorde am Watzmann

Watzmann

Aufstieg zum Watzmannhaus mit Blick auf kleinen Watzmann bei der 24 Stunden Wanderung

2018 brach der deutsche Skibergsteiger Anton Palzer einen neuen Rekord. In unfassbaren 3:06:55 h gelange ihm die Watzmannüberschreitung, für die viele Sportler zwei Tage brauchen.

Für den Aufstieg von Ramsau bis zum Hocheck benötigte „Toni,“ wie Anton Palzer auch genannt wird nur 1:27 h.

Weitere 27 Minuten benötigte er dafür, um die Mittelspitze zu überqueren und bis zur Südspitze zu gelangen.

Für den Abstieg benötigte Toni nur 34 Minuten und die letzten Kiometer zurück zur Wimbachbrücke rannte er in weiteren 36 Minuten!

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