Abenteuerfotografie

Es ist 6 Uhr. Ich wache gerade auf und bin noch sehr müde. Eigentlich wollte ich die Klettertour schon gestern machen. Dazu wollte ich sogar noch in der Wand biwakieren. Das wurde aber leider verhindert. Die Tour werde ich Freiklettern, weil es einfach mehr Spaß macht. Es ist eine größere Herausforderung und macht somit auch mehr Spaß.

Obwohl ich schon sehen kann, dass die Sonne gerade aufgeht, werde ich einfach nicht wach. Ich bekomme meine Augen fast nicht auf. Das geht bestimmt jedem so 😀 Also schlafe ich einfach noch weiter. Aber aus irgendeinem Grund wache ich nach 20 Minuten wieder auf. Das war noch nie so. Wenn ich mal einschlafe, dann aber richtig 😀 Aber wenn ich sowieso schon wach bin, dann kann ich auch die Tour gehen. Außerdem ist gestern mein Kletterhelm angekommen. Den kann ich auf der Tour testen.

Das wichtigste wird eingepackt und schon kann es losgehen. Bis zu der Einstiegsstelle sind es fast 2 km. Aber das ist nicht so schlimm. Auf dem Weg dorthin kann ich sehr schöne Bilder machen. Der Weg geht an einem Bach vorbei und in den ersten Sonnenstrahlen sieht es so schön aus. Vor diesem Bach kommen aber erstmal ein paar Wiesen und Felder, auf denen ich einen Hasen gesehen habe. Die Wiese ist auch noch ganz nass vom Tau, aber es ist eigentlich ganz schön dort durchzulaufen, weil es schon 13 Grad Celsius warm sind.

Der Bach sieht in den Sonnenstrahlen einfach wunderschön aus. Da musste ich die Kamera auspacken und Bilder machen.

Wie vermutet sehe ich keinen Menschen auf dem Weg. Die wollen am Samstag alle ausschlafen 😀 Aber das finde ich nicht so schlimm. Ohne die Menschen kann ich einfach alles hören. Den Bach, der fast hundert Meter unter mir fließt oder die Vögel, die schon alle am Singen sind. Der Weg ist orange gefärbt und am Wegesrand stehen ein paar Blumen, die in dem Licht einfach super aussehen. Da habe ich natürlich auch ein paar Bilder gemacht!Manche Bilder kannst du unter der Kategorie Bilder finden. Sonst sind es zu viele in diesem Beitrag.

Nach ca. 300 Meter bin ich endlich an der Einstiegsstelle angekommen. Dort muss ich nur noch über den Bach springen und schon kann es losgehen. Den Helm ziehe ich an und die Kamera packe ich unter den Rucksack, sodass ich die besten Momente einfangen kann. Die Kamera stört beim Freiklettern zwar ein bisschen, aber es ist okay. Die Route ist nicht so schwer. Zuerst muss ich ein steiles Stück hochgehen, bei dem der ganze Boden voller Laub ist. Es ist zwar nicht nass, trotzdem rutsche ich immer wieder ein Stück runter.

Freiklettern oder Klettern ?!

Endlich habe ich die Wand gefunden. Die Sonne leuchtet von rechts immer noch so, als ob sie gerade aufgeht und ich kann endlich klettern. Die Felsen haben zwar sehr scharfe Steine aber es geht trotzdem. Wenn ich nach rechts gucke, habe ich immer eine Aussicht, wie man sie in anderen Ländern erwartet. Es sieht ein bisschen so aus, als ob ich im Regenwald bin. Alles ist voller grüner Bäume und ich stehe auf diesem Grat, der aus den Baumwipfeln hervorragt. Da mache ich die erste Pause. Ich setze mich auf einen etwas geraden Platz und trinke etwas. Den Eistee habe ich vorher extra in die Thermosflasche umgefüllt, damit er während der Tour immer noch kalt ist. Und das war er auch. Es gibt gerade nichts Schöneres, als bei dem Sonnenaufgang dort zu sitzen und den Eistee zu trinken 😀 Freiklettern finde ich ein bisschen schwieriger. Aber mit dieser Herausforderung machen die Pausen mehr Spaß als ohne.

Freiklettern

Auf dem Weg nach oben habe ich immer wieder tolle Aussichten. Da mache ich mal eine Pause und ruhe mich ein bisschen aus

Aber bei der Klettertour habe ich natürlich auch an euch gedacht. Da ich Free solo unterwegs bin habe ich keinen dabei, der von mir Bilder machen kann. Also stelle ich das Stativ mit der Kamera auf die Felsen, mache den Selbstauslöser an und setze mich schnell wieder hin. Manchmal dauert es sogar bis zu drei Versuche, bis ich ein gutes Bild gemacht habe. Freiklettern und dann noch Free Solo 😀 Was gibt’s besseres ;D

Nach dieser Pause kann es endlich weitergehen. Vor mir kommt jetzt eine höhere steile Wand. Das weiß ich, weil ich schon im Winter mit Steigeisen und Eispickel dort war. Ich nehme also das Stativ mit der Kamera, meinen Rucksack und gehe ein Stück höher. Plötzlich höre ich an der Seite etwas Lautes. Durch die Bäume kann ich noch erkennen, wie ein Reh wegspringt und schon war es wieder leise. Manchmal rief das Reh noch. Das hört sich echt komisch an. Das Reh hat sich wahrscheinlich auch erschrocken, als es mich gesehen hat. Ich glaube es wollte an dem Samstag auch mal ausschlafen 😀

Freiklettern

An der schwierigsten Stelle angekommen mache ich erstmal ein Bild für euch!

Jetzt muss ich mich aber konzentrieren. Ich stelle die Kamera wieder auf und mache zuerst ein paar Bilder, bevor ich losklettere. Wie schon gesagt sind die Steine sehr scharf und die dicken Bergschuhe machen das Klettern noch schwieriger. Aber so muss es jetzt klappen. Ich habe keine anderen Schuhe dabei. Mit diesen Bergschuhen muss ich also an die kleinen Tritte. Ich ziehe mich ein bisschen an die Wand und so klappt es dann auch. Manchmal wächst auf den Tritten zwar ein bisschen Gras, aber das geht schon. Außer ganz oben. Da ist es dann nochmal richtig schwierig. Ich muss mich hochziehen und rutsche mit einem Fuß von der Wand ab. Das sollte jetzt besser nicht passieren! Eigentlich hat man beim Klettern und Freiklettern Kletterschuhe mit. Ich habe aber noch keine und deshalb musste es auch so klappen 😀

Wenn ich mich hochziehen will kippe ich nach vorne und musste mich mit dem Kopf am Felsen abstützen. Zum Glück ist hier niemand, der das sehen kann 😀

Gipfel

Am Gipfel ist die Aussicht dann natürlich am schönsten. Der endlose Wald und der Bach, den ich sogar von dort aus hören kann. Jetzt wünsche ich mir nicht anderes, außer Freiklettern zu gehen und genau dort an diesem Platz zu sein. Ich mache mit meinem Handy ein paar Videos für Instagram, damit ihr wisst, wo ich gerade bin und was ich mache. Ich trinke den letzten Schluck aus und mache mich zum Abstieg bereit. Beim Gipfel denken die meisten, dass sie es schon geschafft hätten. Aber der Abstieg ist fast das schlimmste. Vor allem beim Freikettern. Da hast du dann keine Hilfe. Wenn ich zu schnell gehe, dann kann es passieren, dass ich kopfüber nach vorne falle und die steile Wand komplett runter falle. Da hilft mir auch kein Erste Hilfe Koffer, den ich im Rucksack habe.

Die Aussicht vom Gipüfel ist die schönste. Vor allem mit diesem endlosen Wad.

Zum Glück gibt es ein paar Stellen, bei denen ich ganz normal gehen kann. An den Bäumen sehe ich ein paar Falter, die ich vorher noch nie gesehen habe. Aber es wundert mich, dass das Licht heute so gut ist. Ich habe das Gefühl, dass die Sonne seit dem ich losgegangen bin aufgeht. Und das ist schon drei Stunden her. Jetzt höre ich zum ersten Mal seit langem etwas. Nicht nur die Steine, die beim Freiklettern runterfallen, sondern auch einen Hund. Er bellt und bellt die ganze Zeit. Vielleicht hat er gerade auch ein Reh entdeckt.

Jetzt sehe ich die Wand zum letzten Mal und schon geht es wieder durch das Laub nach unten. An der Seite sehe ich aber eine Rinne, bei der es so aussieht, als ob dort mal eine Steinlawine runtergekommen wäre. Manchmal fliegen sogar ein paar Steine nur haarscharf an mir vorbei. Gut das ich einen Helm dabeihabe. Beim Abstieg wäre jetzt ein Seil auf jeden Fall hilfreich. Aber das benutze ich beim Freiklettern nicht.

Das nehme ich beim nächstem Mal mit, wenn ich dort auch schlafe.

Die Tour werde ich machen. Wenn das Wetter gut ist, dann geht es direkt los 😀

Jetzt geht es wieder am Bach entlang und um ca. 10 Uhr bin ich wieder Zuhause. Dank dieser Aussicht würde ich der Tour 5 von 5 Sterne geben.
Ich hoffe dir hat dieser Beitrag über die Klettertour gefallen. Wenn ja dann würde es mich total freuen, wenn du diesen Beitrag teilen würdest. Bis zum nächsten Mal

Oli 😀

 

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